Verdächtiger in Untersuchungshaft

Traurige Gewissheit nach Leichenfund auf Waldweg - Polizei identifiziert vermisste Lilli Marie (11)

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Eine Mutter und ihr Sohn wurden in Niedersachsen tot in einem Haus aufgefunden. Tatverdächtig ist der Lebensgefährte der Frau.

Schreckliches Verbrechen in Niedersachsen: Eine Mutter und ihr Sohn wurden tot aufgefunden. Die elfjährige Tochter wurde zunächst vermisst. Nun herrscht traurige Gewissheit.

Update vom 20. Mai, 12.10 Uhr: Nach dem schrecklichen Verbrechen in Niedersachsen herrscht nun Gewissheit: die am Dienstagvormittag im Bereich Schneverdingen an einem Waldweg aufgefundene Kinderleiche wurde identifiziert. Wie die Polizei am Donnerstag erklärt, handelt es sich mit einer „sehr hohen Wahrscheinlichkeit“ um die zuvor vermisste Lilli Marie. Die Elfjährige war nach dem Tötungsdelikt am Wochenende zunächst als vermisst gemeldet worden. Wie die Polizei weiter erklärt wurden, ähnlich wie bei der Mutter und beim Bruder des Mädchens, auch am Körper des Mädchens Spuren von Gewalteinwirkung festgestellt. Weitere Details zum Geschehen werden von der Polizei aktuell aufgrund andauernder Ermittlungen nicht veröffentlicht.

In Niedersachsen: Vermisste Lilli Marie (11) tot aufgefunden? Noch gibt es Unklarheiten

Update vom 19. Mai, 17.40 Uhr: Nach dem schrecklichen Verbrechen in Niedersachsen herrscht weiterhin Unklarheit. Nach Prognose der Staatsanwaltschaft sollte ein erstes Ergebnis der Obduktion der gefundenen Kinderleiche am Mittwoch vorliegen.

Wie jedoch aus einer Pressemitteilung hervorgeht, wird es dazu am Mittwoch nicht mehr kommen. „Mit einem Ergebnis, ob es sich bei der am Dienstagvormittag im Bereich Schneverdingen an einem Waldweg aufgefundene Kinderleiche um die vermisste Elfjährige aus Bispingen handelt, ist heute nicht mehr zu rechnen“, informierte die Polizei. Die Identität des Leichnams bleibt zunächst noch ungeklärt. Seit Sonntag wird die elfjährige Lilli Marie vermisst. Ihre Mutter und ihr kleiner Bruder waren tot aufgefunden worden. Der Lebensgefährte der Mutter wurde festgenommen (siehe Erstmeldung).

Update vom 19. Mai, 10.35 Uhr: Noch immer ist unklar, ob es sich bei der am Dienstag gefundenen Kinderleiche um die elfjährige Lilli Marie handelt. Am Sonntag wurden in Bispingen in Niedersachsen zwei Leichen in einem Haus gefunden. Dabei handelte es sich um einen vier Jahre alten Jungen und seine 35 Jahre alte Mutter. Beide Leichen wiesen Spuren von Gewaltanwendung auf. Die Tochter Lilli Marie wird seither vermisst.

Die Polizei nahm schließlich den Lebensgefährten der Mutter fest. Am Montag wurde er „dem Haftrichter vorgeführt, der Haftbefehl wegen zweifachen Mordes erließ“, hieß es in einer Pressemitteilung vom Dienstag. „Der Beschuldigte befindet sich derzeit in Untersuchungshaft, hat bisher keine Angaben zur Sache gemacht.“

Vor knapp drei Monaten soll der Tatverdächtige von Bremen nach Schneverdingen gezogen sein. Das geht aus einem Bericht von Bild.de hervor. „Er grüßte immer freundlich, erzählte, dass er einen Job in einem nahen Freizeitpark hätte. Häufig fuhr er zu seiner Freundin“, sagte ein Nachbar gegenüber der Zeitung. Der 34-Jährige soll zudem bereits in der Vergangenheit auffällig geworden sein. Nach Informationen der Bild habe er zum einen wegen Körperverletzung/Nötigung, zum anderen wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz Eintragungen im Bundeszentralregister.

Der Erzählung einer Frau zufolge soll sich das Paar in der Nacht zu Sonntag gestritten haben. Die 35-Jährige habe ihn dann aus dem Haus geschmissen. Die Mordkommission prüfe noch den Wahrheitsgehalt der Aussagen von Nachbarn und Bewohnern der Gemeinde. Seit dem 31. März sollen die beiden laut Bild.de ein Paar gewesen sein.

In Niedersachen: Ist die Kinderleiche die vermisste Lilli Marie (11)? Sprecher über weiteres Vorgehen

Update vom 18. Mai, 20.12 Uhr: Gibt es Spuren von Gewalt an der Leiche? Die Staatsanwaltschaft Lüneburg macht nach dem Fund vorerst keine genaueren Angaben zur Auffindesituation. Auf Anfrage des NDR teilte ein Sprecher mit, dass eine Obduktion diese Fragen zweifelsfrei klären soll.

Ein erstes Ergebnis wird im Laufe des morgigen Tages vorliegen, prognostiziert die Staatsanwaltschaft.

Update vom 18. Mai 2012, 12:36 Uhr: Nahe der Ortschaft Heber im Raum Schneverdingen (Heidekreis) hat die Polizei laut eigenen Angaben eine weitere Kinderleiche entdeckt. Es sei noch unklar, ob es sich dabei um das vermisste elfjährige Mädchen handelt, das im Zuge eines Familiendramas verschwand, so die Staatsanwaltschaft Lüneburg. Zuvor wurden die Leichen der Mutter und des vierjährigen Bruders gefunden, ein Tatverdächtiger wurde bereits - ebenfalls in Schneverdingen - festgenommen.

Der 35-jährige Deutsche befindet sich in Untersuchungshaft. Angaben zur Sache machte er bislang nicht.

Update vom 18. Mai 2021, 09:45 Uhr: Die Staatsanwaltschaft Lüneburg und die Polizeiinspektion Heidekreis sind weiterhin auf der Suche nach dem 11-jährigen Mädchen, das im Zuge der Tat in Bispingen verschwunden ist. Dabei sind die Mutter und der vierjährige Bruder vermutlich unter Gewaltanwendung verstorben. Ein Verdächtiger konnte laut der Polizei am Montagnachmittag in Schneverdingen festgenommen und anschließend dem Haftrichter vorgeführt werden.

Da die Suchmaßnahmen bisher glücklos verlaufen sind, fahnden die Behörden weiterhin nach Lilli Marie L. und veröffentlichten ein Foto. Das Mädchen ist etwa 150 cm groß, von kräftiger Statur und europäischem Erscheinungsbild, hat blaue Augen und langes, dunkelblondes Haar. Wer das Mädchen ab Sonntagmorgen, 05:00 Uhr gesehen hat, wird dringend gebeten, sich mit dem Zentralen Kriminaldienst in Soltau unter 05191/9380-500 (Hinweistelefon) in Verbindung zu setzen.

Das Gleiche gilt für einen blauen Ford Focus mit dem Kennzeichen DH für Diepholz. Das Fahrzeug wurde in Zusammenhang mit den Ermittlungen um das vermisste Kind sichergestellt und gehört dem festgenommenen Verdächtigen. Wer das Auto am Sonntag zwischen 05:00 und 16:15 Uhr beobachten konnte, soll sich ebenfalls bei der Polizei melden.

Niedersachsen: Mutter und Junge getötet - Partner festgenommen

Erstmeldung vom 17. Mai, 17:45 Uhr: Bispingen - Am Sonntagmittag wurden in Bispingen in Niedersachsen laut einer Polizeimeldung zwei Leichen in einem Haus gefunden. Wie sich herausstellte, handelte es sich um einen vierjährigen Jungen und seine 35-jährige Mutter, die beide Spuren von Gewaltanwendung aufwiesen. Ein Tatverdächtiger ist bereits festgenommen.

Bispingen/Niedersachsen: Mutter und Sohn getötet - Partner in Untersuchungshaft

Bei diesem soll es sich um den 35-jährigen Lebensgefährten der getöteten Mutter handeln. Zwar flüchtete er nach der Tat, doch der Verdächtige konnte kurze Zeit später von der Polizei im niedersächsischen Schneverdingen festgenommen werden. Derzeit befindet er sich in Untersuchungshaft. Der Mann machte keine Angaben zur Sache und wurde am Montag (17. Mai) dem Haftrichter vorgeführt.

Seit dem schrecklichen Geschehen wird die 11-jährige Tochter Lilli Marie der getöteten Frau vermisst. Bisher blieb jegliche Suchmaßnahme nach dem Mädchen jedoch erfolglos. Nach Angaben der Polizei ist Lilli Marie 1,50 m groß, hat blaue Augen und langes dunkelblonde Haare und sei von kräftiger Statur. Indessen sucht die Polizei nach Hinweisen. Wer das Mädchen ab Sonntagmorgen, 05.00 Uhr gesehen oder das Fahrzeug in dem Zeitraum zwischen 05.00 und 16.15 Uhr beobachtet hat, wird dringend gebeten, sich mit dem Zentralen Kriminaldienst in Soltau unter 05191/9380-500 (Hinweistelefon) in Verbindung zu setzen, so steht es in der Polizeimeldung.

Bispingen/Niedersachsen: 11-Jährige Tochter nach Gewaltverbrechen vermisst

Laut Informationen von Bild.de rückte die Polizei am Montagnachmittag mit einem Großaufgebot und mehreren Spezialkräften an. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz, um nach der vermissten Tochter zu suchen.

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