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Blitzer: Sensationelles Grundsatzurteil – so wehren Sie sich ab sofort gegen Radarfallen-Fehler

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Von: Christian Schulz

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Eine Blitzsäule mit kombinierter Überwachung von Rotlicht und Geschwindigkeit
Die Rechte von Autofahrern wurden durch das Urteil deutlich gestärkt – so können Sie künftig gegen Blitzer-Fehler vorgehen. © Daniel Karmann/dpa

Ein bahnbrechendes Urteil gibt Autofahrern ab sofort die Möglichkeit, die Rohmessdaten von Blitzgeräten zu prüfen. Was das bedeutet – und wie Sie gegen Radarfallen-Fehler vorgehen.

München – Auf Autofahrer, die es leid sind, durch Radarfallen-Fehler abkassiert zu werden, kommen bessere Zeiten zu. Es ist schnell passiert, vor allem an Stellen, an denen kein Mensch damit rechnet: Ein Blitz – und einige Zeit später bekommt der Halter des Fahrzeugs einen Brief. Der eindeutige Vorwurf: Der Fahrer sei zu schnell gefahren. Jetzt soll er dafür blechen – doch in der Praxis passieren natürlich auch bei Geschwindigkeitsmessungen jede Menge Fehler. Die können Sie jetzt überprüfen. Das kann sich lohnen, denn jeder zweite Bußgeldbescheid ist falsch – und oft können Sie die Strafe umgehen.

Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand: Zumindest war in der Rechtsprechung bislang sehr umstritten, ob die Behörden und die Hersteller auf Verlangen die Rohdaten der Geschwindigkeits-Messgeräte herausgeben müssen. Über die Daten können nämlich Gutachter Widersprüche erkennen. „So war es schwierig herauszufinden, ob ein Fehler vorliegt“, erklärt Arndt Kempgens. Er ist Fachanwalt für Verkehrsrecht und Experte des Auto Club Europa (ACE). „Ein sensationelles Urteil, das die Rechte der Autofahrer stärkt“, sagt Kempgens. Nun sei es wesentlich einfacher zu überprüfen, wie die Messergebnisse zustande gekommen sind – und Widersprüche zu finden. Alles zum Sensationsurteil und wie Sie sich gegen Messfehler bei Blitzern wehren können, lesen Sie bei 24auto.de* *24auto.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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