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BND wusste vom Libyen-Skandal!

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Berlin - Der Auslandsgeheimdienst BND wusste vermutlich schon seit Ende 2005, dass eine deutsche Firma für die libysche Regierung Sicherheitskräfte ausbildete.

Der BND-Resident in Tripolis sowie der Gesandte der deutschen Botschaft haben laut Regierungskreisen bei einem Fußballspiel im November 2005 den Firmenchef getroffen und danach an die BND-Zentrale in Pullach Bericht erstattet. Im Sommer 2006 sei dann auf Weisung der Zentrale der BND-Vertreter aufgefordert worden, weitere Kontakte mit den deutschen Sicherheitsausbildern einzustellen.

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Der Geheimdienst betonte, in keiner Weise an etwaigen Schulungsmaßnahmen durch 30 deutsche Polizisten sowie einem Soldaten in Libyen beteiligt gewesen zu sein. Die Frage, wie weit der BND über Details der umstrittenen Ausbildung informiert war, soll in dem für die Geheimdienste zuständigen Parlamentarischen Kontrollgremium geklärt werden. Die FDP drohte mit einem Untersuchungsausschuss.

Quelle: tz

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