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Bochum: Geflohener Knacki ein Mörder?

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Hat der entflohene Krzysztof Jeszke auch getötet?

Bochum - Fatale Enthüllung nach dem Ausbruch im Bochumer Gefängnis: Der flüchtige Ladendieb hat möglicherweise auch getötet. Das wusste man in der nordrhein-westfälischen Haftanstalt nicht.

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Ein Ausbrecher aus dem Bochumer Gefängnis ist nach neuen Erkenntnissen doch kein kleiner Ladendieb, sondern hat möglicherweise einen Menschen umgebracht. Gegen den am Sonntag ausgebrochenen Krzysztof Jeszke werde in Polen wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts ermittelt, teilte das Justizministerium in Düsseldorf am Montag mit und bestätigte einen “Bild“-Vorabbericht. Der Mann sollte nächsten Monat entlassen und nach Polen ausgeliefert werden. Er gilt nach Polizeiangaben als “potenziell gewalttätig“.

“Für uns bekommt der Fall damit ein anderes Gewicht“, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Man müsse möglicherweise eine stärkere Gewaltbereitschaft bei dem flüchtigen 47-Jährigen befürchten. Jeszke wird in Polen Brandstiftung mit Todesfolge vorgeworfen, die Tat geschah im Jahr 2003. “Das war der JVA in Bochum nicht bekannt.“ Der 47-Jährige saß in Deutschland hinter Gittern, weil er immer wieder in Drogeriemärkten gestohlen hatte.

“Das ist kein Gefährlicher, das ist ein Kleinkrimineller“, hatte Anstaltsleiter Friedhelm von Meißner noch wenige Stunden vor Bekanntwerden der neuen Vorwürfe im WDR gesagt. Doch gegen den 47-Jährigen liegt ein europäischer Haftbefehl vor. “Die gestern geäußerte Einschätzung, es handele sich um einen Kleinkriminellen, kann so jedenfalls nicht aufrechterhalten werden“, hieß es deshalb am Montag aus dem Ministerium. Die Polizei leitete eine öffentliche Fahndung ein.

Bei Reinigungsarbeiten war der Häftling durch ein schlecht gesichertes Oberlicht entkommen. Erst vor zwei Wochen hatte die JVA in der Bochumer Innenstadt Schlagzeilen gemacht, weil dort ein gefährlicher Schwerverbrecher sein Zellengitter durchgesägt hatte. Er war jedoch nur bis auf den Dachboden gekommen.

dpa

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