Fluch-Ablass

„Wahrsagerin“ ergaunert über 100.000 Euro um Fluch abzuwenden - irrer Fall in Deutschland

Ein vermeintliche Wahrsagerin trieb in Deutschland ihr Unwesen und betrog mehrere Opfer um Geld.
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Ein vermeintliche Wahrsagerin trieb in Deutschland ihr Unwesen und betrog mehrere Opfer um Geld.

Eine angebliche „Wahrsagerin“ hat in Deutschland offenbar mehr als 100.000 Euro erbeutet. Ihren Opfern redete sie etwa ein, dass sie verflucht seien.

Bonn - Wer einmal eine Mittel-Alter-Serie gesehen hat, kennt vielleicht den Sündenablass, den die katholische Kirche damals betrieben hat: Gegen Geld konnte man sich von seinen Sünden freikaufen und so am Ende doch in den Himmel kommen. In etwa das gleiche Prinzip hat nun hunderte Jahre später eine angebliche „Wahrsagerin“ in Deutschland angewendet. Dabei soll die Frau mehr als 100.000 Euro erbeutet haben.

„Wahrsagerin“ treibt ihr Unwesen: Opfer geben ihr mehr als 100.000 Euro

Schon im vergangenen Sommer hatte die „Wahrsagerin“ etwa Kontakt zu einer 40-Jährigen Frau aufgenommen, berichtet die Polizei Bonn. Ihrem Opfer habe die Frau unter anderem erklärt, dass sie verflucht sei und ihr jemand schaden wolle. Um das zu verhindern, sollte die Frau der „Wahrsagerin“ Geld übergeben.

Die 40-Jährige glaubte dem Ganzen offenbar und übergab der „Wahrsagerin“ seit August 2020 an mehreren Orten in der Region Geld. Die Schadenssumme soll bei mehr als 100.00 Euro liegen.

„Wahrsagerin“ in Bonn festgenommen: Polizei nennt weiteren Fall

Wegen eines anderen Falles war die Polizei allerdings bereits auf die „Wahrsagerin“ aufmerksam geworden und hat anschließend Kontakt zu der geschädigten 40-Jährigen aufgenommen.

Bei einer anstehenden Geldübergabe am 30. März nahm die Polizei die Hochstaplerin dann am Bonner Friedensplatz fest. Es handelte sich demnach um eine 24-Jährige. Sie wird nun dem Haftrichter vorgeführt.

Es soll auch noch weitere Fälle geben, in denen Menschen auf die junge Frau hereingefallen sind. So ist der Polizei ein Fall aus Köln bekannt. Hier wurde ein 84-jähriger Mann um mindestens 2500 Euro erleichtert. (rjs)

Unterdessen hat ein Penny-Kunde eine ganz andere Form von Betrug entdeckt und schimpfte öffentlich drauf los.

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