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Lockdown für Ungeimpfte? Maschmeyer sicher: „Brauchen wir jetzt“

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Von: Franziska Schwarz

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Der Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer steht bei einem Fototermin zur Vox Fernsehshow „Die Höhle der Löwen“ im August 2021 in einem Studio in Köln..
Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer sieht Deutschland im Corona-Herbst 2021 vor einer „Katastrophe“ stehen. © Henning Kaiser/dpa

Der Unternehmer Carsten Maschmeyer sieht Deutschland im Corona-Herbst 2021 vor einer „Katastrophe“ stehen. Auf Instagram und Linkedin postete er jetzt seine Meinung.

Hannover - Carsten Maschmeyer hat sich für einen Lockdown für Ungeimpfte ausgeprochen - allerdings ohne konkret zu werden, welche Maßnahmen dann für die Betroffenen seiner Meinung nach gelten sollten. Im sozialen Netzwerk Linkedin postete der Unternehmer am 10. November: „Die Inzidenzen explodieren und die Politik schaut im Moment nur zu.“

Viele Kliniken seien wegen der Corona-Patienten an der Belastungsgrenze. „Wir stehen vor der absoluten Katastrophe“, ist sich der 62-Jährige sicher. Die amtierende oder neue Regierung müsse jetzt handeln, „sonst überrollt uns die vierte Welle“.

Corona-Post: Mayschmeyer für 2G „in Restaurants, Kinos, Stadien“

Dazu postete Maschmeyer eine von The Pioneer erstellte Grafik mit RKI-Zahlen: „Weil es bei der Impfung nicht nur darum geht zu entscheiden, sich selbst zu schützen oder nicht, sondern man die Verantwortung hat, andere zu schützen.“ Aus den Zahlen sei ersichtlich, dass vorrangig Ungeimpfte die Betten belegten. Maschmeyer sprach sich auch für eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen sowie eine „flächendeckende“ 2G-Regel aus, „in Restaurants, in Kinos, in Flugzeugen, in Stadien“.   

„Wir brauchen einen Lockdown für Ungeimpfte“, beginnt er seinen Post, und setzt ein rotes Ausrufezeichen dahinter. „Auch wenn das einer Impfpflicht gleichkommt.“ Auch auf Instagram postete er eine Story mit dieser Botschaft.

Lockdown für Ungeimpfte? Gesundheitsminister von Österreich erwägt es

Auch Österreichs Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein hat am Mittwoch einen Lockdown für Ungeimpfte in Corona-Hotspots vorgeschlagen. In einem Video-Krisengespräch konnte er sich jedoch mit den Landeschefs von Oberösterreich und Salzburg noch nicht einigen.

Am gleichen Tag hat Linksfraktionschef Dietmar Bartsch bundesweite Einschränkungen für Ungeimpfte gefordert, die nicht als genesen gelten. „Es geht um eine Güterabwägung und um die Frage, was ist der größere Grundrechtseingriff: Ein erneuter Lockdown mit katastrophalen Folgen, insbesondere für Kinder und Familien, oder ein bundesweit geltendes 2G-Modell“, sagte Bartsch der dpa.

Corona-Neuansteckungen in Deutschland erreichen 50.000 an einem Tag

Die Corona-Lage in Deutschland sei wieder außer Kontrolle. Bei der Pandemie-Bekämpfung dürfe es keinen Flickenteppich und keine falsche Rücksichtnahmen geben. Beim 2G-Modell haben nur Geimpfte oder Genesene Zugang zu bestimmten Einrichtungen oder Veranstaltungen. Bei einer 3G-Regel dürfen zusätzlich auch negativ Getestete rein.

Der Finanzunternehmer Maschmeyer ist unter anderem durch die Fernsehshow „Die Höhle der Löwen“ (Vox) einem breiten Publikum bekannt geworden. (frs mit Material der dpa)

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