Auch dreijähriges Mädchen getroffen

13 Verletzte nach Schießerei in Chicago

Chicago - Neuer bewaffneter Zwischenfall in den USA: In Chicago feuern Unbekannte aus einem Auto heraus auf Menschen in einem Park. 13 Menschen wurden verletzt, darunter ein dreijähriges Kind.

Eine blutige Schießerei mit 13 Verletzten und weitere Schusswechsel mit Todesopfern haben Chicago erneut als eine der kriminellsten Städte der USA in die Schlagzeilen gebracht. In der Millionenmetropole wurden auf einen Schlag 13 Menschen verletzt, darunter ein dreijähriges Kind, als zwei bewaffnete Täter am Donnerstagabend (Ortszeit) das Feuer eröffneten. Bei weiteren Schießereien in der Stadt am Ufer des Michigan-Sees starben örtlichen Medien zufolge zwei 25 und 36 Jahre alte Männer, acht weitere Menschen wurden verletzt.

Bei dem Blutbad mit 13 Verletzten gingen Ermittler nach ersten Erkenntnissen von Bandenkriminalität aus. Aus einem Auto heraus feuerten die Schützen auf mehrere Menschen, die sich auf einem Basketball-Feld versammelt hatten, berichtete ein Augenzeuge laut der „Chicago Sun-Times“ online. Festnahmen gab es zunächst nicht. Alle 13 Opfer seien durch Schüsse verletzt worden, teilte die Polizei mit.

Der drei Jahre alte Junge wurde in den Kopf getroffen und in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht, schrieb die Zeitung. „Sie trafen den Lichtpfosten neben mir. Ich duckte mich und rannte ins Haus“, sagte der 22 Jahre alte Onkel des Kindes. Die übrigen Opfer sind nach Angaben der Polizei zwischen 15 und 41 Jahre alt. Der Zustand von vier von ihnen sei ernst.

Rund 60 Polizisten waren zwischenzeitlich am Tatort. Zahlreiche Krankenwagen und Einsatzwagen der Polizei eilten kurz nach der Schießerei zu den Opfern. Feuerwehrleute spülten das Blut vom Basketballplatz. Ein Reporter der Chicago Tribune veröffentlichte im Internet Bilder von Graffiti, die von einer Gang in der US-Metropole stammen sollen und am Tatort gefunden wurden.

Die Stadt am Ufer des Michigan-Sees kämpft schon seit langem mit der Kriminalität auf den Straßen. Die Bundespolizei FBI zählte 2012 in Chicago 500 Morde, etwa 70 mehr als im Jahr davor. Damit hat die Heimatstadt von US-Präsident Barack Obama New York als Mord-Hauptstadt der USA abgelöst. Tendenziell ist die Mordrate seit Jahren allerdings rückläufig. Bürgermeister Rahm Emanuel hatte sein Vorhaben, die Kriminalität durch mehr Polizeipräsenz in gefährlichen Stadtteilen einzudämmen, vergangene Woche als Erfolg bezeichnet.

Schießerei bei US-Navy: Zahlreiche Tote in Washington

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Bei weiteren Schießereien in der Stadt kamen zwei 25 und 36 Jahre alte Männer ums Leben. Sie starben im Krankenhaus an ihren Schusswunden. Die Hintergründe der Taten waren zunächst nicht bekannt.

Am Montag waren bei einem Blutbad auf einem Marinestützpunkt in Washington 13 Menschen ums Leben gekommen. Ein 34-Jähriger hatte in einem Kommandogebäude um sich geschossen und zwölf Menschen umgebracht, ehe er von der Polizei getötet wurde. Bei dem Todesschützen handelte es sich um einen Einzeltäter mit psychischen Problemen.

dpa

Rubriklistenbild: © AFP (Symbolbild)

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