Cholera-Epidemie im dürregeplagten Somalia

Genf - Neben der Hungersnot sind die Menschen in Somalia nun auch noch von einer Cholera-Epidemie betroffen. Die Zahl der Erkrankungsfälle sei in diesem Jahr drastisch angestiegen.

Das erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag in Genf. Von 30 Zufallsproben unter 4.272 Menschen in Mogadischu, die unter wässrigem Durchfall litten, seien 60 Prozent positiv ausgefallen, erklärte Michel Yao, Berater für öffentliche Gesundheit der WHO vor Journalisten.

Bislang seien 181 Menschen an den Symptomen der Infektionskrankheit gestorben, erklärte er. Es bestehe ein hohes Risiko, dass sich die Cholera angesichts unsauberen Wassers, schlechter hygienischer Verhältnisse und überfüllter Auffanglager rasch ausbreite. “Wir können daher sagen, dass wir eine Epidemie haben,“ erklärte Yao.

Unzählige Kinder seien aufgrund der anhaltenden Dürre und Gewalt am Horn von Afrika insbesondere von der Cholera und anderen Krankheiten bedroht, sagte die Sprecherin des Kinderhilfswerks UNICEF, Marixie Mercado, am Freitag. Zehntausende Kinder seien bereits gestorben.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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