Unwetter

Christopher Street Day in Berlin von Todesfall überschattet - Party vorzeitig abgebrochen

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Die Parade zum Christopher Street Day (CSD) zieht auf der Straße des 17. Juni zum Brandenburger Tor entlang.

Bunt, laut und friedlich feierten die CSD-Besucher in Berlin - doch die Parade wurde auch durch einen tragischen Todesfall überschattet.

CSD-Parade demonstriert in Berlin für Toleranz und Respekt für Homosexuelle

Berlin - Bunt, laut, friedlich: In Berlin haben am Wochenende hunderttausende Menschen den Christopher Street Day (CSD) gefeiert und zu Respekt und Toleranz gegenüber Homosexuellen, Bisexuellen und Transgender aufgerufen. Unter dem Motto "Mein Körper - meine Identität - mein Leben" zog die Parade am Samstag vom Kurfürstendamm zum Brandenburger Tor. Wegen einer Unwetterwarnung wurde die Veranstaltung am Abend jedoch vorzeitig beendet.

Der CSD, der in Berlin zum 40. Mal gefeiert wurde, verlief friedlich und ausgelassen. Trotz sengender Hitze und Temperaturen jenseits der 30 Grad hätten alle "kühle Köpfe" bewahrt, erklärte die Berliner Polizei. Etliche Teilnehmer waren bunt und glitzernd gekleidet, andere trugen wegen der Hitze wenig bis gar keine Kleidung. In dem Demonstrationszug war ein Meer aus Flaggen, Luftballons und Schirmen in den Regenbogenfarben zu sehen.

In vielen Städten rund um die Welt waren am Wochenende Veranstaltungen geplant, der CSD in Berlin gehört zu den größten Paraden. Am Rande der Demo zeigte sich unter anderem der frühere Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) mit seinem Partner. Auch US-Botschafter Richard Grenell twitterte fleißig zum CSD und erklärte, er sei "stolz", mit seinem Botschaftsteam an der Parade teilzunehmen.

Während die Behörden tagsüber noch vor den hohen Temperaturen warnten, trübten im Laufe des Nachmittags Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes die ausgelassene CSD-Stimmung. Wegen eines herannahenden Unwetters brachen die Veranstalter die Party am Abend in Absprache mit der Polizei vorzeitig ab.

Die Polizei forderte die Feiernden auf, die Veranstaltung "besonnen" zu verlassen und warnte im Gebiet des Tiergartens vor herunterfallenden Ästen. Auch alle geplanten Laufveranstaltungen in der City West wurden wegen der Unwetterwarnung abgesagt.

DJ Felix Jaehn (23) hat den Abbruch des Christopher Street Day (CSD) in Berlin bedauert. „Ich bin echt verdammt traurig, ich habe mich seit langem gefreut, mal beim CSD aufzulegen“, erklärte Jaehn am Samstag in einem Video auf Instagram. Er hoffe, dass alle sicher nach Hause kommen. Die Veranstalter hatten die Veranstaltung am Samstagabend vorzeitig abgebrochen, weil die Behörden vor Unwettern gewarnt hatten. Tausende Menschen hatten zuvor den CSD in der Hauptstadt für mehr Rechte für Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender gefeiert.

Jaehn, der sich vor wenigen Monaten als bisexuell geoutet hatte, hätte erstmals bei der Abschlussveranstaltung am Brandenburger Tor auftreten sollen. „Der CSD ist nicht auf einen Tag beschränkt“, meinte der Musikproduzent („Bonfire“, „Jennie“) weiter. „Wir sind jeden Tag stolz und laut.“

CSD von Todesfall überschattet

Getrübt wurde die Veranstaltung auch durch einen Todesfall: Am Samstagabend verstarb am Rande der Parade ein Mann, der kurz zuvor zusammengebrochen war und von den Rettungskräften nicht mehr wiederbelebt werden konnte, wie die Polizei mitteilte. Hinweise auf ein Fremdverschulden gebe es nicht, die Angehörigen seien informiert worden, erklärten die Beamten.

Ermittlung zu weiterem Todesfall in Berlin

Nachdem bei Berlin eine unbekannte Leiche aufgefunden wurde, ermittelt die Polizei, ob es sich um einen zu vor als vermisst gemeldeten Jungen handelt. Aussagen seines Freundes ließen zuvor ein Gewaltverbrechen erahnen.

AFP/dpa

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