Schlimmste Brandsaison seit Jahren

Colorado: Tausende fliehen vor Waldbränden

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Die schlimmsten Feuer seit einem Jahrzehnt wüten derzeit in Colorado.

Colorado Springs - Verheerende Buschbrände haben im US-Staat Colorado Hunderte Familien obdachlos gemacht und zur Schließung beliebter Touristenziele geführt. Nun soll das Militär eingreifen.

Ein außer Kontrolle geratener Brand in der Nähe der Stadt Colorado Springs weitete sich am Sonntag auf eine Fläche von rund acht Quadratkilometern aus. Mehr als 11.000 Bewohner und eine unbekannte Zahl Touristen mussten vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden, 5.000 Bewohner sollten im Lauf des Tages wieder zurückkehren dürfen.

Im Kampf gegen die andauernden Waldbrände sollen nun die Einsatzkräfte militärische Unterstützung aus der Luft bekommen. Vier speziell ausgerüstete Transportflugzeuge sollen helfen, das Flammenmeer unter Kontrolle zu bringen, berichtete die Zeitung “Denver Post“ in der Nacht zum Montag in ihrer Online-Ausgabe. Die Flugzeuge des Typs C-130 könnten mehr als 11 000 Liter Flüssigkeit zur Feuerbekämpfung in weniger als fünf Sekunden abwerfen, hieß es. Die Unterstützung komme von zwei Luftwaffenstützpunkten in Colorado und Wyoming.

Schlimmste Brandsaison seit einem Jahrzehnt

Colorado erlebt derzeit die schlimmste Brandsaison seit zehn Jahren. Insgesamt wüten acht Busch- und Waldbrände. Allein einer der Brände nahe der Stadt Fort Collins, der seit zwei Wochen wütet, zerstörte nach Behördenangaben vom Sonntag mindestens 248 Häuser - 57 mehr als zuvor bekannt. Nahe dem Rocky-Mountain-Nationalpark zerstörten die Flammen am Wochenende knapp zwei Dutzend Häuser.

Die neuste Brandserie kommt nur wenige Tage vor dem US-Nationalfeiertag am 4. Juli, an dem viele Familien Nationalparks und andere Touristenziele ansteuern. Seit mehr als einer Woche gilt in Colorado bereits ein Verbot für offene Lagerfeuer und private Feuerwerksvorführungen. Einige der beliebtesten Touristenattraktionen wurden geschlossen. Viele Touristen müssen ihren Urlaub in Evakuierungszentren verbringen, wo Wasserflaschen verteilt und Feldbetten aufgestellt werden.

„Wir sind Überflutungen und Tornados gewöhnt, nicht so etwas wie das“, sagte Amanda Rice, die erst vor kurzem mit ihrer Familie aus dem US-Staat Illinois nach Colorado gezogen war. Aus Angst vor den Flammen hatte Rice bereits vor der Aufforderung durch die Behörden mit ihren Angehörigen ein Evakuierungszentrum aufgesucht. „Es war einfach dieses abscheuliche orangene Glühen“, sagte Rice. „Es war surreal. Es sah ungelogen so aus, als würde sich die Hölle öffnen.“

Der halbe Feuerwehr-Einsatzpark des Landes bekämpfe derzeit die Brände in Colorado, sagte Gouverneur John Hickenlooper am Sonntag. Ab (dem heutigen) Montag sollten Militärtransportflugzeuge vom Luftwaffenstützpunkt Peterson Air Force Base bei Colorado Springs die Einsätze der Feuerwehr in Colorado unterstützen, erklärte Hickenlooper weiter.

AP

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