1. tz
  2. Welt

Wie lange wirken Biontech, Moderna und Co? Lauterbach teilt Empfehlung zu Booster-Impfungen

Erstellt:

Von: Marc Dimitriu

Kommentare

Wie lange hält die Wirkung der verschiedenen Impfstoffe und welche sollte man als Booster benutzen? Gesundheitsexperte Karl Lauterbach teilt eine Empfehlung.

Berlin - Die Corona-Zahlen in Deutschland schießen gerade durch die Decke. Maßnahmen werden verschärft und die Politik versucht die restlichen knapp 30 Prozent der Bevölkerung von einer Impfung zu überzeugen. Doch ein weiteres wichtiges Instrument zur Pandemiebekämpfung sind Booster-Impfungen. Der Schutz der Vakzine lässt nämlich nach einiger Zeit nach. Immer öfter kommt es zu Impfdurchbrüchen, was vor allem für ältere Menschen gefährlich werden kann.

Doch wann lässt der Schutz tatsächlich nach und welcher Impfstoff bietet sich als Booster an? Auf diese Fragen gibt es nun erste wissenschaftliche Antworten.

Corona-Studie aus Schweden: So lange bleiben die Impfstoffe wirksam

Wissenschaftler der Universität Umeå in Schweden haben in einer Preprint-Studie, die schon veröffentlicht ist, aber noch nicht von anderen Wissenschaftlern begutachtet wurde, untersucht, wie lange die Impfstoffe wirksam bleiben. Das berichtet der BR. Die Forschergruppe um Peter Nordström nutzte dafür Daten der schwedischen Statistikbehörde, des schwedischen Impfregisters und des SmiNet-Registers. Dort werden landesweit alle Fälle meldepflichtiger Krankheiten wie Covid-19 gesammelt.

In der Studie wurden mehr als 840.000 Geimpften/Genesenen derselben Zahl Ungeimpfter/Nichtinfizierter gegenüber gestellt. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass das Vakzin von Biontech 15 bis 30 Tage nach der zweiten Dosis eine Wirksamkeit von 92 Prozent gegen eine Infektion mit Symptomen habe. Aber schon nach 121 bis 180 Tagen, also vier bis sechs Monaten, lag die Wirksamkeit nur noch bei 47 Prozent. 211 Tage nach der zweiten Dosis konnte die Forscher aus den Daten keinen messbaren Schutz mehr ablesen.

Der Impfstoff von Moderna schnitt dagegen besser ab und die Wirksamkeit sank langsamer. Nach sechs Monaten schütze er noch zu 59 Prozent vor einer Infektion mit Symptomen.

Bei Astrazeneca hingegen war schon 121 Tage nach der zweiten Dosis keine Wirkung gegen eine symptomatische Infektion mehr erkennbar. Wurde Astrazeneca aber mit einem der anderen beiden Impfstoffe verimpft, also bei der zweiten Impfung ein mRNA-Impfstoff gespritzt, dann sank die Wirksamkeit zwar auch. Sie war aber auch nach vier Monaten noch erkennbar.

Welcher Impfstoff als Booster? Lauterbach teilt Empfehlung

Wenn der Schutz nach wenigen Monaten also nachlässt, lohnt sich eine Booster-Impfung. Doch welchen Impfstoff sollte man für den Booster nehmen? Denselben wie schon bei den ersten beiden? Laut Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte von der SPD, empfiehlt genau das Gegenteil. Er teilte auf Twitter neue Daten des US-Biochemikers Rob Swandacher.

Lauterbach empfiehlt folgende Kombinationen:

Auch interessant

Kommentare