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Inzidenz in Deutschland fällt, doch Todeszahlen unverändert hoch - Nachbarland zieht Notbremse

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Von: Luisa Billmayer, Michelle Brey

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Omikron breitet sich in Deutschland und Europa weiter aus. Nun hat das RKI weitere Maßnahmen ergriffen. Der News-Ticker.

Update vom 18. Dezember, 20.30 Uhr: Die Niederlande gehen ab dem morgigen Sonntag in einen neuen Lockdown, das teilte Ministerpräsident Mark Rutte seinen Landsleuten mit. Bis zum 14. Januar müssen Geschäfte, Gaststätten, Kultur- und Sporteinrichtungen, Schulen und Friseure schließen, einzig Läden, die der allgemeinen Versorgung dienen, dürfen geöffnet bleiben. Die Schulen gehen ab dem 20. Dezember in die Ferien. Bisher hatte in den Niederlanden ein sogenannter Nacht-Lockdown gegriffen: Mit Ausnahme von Supermärkten musste alles um 17 Uhr schließen.

Update vom 18. Dezember, 18.00 Uhr: Die niedersächsische Regierung hat sich auf eine FFP2-Maskenpflicht im Einzelhandel verständigt. Die neue Verordnung soll am Montag verabschiedet werden und am Dienstag in Kraft treten. Die Maßnahme ist eine Reaktion auf die vom Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg gekippte 2G-Regel, die ursprünglich eingeführt werden sollte.

Corona in Deutschland: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt erneut

Update vom 18. Dezember, 8.32 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen (18. Dezember) lag der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche bei 321,8. Am Freitag hatte er noch bei 331,8 gelegen, vor einer Woche bei 402,9. Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 42.813 Neuinfektionen verzeichnet.

Seit Pandemiebeginn haben die Gesundheitsämter insgesamt 6.764.188 Fälle gemeldet. Die Zahl der von einer Erkrankung durch das Coronavirus genesenen Menschen in Deutschland bezifferte das Institut mit rund 5.724.100. Die Gesamtzahl der Corona-Todesfälle in Deutschland stieg um 414 auf 108.053.

Zu hohe Corona-Infektionszahlen: Frankreich und Dänemark als Hochrisikogebiete eingestuft

Update vom 17. Dezember, 19.40 Uhr: Die Bundesregierung und das Robert-Koch-Institut (RKI) stufen Frankreich und Dänemark wegen der hohen Corona-Infektionszahlen ab Sonntag als Hochrisikogebiet ein. Auch Norwegen, der Libanon und Andorra wurden auf die Liste der Hochrisikogebiete gesetzt, wie das Auswärtige Amt am Freitag mitteilte.

Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Damit sind künftig bis auf Luxemburg alle Nachbarländer Deutschlands als Hochrisikogebiete eingestuft. Von der Risikoliste gestrichen werden hingegen Bulgarien, Estland, Lettland, Albanien, Nordmazedonien und Moldau.

Corona in Deutschland: Omikron-Infektionen in Deutschland binnen weniger Tage verdreifacht

Update vom 17. Dezember, 17.30 Uhr: Die Zahl der Omikron-Infektionen in NRW hat sich Innerhalb weniger Tage verdreifacht. Das hat das Gesundheitsministerium des Bundeslandes laut einem Bericht der Rheinischen Post gemeldet. Am Freitag wurden demnach 607 neue Omikron-Fälle in NRW registriert. Den Angaben zufolge handelt es sich dabei um PCR-Tests mit Hinweisen auf die Variante und/oder sequenzierte Proben. Am Montag (13. Dezember) seien nur 203 Omikron-Fälle verzeichnet worden, am Mittwoch der Vorwoche (8. Dezember) lediglich 23 Fälle.

Corona in Deutschland: Wieder mehr als 1 Million Impfungen

Update vom 17. Dezember, 17 Uhr: Den dritten Tag in Folge haben die Impfungen zum Schutz gegen das Coronavirus die Marke von einer Million überschritten. Am Donnerstag wurden 1,24 Millionen Dosen gespritzt, wie aus Meldedaten des Robert Koch-Instituts (RKI) von Freitag hervorgeht. Die Zahl für Mittwoch wurde nun noch etwas höher mit 1,557 Millionen Impfungen angegeben, dies ist ein Tagesrekord im bisherigen Verlauf der Pandemie. Am Dienstag waren es demnach 1,09 Millionen Impfungen gewesen.

Den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben somit mindestens 58,3 Millionen Menschen (70,1 Prozent der Gesamtbevölkerung). Eine zusätzliche Booster-Spritze zur Auffrischung haben nun mindestens 24,1 Millionen Menschen (29 Prozent der Gesamtbevölkerung) erhalten.

„Omikron stellt alles in den Schatten, was wir bisher gesehen haben“: Lauterbach malt düsteres Corona-Szenario

Update vom 17. Dezember, 13.05 Uhr: Ähnlich wie RKI-Chef Lothar Wieler ist auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) aufgrund der Omikron-Variante besorgt. Lauterbach (SPD) erwartet eine massive fünfte Corona-Welle durch die neue Mutation. „Ich gehe von einer massiven fünften Welle aus“, sagte Lauterbach am Freitag in Hannover. „Omikron stellt alles in den Schatten, was wir bisher in der Pandemie gesehen haben“, wurde er auch via Twitter deutlich.

„Sind an einem Schlüsselpunkt der Pandemie“: Lauterbach warnt eindringlich

„Wir müssen davon ausgehen, dass die Omikron-Welle, vor der wir stehen, die wir aus meiner Sicht nicht verhindern können, eine massive Herausforderung wird für unsere Krankenhäuser, für unsere Intensivstationen, aber auch für die Gesellschaft in der Gänze.“ Lauterbach weiter: „Wir müssen uns hier auf eine Herausforderung einstellen, die wir in dieser Form noch nicht gehabt haben.“ So übertreffe das, was in Großbritannien derzeit beobachtet werde, alles, was in der Pandemie bisher beobachtet worden sei, so Lauterbach unter Berufung auf Gespräche mit britischen Expertinnen und Experten. Auch ein milderer Krankheitsverlauf würde keinen Unterschied mehr machen.

Die Zahl der Sterbefälle könne durch einen abgemilderten Verlauf des Infektionsgeschehens für zwei bis drei Wochen geringer gehalten werden. Aber das Wachstum der Infektionen würde diesen Vorteil zunichtemachen. „Wir sind an einem Schlüsselpunkt der Pandemie“, so der Minister weiter. Die nun wichtige offensive Booster-Kampagne - also die Kampagne für möglichst viele Auffrischimpfungen - könne mit verfügbarem Moderna-Impfstoff vorgenommen werden. Er rief Ärzte und Impfzentren auf, das Präparat breit einzusetzen. Mit Blick auf die Weihnachtstage appellierte Lauterbach an alle Bürgerinnen und Bürger, bei Reisen nach dem Grundsatz vorzugehen: „Wir schützen uns gegenseitig.“ Jeder sollte sich vorher testen lassen oder zumindest selbst testen - bevorzugt mehrfach. Der Minister machte deutlich, dass vor allem für Menschen ohne Booster-Impfung besondere Vorsicht geboten sei.

Corona in Deutschland: Baden-Württemberg will Regeln verschärfen

Update vom 17. Dezember, 12.10 Uhr: Von der kommenden Woche an sollen in Baden-Württemberg schärfere Corona-Regeln gelten. Die Verordnung werde nachgeschärft. Das sagte ein Sprecher des Sozialministeriums am Freitag. Details unter anderem zu strengeren Kontaktbeschränkungen vor allem von Ungeimpften, aber auch für Menschen mit Impfschutz oder einer vor kurzem überstandenen Corona-Erkrankung seien geplant. Diese sollten bis zum Freitagabend veröffentlicht werden.

Mit den schärferen Vorgaben setzt das Land einen Beschluss der Bund-Länder-Konferenz um, wie der Ministeriumssprecher sagte. Die neuen Regelungen treten am kommenden Montag (20. Dezember) in Kraft. Die nächste Corona-Verordnung wird vor allem mit Blick auf die anstehenden Weihnachtsfeiern in den Familien mit Spannung erwartet.

Derzeit darf ein Haushalt sich nur mit einer weiteren Person treffen. Ausgenommen von der Zahl sind Genesene und Geimpfte Menschen, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre und Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können oder für die es keine allgemeine Impfempfehlung gibt.

Update vom 17. Dezember 2021, 11.40 Uhr: In Deutschland gibt es erst wenige bestätigte Omikron-Fälle. Experten sind sich allerdings einig, dass es nur eine Frage der Zeit sein wird, bis die neue Variante des Coronavirus auch hierzulande das Infektionsgeschehen dominiert. Im neuen Wochenbericht warnte das Robert-Koch-Instituts (RKI) und bereitete auf eine neue Welle vor.

Gegenüber der Zeitung Spiegel hat sich nun auch RKI-Chef Lothar Wieler geäußert. In einigen Landkreise liege die Inzidenz noch immer über einem Wert von tausend und das sei viel zu hoch, sagte Wieler. „Wir dürfen nicht aus den Augen verlieren, was uns durch Omikron droht. Diese Variante wird sich sehr schnell verbreiten, die fünfte Welle wird kommen“, warnte er. Der RKI-Chef sieht jedoch auch „eine Chance, die Omikron-Welle flach zu halten“.

Corona-Pandemie: Wieler sieht Chance - und nennt große Sorge

Das sei möglich durch „impfen, impfen, impfen, konsequent Masken tragen, Kontakte beschränken, Großveranstaltungen absagen, Hotspots wie Klubs schließen, kontrollieren, ob die 2G-Regeln eingehalten werden, zum Beispiel in Restaurants“. Zudem müsste auch in Altenheimen- und Pflegeheimen der Schutz so hoch wie möglich sein. Wieler sagte gegenüber dem Spiegel jedoch auch: „Allerdings sorge ich mich, dass die Maßnahmen wegen des Rückgangs der Zahlen wieder gelockert werden. Das wäre falsch.“

Coronavirus in Deutschland: Erneut hunderte Covid-19-Todesfälle

Update vom 17. Dezember 2021, 7.10 Uhr: Das Coronavirus breitet sich in Deutschland weiter aus, doch aktuelle Zahlen lassen weiter hoffen. Erneut meldet das Robert Koch-Institut einen Rückgang der Corona-Werte, auch die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt erneut. Das RKI meldet trotzdem erneut Hunderte Todesfälle.

Wie aus den aktuellen Zahlen vom Freitag, 17. Dezember 2021, deutlich wird, sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz erneut. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 331,8 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 340,1 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 413,7 (Vormonat: 319,5). Auch die Zahl der Neuinfektionen sinkt erneut im Vergleich zur Vorwoche. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 50.968 neue Fälle. Vor genau einer Woche waren es 61.288 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 437 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche war die gemeldete Zahl auf einem ähnlichen Niveau, das RKI verzeichnete vor genau sieben Tagen 484 Todesfälle.

Omikron: Dutzende Verdachtsfälle in deutscher Firma - RKI-Wieler warnt vor Weihnachts-Kontakten

Update vom 16. Dezember, 19.05 Uhr: Immer mehr Omikron-Fälle werden auch in Deutschland gemeldet. Bei 38 Mitarbeitern einer Firma in Nordrhein-Westfalen besteht nun der Verdacht auf eine Infektion mit der neuen Variante. Das teilte das betroffene Unternehmen, der Caravan-Hersteller LMC im münsterländischen Sassenberg, am Donnerstag mit.

Man könne zunächst noch keine Angaben machen, ob es sich um Verdachtsfälle oder sogar um bestätigte Fälle handele, sagte eine Sprecherin. Es war am Abend noch unklar, ob die sogenannte Gesamtgenomsequenzierung erfolgt war. Erst damit lässt sich Omikron zweifelsfrei nachweisen. Bei insgesamt 90 Mitarbeitern war eine Corona-Infektion nachgewiesen worden, bei 38 von ihnen bestand ein Verdacht auf Omikron. Es seien bislang ausschließlich milde Verläufe bekannt.

Pressekonferenz mit Lauterbach: Wieler warnt vor Weihnachts-Kontakten

Update vom 16. Dezember, 15.25 Uhr: Karl Lauterbach hat bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit RKI-Chef Lothar Wieler zum weiteren Vorgehen in der Booster-Impf-Kampagne gesprochen. Der Bundesgesundheitsminister teilte mit, dass im ersten Quartal mit 50 Millionen Dosen gerechnet werde. Das sei jedoch zu wenig, um den Bedarf von 70 Millionen Dosen zu decken. Lauterbach betonte, den aus seiner Sicht wichtigsten Punkt: Mit knappen Impfstoff-Ressourcen würde die Booster-Kampagne lange dauern. Angesichts der aktuell recht hohen Impfbereitschaft, wolle Lauterbach nicht hinnehmen, dass die Impfungen durch fehlende Dosen stagnierten.

Lothar Wieler wies daraufhin: „Weihnachten darf nicht zu einem Kick-Start für Omikron werden.“ Der RKI-Chef bat darum, die Feiertage nur im engsten Familien- und Freundeskreis zu verbringen. Erneut wies er daraufhin, Abstand zu halten, Masken zu tragen, sich regelmäßig testen zu lassen und die AHA+L-Regeln hin. Wieler forderte: „Lassen Sie uns dafür sorgen, dass Weihnachten nicht auch für das Virus ein Fest wird.“

Karl Lauterbach, Lothar Wieler Jörg Dötsch, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Uniklinik Köln, kommen in die Bundespressekonferenz, um sich zur Corona-Impfung für Kinder und zur Lage der Impfstoffversorgung zu äußern.
Karl Lauterbach, Lothar Wieler Jörg Dötsch, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Uniklinik Köln, kommen in die Bundespressekonferenz, um sich zur Corona-Impfung für Kinder und zur Lage der Impfstoffversorgung zu äußern. © Bernd von Jutrczenka/dpa

Nach Lauterbach und Wieler hat der Mediziner Dötsch das Wort. Kinder, die Asthma haben, sollten unbedingt geimpft werden, stellte er klar, ebenso Kinder, die mit Erwachsenen zusammenwohnen, die nicht geimpft werden können.

Streit um korrekte Impfquoten: KBV wehrt sich gegen Kritik des RKI

Update vom 16. Dezember, 13.43 Uhr: Immer wieder gab es Diskussionen darüber, ob die übermittelten Impfquoten des RKI tatsächlich stimmen. Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) hatte daraufhin erklärt, das Problem liege bei den Arztpraxen. Anders als Impfzentren und mobile Impfteams würden Ärztinnen und Ärzte verabreichte Corona-Impfungen nicht ausreichend dokumentieren und an das RKI weiterleiten.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat sich gegen diesen Vorwurf nun in Form eines Briefes, der an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach adressiert ist, gewehrt. „Dass beim RKI möglicherweise fehlende oder lückenhafte Daten über die (...) Impfungen vorliegen, ist vielmehr darin begründet, dass das RKI diese Daten nicht in Empfang nehmen kann, weil es bis heute die hierfür vorgesehene Datenschnittstelle nicht realisiert hat“, heißt es in dem Schreiben, das dem Magazin Business Insider in Teilen vorliegt.

In dem Brief heißt es zudem, die Praxen würden Corona-Impfungen zweifach dokumentieren: 1) In Form des von der KBV entwickelten „Impfdokumentations-Tools“, 2) in Form des „DIM-Datensatzes“, ein standardisiertes Format, das auch die Impfzentren benutzen. DIM steht übrigens für Digitales Impfquoten-Monitoring.

Im Kampf gegen die vierte Welle: Deutschland stellt neuen Impfrekord auf

Update vom 16. Dezember, 12.20 Uhr: Das Bundesgesundheitsministerium und das RKI haben die neusten Impfzahlen veröffentlicht und die Grafik auf der Seite Impfdashboard.de zeigt damit eindeutig: Deutschland hat einen neuen Impf-Rekord aufgestellt. Innerhalb eines Tages wurden in Deutschland 1,5 Millionen gegen das Coronavirus geimpft. Die Zahlen im Detail:

Durch die neuen Dosen steigt die Quote der vollständig geimpften Personen auf 70,0 Prozent. 22,9 Millionen Menschen - also 27,6 Prozent - haben sogar schon ihre Auffrischungsimpfung erhalten. Zuletzt wurde am 9. Juni ein Impfrekord aufgestellt. Damals wurden erstmals 1,43 Millionen Impfungen einem Tag verimpft.

Corona in Deutschland: Lauterbach muss heute Impfstoff-Verwirrung erklären

Erstmeldung vom 16. Dezember, 10.19 Uhr:

Berlin - Gleich nach seinem Antritt als neuer Bundesgesundheitsminister hat Karl Lauterbach offenbar große Probleme in der andauernden Corona-Pandemie zu lösen. Am Dienstag (14. Dezember) hatte der SPD-Politiker in den ARD-Tagesthemen verkündet: „In der Tat, wir haben zu wenig Impfstoff. Das hat viele überrascht - mich auch“.

Zu diesem Fazit sei das Bundesgesundheitsministerium nach einer Impfstoff-Inventur gekommen - also einer Prüfung, wie viel Dosen in den nächsten Wochen angesichts der geplanten Lieferungen verimpft werden können. Innerhalb der nächsten drei Wochen könnten in Deutschland etwa 3,2 Millionen Dosen Biontech ausgeliefert werden, sagte Lauterbach am Mittwochabend im ZDF.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat Corona-Impfstoff-Engpässe zu klären.
Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat Corona-Impfstoff-Engpässe zu klären. © Bernd von Jutrczenka/dpa

„Das ist aber viel weniger als das, was die Ärztinnen und Ärzte jede Woche abrufen.“ Ein Blick auf das Impfdashboard der Bundesregierung verrät, dass in den vergangenen drei Wochen (22.11.-12.12.) 13,3 Millionen Dosen Biontech ausgeliefert worden sind - also mehr als viermal so viel. Um den Engpässen entgegenzuwirken, will Lauterbach nun aus osteuropäischen Ländern Dosen zurückkaufen. Am Donnerstagnachmittag wollen Karl Lauterbach und Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), in einer Pressekonferenz über die aktuelle Impfstoff-Lage informieren.

Corona in Deutschland: Booster-Impfungen nehmen zu

Angesichts der vielen Infektionen steckt Deutschland noch immer tief in der vierten Corona-Welle. Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 340,1 meldete das RKI 56.677 neue Fälle innerhalb eines Tages (Stand: 16.12., 03.22 Uhr). Doch auch die Impfungen nehmen Fahrt auf. 69,8 Prozent der deutschen Bevölkerung sind mittlerweile vollständig gegen das Coronavirus mittels Impfung geschützt. Über ein Viertel hat eine Auffrischungsimpfung - also einen Booster - erhalten. Das entspricht 21,6 Millionen verimpften Dosen (Stand: 15.12.).

Ostdeutschland scheint den Zahlen zufolge derzeit stärker von der Pandemie betroffen zu sein, als der Westen der Bundesrepublik. Die höchste 7-Tage-Inzidenz weist das RKI aktuell für den Landkreis Hildburghausen in Thüringen aus. Dort infizieren sich in den letzten sieben Tagen je 100.000 Einwohner 1.552,9 Menschen (Stand: 16.12., 03.22 Uhr). (lb mit AFP/dpa) *tz.de und Merkur.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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