Die Zahlen steigen stark an

Eine Altersgruppe ganz besonders betroffen: RKI mit eindeutiger Beobachtung - Kinder immer häufiger infiziert

Eine Spielzeuguhr zeigt fünf vor zwölf am 21.05.2015 in Stuttgart (Baden-Württemberg) in einer Kindertagesstätte.
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Immer mehr Kinder infizieren sich (Symbolbild).

Das Coronavirus breitet sich immer weiter aus, auch Kinder sind immer häufiger betroffen. Das RKI veröffentlicht nun eine besorgniserregende Beobachtung: Eine Altersgruppe ist besonders betroffen.

Berlin - Die Infektionen mit dem Coronavirus steigen in Deutschland immer weiter an, am Donnerstag verzeichnete das RKI erstmals seit Wochen wieder mehr als 20.000 Infektionen. Das Robert Koch-Institut verzeichnet aktuell jedoch noch einen weiteren beunruhigenden Trend, denn immer mehr Kinder infizieren sich innerhalb der dritten Welle.

Corona in Deutschland: RKI mit besorgniserregender Beobachtung - Kinder immer häufiger infiziert

Nach Beobachtungen des RKI scheint sich die Rolle von Kindern und Jugendlichen bei der Ausbreitung des neuen Coronavirus aktuell grundlegend zu ändern. Wie das Institut am Donnerstag in einem Bericht erklärt, steigen die Covid-19-Fallzahlen in allen Altersgruppen an, besonders stark jedoch bei Kindern und Jugendlichen. Die meisten Ausbrüche seien aktuell überwiegend in privaten Haushalten, zunehmend aber auch in Kitas, Schulen und im beruflichen Umfeld zu finden. Die Zahl der Ausbrüche in Alters- und Pflegeheimen habe dagegen abgenommen. Vermutlich durch die aktuelle Impf-Strategie in Deutschland.

Bei Kindern bis 14 Jahren haben sich die 7-Tage-Inzidenzen nach den RKI-Daten in den vergangenen vier Wochen bundesweit mehr als verdoppelt - auf zuletzt mehr als 100 Fälle pro 100.000 Einwohner. Für Kinderärzte kann neben dem zunehmenden Öffnen von Kitas und Schulen dabei aber auch vermehrtes Testen eine Rolle spielen. Die Öffnungen seien natürlich Anlässe für Eltern, ihre Kinder testen zu lassen, sagte Reinhard Berner, Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, dem Berliner Tagesspiegel. „Das ist vorher einfach oft nicht geschehen, wenn das Kind zuhause im Lockdown gehockt hat und Schnupfen hatte.“

Corona in Deutschland: Eine Altersgruppe ganz besonders betroffen

In der Altersgruppe bis fünf Jahren zeige sich aktuell besonders frühzeitig die Zunahme der Infektionsfälle. Diese stiegen rasch an. Eine ähnliche Entwicklung deute sich auch nach der Öffnung der Schulen an. Bei dieser Entwicklung spiele die zunehmende Ausbreitung der leichter übertragbaren Variante B.1.1.7 eine Rolle. Familien und Beschäftigte sollten ihr Infektionsrisiko außerhalb von Kita oder Schule minimieren und bei Zeichen einer Erkrankung 5 bis 7 Tage zuhause bleiben, rät die Gesundheitsbehörde. Falls es zu Erkrankungen in einer oder mehreren Gruppen komme, solle eine frühzeitige Schließung der Einrichtung erwogen werden, um eine weitere Ausbreitung innerhalb der Kita und in die betroffenen Familien zu verhindern.

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