News-Ticker zur Pandemie

Corona: Mehrere Regionen lockern Maskenpflicht - Ost-Bundesland öffnet Diskotheken

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet weniger als 600 Corona-Neuinfektionen. Mehrere Bundesländer lockern Maskenpflicht. Diskotheken dürfen in Sachsen-Anhalt öffnen. Der News-Ticker.

  • Corona in Deutschland: Die Zahl der Neuinfektionen ist so niedrig, wie schon lange nicht mehr.
  • Diskotheken in Sachsen-Anhalt öffnen wieder (siehe Update vom 15. Juni, 16.53 Uhr)
  • Das RKI meldet ein weiteres Absinken der Corona-Inzidenz in Deutschland (siehe Update vom 16. Juni, 7.54 Uhr).
  • Dieser News-Ticker ist beendet. Die Fortsetzung ab dem 16. Juni finden Sie hier.

Update vom 16. Juni, 7.54 Uhr: Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist weiter gesunken. Das RKI meldete am Mittwochmorgen ferner 1455 Neuansteckungen sowie 137 Todesfälle an oder mit Covid-19 binnen eines Tages. Vor einer Woche lag die Inzidenz bei 21.

An diesem Mittwoch beraten die Gesundheitsminister von Bund und Länder. Themen sind unter anderem die Zukunft der regionalen Impfzentren, der Umgang mit Covid-19-Langzeitfolgen und die Ausbreitung der Delta-Variante.

Update vom 15. Juni, 16.53 Uhr: Diskotheken in Sachsen-Anhalt können wieder öffnen. Voraussetzung sind Negativtests und eine maximale Auslastung der Diskotheken von 60 Prozent, teilte die Staatskanzlei am Dienstag in Magdeburg mit. Die landesweit stabile 7-Tage-Inzidenz im einstelligen Bereich (6,7) ermöglichten weitere zentrale Lockerungen. So dürften auch Indoor-Spielplätze und Saunen wieder öffnen. Die entsprechende Verordnung tritt zum Wochenende in Sachsen-Anhalt in Kraft.

Mehrere Bundesländer lockern Maskenpflicht an Schulen

Update vom 15. Juni, 16.45 Uhr: Die Corona-Regeln bröckeln. Nach Baden-Württemberg lockern mehrere Bundesländer die Maskenpflicht in den Schulen. In Bayern besteht auf dem Pausenhof oder bei einem Wandertag keine Maskenpflicht mehr. In Gebäuden und Klassenzimmern bleibt sie aber noch bestehen.

Bremen hebt die Maskenpflicht in Klassenräumen für Schüler und Lehrer an weiterführenden Schulen ab kommendem Montag auf. Generell bleibt die Pflicht zur Bedeckung von Mund und Nase in den Schulgebäuden jedoch bestehen, teilte der Senat am Dienstag mit. Das gelte zum Beispiel in Treppenhäusern und Gängen. Davon ausgenommen sind Grundschüler.

Rheinland-Pfalz hebt die Maskenpflicht an Schulen auf. Dort gilt die neue Regelung bereits ab dem kommenden Montag. Das Saarland kündigte an, die Maskenpflicht während des Unterrichts in Klassenzimmern ab kommendem Donnerstag aufzuheben. Innerhalb von Schulgebäuden sowie in Bussen bleibt es bei der Maskenpflicht.

Corona: Wegen Impfdrängelei - OB vorläufig seines Amtes enthoben

Update vom 15. Juni, 13.26 Uhr: Impfdrängelei - Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) ist vorläufig seines Amtes enthoben worden. Das teilte das Landesverwaltungsamt in Sachsen-Anhalt als zuständige Kommunalaufsichtsbehörde am Dienstag mit. Der Bürgermeister sorgte Anfang des Jahres für einen Impf-Skandal. Wiegand hatte sich im Januar frühzeitig gegen das Coronavirus impfen lassen. Ihm wird vorgeworfen, für diese und weitere Verstöße gegen die vom Bund erlassene Impfreihenfolge verantwortlich zu sein. Bereits im April hatte Halles Stadtrat den Oberbürgermeister wegen der Vorwürfe auf unbestimmte Zeit vom Dienst suspendiert.

Berlin und Baden-Württemberg lockern Maskenpflicht

Update vom 15. Juni, 13.09 Uhr: Berlin und Baden-Württemberg lockern die Maskenpflicht in einigen Bereichen. Baden-Württemberg will die Maskenpflicht an Schulen lockern. Sofern die 7-Tage-Inzidenz in einer Region unter 35 liegt und es zwei Wochen an der Schule keinen Corona-Ausbruch gab, soll die Maskenpflicht „im Unterricht in allen Schulformen“ wegfallen, kündigte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Dienstag in Stuttgart an. Bereits bei einer Inzidenz von unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern und Woche soll die Maskenpflicht auf den Pausenhöfen wegfallen.

In Berlin müssen Passanten auf den Bürgersteigen von Einkaufsstraßen und auf sehr belebten Plätzen, für die das bisher vorgeschrieben war, müssen keine Masken mehr getragen werden - bis auf Stellen, an denen kein Mindestabstand möglich ist. Im Zoo und im Tierpark fällt im Freien die Maskenpflicht weg. Das hat der Berliner Senat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag beschlossen. Die geltende Infektionsschutzverordnung soll entsprechend geändert werden.

Keine Änderung bei der Maskenpflicht gibt es für Busse und Bahnen. Im ÖPNV müssen weiterhin FFP2-Masken getragen werden.

Corona in Deutschland: Inzidenz rutscht auf 15,5

Update vom 15. Juni, 10.12 Uhr: Von 23 auf 15,5: Um so viel ist die bundesweite 7-Tage-Inzidenz bei den Corona*-Infektionen innerhalb einer Woche gesunken. Das RKI meldete am Dienstagmorgen 652 registrierte Neuinfektionen sowie 93 weitere Todesfälle an oder mit Covid-19.

Am Dienstag vor einer Woche waren 1204 Neuinfektionen gezählt worden. Der Wert ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen.

Update vom 14. Juni, 17.30 Uhr: Wann fällt die Maskenpflicht? Darüber wird gerade lebhaft diskutiert, nachdem Gesundheitsminister Jens Spahn sich für die stufenweise Aufhebung ausgesprochen hatte. Vor allem der Lehrerverband sieht eine zu schnelle Lockerung jedoch kritisch. Auch Eberhard Bodenschatz vom Max-Planck-Institut sagte der dpa: „Wenn wir nach dem Wegfall der Testpflicht in vielen Situation nun auch noch die Maskenpflicht fallen lassen, sind wir im Grunde in einem ungestörten Leben wie vor der Pandemie.“ Und weiter: „Warum soll die Pandemie dann nicht wiederkommen?“.

Viele Virologen und Epidemiologen, darunter Jonas Schmidt-Chanasit und Lauterbach, halten die teilweise Lockerung jedoch für sinnvoll. Schmidt-Chanasit betonte gegenüber Welt, vor allem in Krankenhäusern und Altenheimen, in denen Menschen lebten die aufgrund von Vorerkrankungen nicht geimpft werden können, sei die Maskenpflicht aufrecht zu erhalten. „Aber für alle anderen Bereiche wird das mit zunehmender Impfung natürlich weniger relevant werden mit der Maske.“ SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte, sollte die Maskenpflicht schrittweise auch in Innenräumen fallen, müssten die Zahlen durch Tests kontrolliert werden.

Die Forderungen nach einem Ende der Maskenpflicht in Deutschland werden lauter. (Symbolbild)

Die beiden Strafrechts-Professorinenn Elisa Hoven und Frauke Rostalski halten gar das Aufheben der gesamten Corona-Regelungen spätestens im Herbst für nötig. Angesichts des Impffortschritts ist es kaum denkbar, dass sich im Herbst noch Freiheitseingriffe verfassungsrechtlich rechtfertigen lassen – selbst dann nicht, wenn es eine „vierte Welle“ geben sollte“, heißt es in einem Gastbeitrag bei Welt.

Corona in Deutschland: Debatte um Maskenpflicht - Christian Lindner fordert generelles Ende

Update vom 14. Juni, 15.45 Uhr: Nachdem sich Gesundheitsminister Jens Spahn für eine stufenweise Aufhebung der Maskenpflicht ausgesprochen hat (siehe Update vom 14. Juni, 10.05 Uhr), fordert FDP-Chef Christian Lindner ein generelles Ende. „Wo sich die Lage entspannt, müssen die Freiheitseinschränkungen Schritt für Schritt fallen. Wir brauchen einen Fahrplan raus aus der Maskenpflicht, die im Freien schon längstens aufgehoben gehört“, schrieb er auf Twitter.

Der Handel reagierte hingegen zurückhaltend. „Wir müssen jetzt alles vermeiden, was die erfolgreiche Bekämpfung der Pandemie gefährdet und möglicherweise in einen nächsten Lockdown führt“, erklärte der Handelsverband Deutschland. Die Lockerungen der vergangenen Wochen dürfen nicht aufs Spiel gesetzt werden, warnte Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Kunden und Händler hätten sich an die Maskenpflicht gewöhnt. „Sie sollte erst abgeschafft werden, wenn die Experten aus Medizin und Politik das für verantwortbar halten.“

Corona in Deutschland: Vergabe der digitalen Impfnachweise startet holprig

Update vom 14. Juni, 12.31 Uhr: Die Online-Suche nach Apotheken, die den digitalen Impfpass ausstellen, war heute Vormittag zeitweise überlastet (siehe auch Update vom 14. Juni, 7.19 Uhr). „Der Andrang ist aber so groß, dass www.mein-apothekenmanager.de phasenweise nicht erreichbar ist“, teilte Reiner Kern, Sprecher der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) auf Nachfrage der tz-Redaktion mit.

Es werde sich aber kurzfristig einpendeln. Das System sei erfolgreich gestartet. „Bereits in den ersten Morgenstunden wurden etliche tausend Zertifikate ausgestellt.“ Der Apothekenverband bittet erneut um Geduld. „Wir bitten darum, dass nicht alle, die einen digitalen Impfnachweis möchten, direkt heute oder morgen in die Apotheken strömen“, so der Sprecher. Der Service würde auch nächste Woche zur Verfügung stehen. Zudem behalte der gelbe Impfpass als analoger Nachweis seine Gültigkeit.  

Corona: Spahn für Ende der Maskenpflicht

Update vom 14. Juni, 10.05 Uhr: Die Maskenpflicht sorgt angesichts der sinkenden Infektionszahlen für Diskussionen. Jetzt hat sich Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für ein Ende der Maskenpflicht ausgesprochen.

„Bei den fallenden Inzidenzen sollten wir gestuft vorgehen: in einem ersten Schritt kann die Maskenpflicht draußen grundsätzlich entfallen“, sagte Spahn der Funke Mediengruppe. „In Regionen mit sehr niedriger Inzidenz und einer hohen Impfquote nach und nach auch drinnen.“

Das Tragen von Masken sei aber auch ohne Pflicht weiterzuempfehlen, etwa bei Reisen oder Treffen in Innenräumen, betonte Spahn. Mehr Sicherheit gebe es nur, wenn alle Anwesenden geimpft oder regelmäßig getestet seien.

Diskussion um das Ende der Maskenpflicht: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn schlägt Stufenplan vor.

Apotheken stellen digitalen Impfpass aus - gibt aber Probleme

Update vom 14. Juni, 7.19 Uhr: Ab sofort stellen Apotheken einen digitalen Impfpass aus. Aber nicht alle Apotheken sind dabei. Aus technischen und organisatorischen Gründen ist die Zahl noch begrenzt. Denn noch sind nicht alle bereit. Unter der Webseite mein-apothekenmanager.de soll ab Montag zu sehen sein, welche Apotheke vor Ort den digitalen Impfpass anbietet. „Momentan werden Wartungsarbeiten durchgeführt, bitte warten Sie einen Moment“ ist am Montagfrüh (7.26 Uhr) auf der Seite zu lesen. Zuvor hatten die Apothekerverbände um Geduld gebeten.

RKI meldet weniger als 600 Corona-Neuinfektionen

Update vom 14. Juni, 6.40 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) verzeichnet erstmals seit acht Monaten weniger als 1.000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. 549 neue Corona-Fälle sind an das RKI gemeldet worden, wie aus den Daten des Covid-19-Dashboards am Montagfrüh hervorgeht. Zuletzt war die Zahl der Neuinfektionen pro Tag am 21. September mit 922 dreistellig. Vor einer Woche hatte der Wert bei 1.117 Ansteckungen gelegen. 10 weitere Todesfälle haben die Gesundheitsämter in Deutschland gemeldet. Vor einer Woche waren es 22 Tote.

RKI meldet sinkenden Inzidenzwert von 16,6

  • Die 7-Tage-Inzidenz gab das RKI am Montagmorgen mit bundesweit 16,6 an (Vortag: 17,3, Vorwoche: 24,3).
  • Der 7-Tage-R-Wert schätzt das RKI laut aktuellem Lagebericht von Sonntagabend auf 0,82.

Update vom 13. Juni, 18.53 Uhr: In Apotheken soll ab Montag (14. Juni) deutschlandweit der digitale Corona-Impfnachweis ausgestellt werden. Damit können dort bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Menschen nachträglich eine Bescheinigung abholen. Diese enthält den QR-Code für den digitalen Impfpass. Einschränkend erklärten die Apothekerverbände allerdings, dass aus technischen und organisatorischen Gründen die Zahl der teilnehmenden Apotheken in den ersten Tagen noch begrenzt sei. Auf der Website mein-apothekenmanager.de kann ab Montag eingesehen werden, welche Apotheken in der Nähe den digitalen Impfpass schon anbieten.

Verpflichtend wird der digitale Impfnachweis nicht sein, er ist lediglich eine freiwillige Ergänzung zum nach wie vor gültigen gelben Papierimpfheft. Bei noch bevorstehenden Impfungen sollen Menschen, denen die zweite Dosis verabreicht wird, ihren QR-Code für den digitalen Nachweis im Impfzentrum oder beim Arzt ausgehändigt bekommen.

Corona in Deutschland: Österreich nicht mehr Risikobgebiet

Update vom 13. Juni, 14.17 Uhr: Ganz Österreich sowie zahlreiche Länder und Regionen gelten seit heute nicht mehr als Corona-Risikogebiete. Die Bundesregierung hat die letzten zwei österreichischen Bundesländer Tirol und Vorarlberg von der Liste der Corona-Risikogebiete gestrichen, ebenso Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz. Auch die Inseln Madeira in Portugal und Zypern sowie zwölf weitere Länder auf dem Balkan, in Osteuropa, Asien und Nordamerika gelten nicht mehr als Risikogebiete, darunter die USA und Kanada.

Wer aus einem dieser Gebiete auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten. Flugpassagiere müssen noch einen negativen Test vorweisen.

Corona in Deutschland: Polizei räumt Großraumdisko

Update vom 13. Juni, 12.02 Uhr: Keine Masken und keine Abstände: Die Polizei in Osnabrück hat eine Großraumdisko kurz nach der Wiedereröffnung geräumt. Bei einer Kontrolle gegen 1 Uhr am Sonntagfrüh stellten die Behörden massive Verstöße gegen die geltende Corona-Verordnung in einer Großraumdiskothek in Melle fest. 650 Gäste wurden per Lautsprecher aufgefordert den Club zu verlassen. Einige Feiernde reagierten uneinsichtig und es kam zu verbalen Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Erstes Bundesland lockert FFP-Maskenpflicht in Bus und Bahn

Update vom 13. Juni, 11.40 Uhr: Angesichts der sinkenden Infektionszahlen hebt Nordrhein-Westfalen die FFP2-Maskenpflicht in Bus und Bahn, Haltestellen und Bahnhöfen auf. Ab dem 12. Juni gilt nur noch die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske, also einer sogenannten OP-Maske, teilte das NRW-Verkehrsministerium via Twitter mit. NRW hatte die FFP-Maskenpflicht Ende April im Zusammenhang mit der Bundes-Notbremse eingeführt. In NRW liegt die 7-Tage-Inzidenz laut RKI bei 18,9 und damit eigentlich über dem bundesweiten Wert von 17,3 (siehe auch Update vom 13. Juni, 8.55 Uhr). Ob andere Bundesländer folgen, bleibt abzuwarten.

Maskenpflicht noch verhältnismäßig?

Justizministerin Christine Lambrecht forderte die Länder auf, die Fortdauer der Maskenpflicht zu überprüfen. Die Länder müssten klären, „ob und wo eine Maskenpflicht noch verhältnismäßig ist, wenn die Inzidenzzahlen niedrig sind und weiter sinken“, sagte die SPD-Politikerin der Bild am Sonntag. „Das gilt auch für die Schulen, denn Schülerinnen und Schüler sind von der Maskenpflicht besonders betroffen.“

Corona in Deutschland: RKI meldet Inzidenz von 17,3

Update vom 13. Juni, 8.55 Uhr: Die Corona-Fallzahlen in Deutschland gehen weiter runter. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Sonntagmorgen 1.489 neue Corona-Infektionen und 18 weitere Todesfälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bundesweit bei 17,3 (Vortag: 18,3; Vorwoche: 24,7). Das Infektionsgeschehen flaut langsam ab. In vielen Städten kehrt das Leben zurück.

Acht Kreise sind derzeit „corona-frei“. Die 7-Tage-Inzidenz liegt in den Regionen bei 0,0! (siehe Liste unten) Doch es gibt immense Unterschiede. Schweinfurt (Bayern) ist aktuell der Corona-Hotspot in Deutschland. Der Wochenwert liegt laut RKI bei 86,1. Im Landkreis Lindau (Bayern) liegt die Inzidenz bei 73,2. Platz 3 belegt derzeit Zweibrücken (Rheinland-Pfalz) mit 64,3.

Corona in Deutschland: Diese Kreise sind „corona-frei“

  • Landkreis Tirschenreuth
  • Landkreis Wesermarsch
  • Landkreis Prignitz
  • Stadtkreis Pirmasens
  • Stadtkreis Bayreuth
  • Stadtkreis Neustadt an der Weinstraße
  • Stadtkreis Flensburg
  • Stadtkreis Neumünster

WHO stellt ambitionierte Impfpläne vor

Update vom 12. Juni, 22.10 Uhr: Die WHO verfolgt ambitionierte Impfziele: Gemeinsam mit den G7-Staaten plant sie innerhalb eines Jahres mindestens 70 Prozent der Weltbevölkerung zu einer Corona-Impfung zu verhelfen. Dieses Ziel soll also bis 2022 erreicht werden. Dazu seien jedoch weit größere Anstrengungen notwendig als bislang geplant, so Tedros Adhanom Ghebreyesus, Chef der WHO, in Cornwall. Er sei aber überzeugt, dass dieses Ziel erreichbar sei. Die Produktionskapazitäten könnten bis dahin entsprechend erhöht werden. Nach Angaben der WHO sind etwa elf Milliarden Impfdosen nötig.

Doch woher sollen die Dosen kommen? Die G7-Staaten hatten sich zum Ziel gesetzt, bis zum nächsten Jahr mindestens eine Milliarde Impfstoffdosen zu spenden. Mehr wäre nötig, so Tedros. „Wir laufen das Rennen unseres Lebens, aber das ist kein faires Rennen und die meisten Länder haben kaum die Startlinie überschritten“, sagte der WHO-Chef. Doch die elf Milliarden Dosen müssten nicht vollständig aus Spenden entstehen, so der WHO-Chef. Auch Exporte oder die Finanzierung der internationalen Impfinitiative Covax sind wohl denkbar.

Corona in Deutschland: 6,5 Millionen Dosen Impfstoff weniger - Hersteller kürzt Lieferungen massiv

Update vom 12. Juni, 18.35 Uhr: Deutschland muss vorerst auf einen Großteil der Impfstoff-Lieferungen von Johnson & Johnson verzichten. Nach einer Panne in einem Impfstoff-Werk in den USA wird der hersteller im zweiten Quartal wohl nach neuestem Stand etwa 6,5 Millionen Impfdosen weniger liefern als geplant. „Das ist bedauerlich, denn jede Impfdose zählt. Daher erwarten wir von Johnson & Johnson, dass diese Menge im Juli schnellstmöglich nachgeliefert wird“, so eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Ursprünglich waren für das laufende Quartal 10,1 Millionen Dosen prognostiziert worden.

Corona in Deutschland: Anstrum auf Sonder-Impfaktion - 2000 Menschen reisen an

Update vom 12. Juni, 17.15 Uhr: Seit April wird auch in den Hausarztpraxen gegen das Coronavirus geimpft. Und während über das Fortbestehen der Impfzentren in der Pandemie diskutiert wird (siehe Erstmeldung), finden immer wieder Sonder-Impfaktionen in Praxen bei der Bevölkerung großen Anklang. So auch am heutigen Samstag. Im hessischen Babenhausen hatte ein Hausarzt zu einem „offenen Impftag“ aufgerufen. Er habe 1000 Impfdosen bestellt und wolle diese ohne vorherige Registrierung vergeben.

Damit löste er einen Ansturm aus. Bereits vor dem Start der Aktion am Samstagmorgen um 8 Uhr hätten sich rund 1500 bis 2000 Menschen vor Ort eingefunden und sich in Warteschlangen eingereiht, sagte der Bürgermeister der südhessischen Stadt, Dominik Stadler. Die Leute seien teils bereits am Vortag angereist und hätten vor der Praxis campiert. Trotz der großen Anzahl an Leuten sei die Aktion jedoch friedlich abgelaufen und die Regelungen seien eingehalten worden. Nach zwei Stunden waren nach Angaben Stadlers bereits rund 300 Personen geimpft, da ein größeres Team die Impfungen durchführe.

Corona in Deutschland: Mehr als ein Viertel der Deutschen ist bereits geimpft

Erstmeldung vom 12. Juni, 12.54 Uhr: Berlin - Mehr als ein Viertel der Menschen in Deutschland sind inzwischen vollständig gegen Corona geimpft. Konkret 25,7 Prozent sind es an diesem Samstag laut Bundesgesundheitsministerium und Robert-Koch-Institut (RKI), also 21.350.096 Menschen.

Corona in Deutschland: Debatte über Ende der Impfzentren

Unterdessen wird debattiert, ob es sinnvoll wäre, die Impfzentren über den 30. September hinaus zu betreiben. Städtetag und Hausärzte sind sich uneins. „Anstatt die Impfzentren künstlich am Leben zu erhalten, sollte die Politik ihre Energie lieber in eine sinnvolle Planung der Impfstoffbereitstellung für die Auffrischungsimpfungen stecken“, sagte Hausärzteverbandschef Ulrich Weigeldt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Es sei „mehr als fraglich, Strukturen aufrechtzuerhalten, von denen man immer wieder hört, dass die Kosten pro Impfung etwa zehnmal so teuer sind wie in den Praxen“, fügte Weigeldt hinzu.

Die Kommunen hingegen dringen trotz der Kosten auf einen Weiterbetrieb. Die Impfzentren seien - gerade, wenn demnächst mehr Impfstoff geliefert wird - mit ihren großen Kapazitäten, „zu wichtig, um sie einfach abzuwickeln“, sagte Städtetags-Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der Passauer Neuen Presse.

Corona-Impfung in Deutschland: Betriebsärzte erhalten Johnson & Johnson

Seit Kurzem impfen in Deutschland auch die Betriebsärzte gegen Covid-19. Bald sollen sie das erstmals auch mit dem Vakzin von Johnson & Johnson können. In der Woche ab 21. Juni sollen 192.000 Dosen davon geliefert werden.

Die Praxen sollen in der Woche vom 21. Juni rund 3,3 Millionen Impfdosen erhalten, nämlich 2,84 Millionen Dosen von Biontech und 504.000 von Astrazeneca. Nach neuen Lieferdaten sollen die Länder noch im Juni rund 700.000 Dosen mehr für die Impfzentren bekommen als zunächst geplant, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Aktuelle RKI-Zahlen für Deutschland: R-Wert weiterhin unter 1

Mit 18,3 ist die bundesweite 7-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen weiter gesunken (Vorwoche: 26,3). Das RKI meldete am Samstag 1911 Neuinfektionen innerhalb eines Tages, sowie weitere 129 Todesfälle an oder mit Covid-19*. Am vergangenen Samstag waren knapp 2300 Neuinfektionen gezählt worden.

Für die Kreise Prignitz (Brandenburg), Tirschenreuth (Bayern), Pirmasens (Rheinland-Pfalz), Plön und Neumünster (beide Schleswig-Holstein) wurde am Samstag sogar eine 7-Tage-Inzidenz von 0 vermeldet. 

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

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