Alle Infos im PK-Ticker

Corona-PK: Wieler über endende Home-Office-Pflicht - Spahn schiebt Riegel vor Lockerung aller Bereiche

Das RKI meldet erstmals wieder einen Anstieg der Corona-Inzidenz. Und auch die Todeszahlen steigen rapide an. Bundesgesundheitsminister Spahn und RKI-Chef Wieler informieren am Vormittag. Alle Infos im PK-Ticker.

  • Am DIenstag informierten Gesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Chef Lothar Wieler über die aktuelle Corona-Lage.
  • Das RKI hat die Gefahrenlage in Deutschland von „sehr hoch“ auf „hoch“ heruntergestuft (siehe Update 1. Juni, 10.42 Uhr).
  • Wieler gab seine Einschätzung über das Ende endende Home-Office-Pflicht (siehe Update 1. Juni, 11.33 Uhr)
  • Spahn schob einer voreiligen Lockerung aller Bereiche einen Riegel vor (siehe Update 1. Juni, 11.03 Uhr).

Update vom 1. Juni, 11.41 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet.

Update vom 1. Juni, 11.33 Uhr: Wieler wird nach seiner Einschätzung zur Aufhebung der Homeoffice-Pflicht ab 1. Juli gefragt. Er stuft sie angesichts des sinkenden Infektionsgeschehens als nachvollziehbar ein und verweist auf die Wichtigkeit die einzelnen Öffnungsschritte untereinander abzustimmen.

Spahn zu Betrugsverdacht bei Corona-Schnelltests: „Betrug ist eine Sauerei“

Update vom 1. Juni, 11.23 Uhr: Spahn geht lange auf Betrugs-Verdachtsfälle bei Corona-Schnelltests ein. Es seien viele Teststationen in Deutschland entstanden und auch viele Corona-Tests durchgeführt worden. In der Bevölkerung bestehe ein großer Bedarf nach Tests. Wo falsch abgerechnet wurde, sei Betrug begangen worden. Nun müsse die Staatsanwaltschaft in derartigen Fällen ermitteln. „Betrug ist eine Sauerei“, betont der Gesundheitsminister.

Spahn schiebt Riegel vor Lockerung aller Bereiche: „Das Virus ist der Spielverderber, nicht ich“

Update vom 1. Juni, 11.03 Uhr: „Ich will kein Spielverderber sein“, betont Spahn. Das Virus sei der Spielverderber. Deshalb sei es im Moment noch nicht möglich, in allen Bereichen des öffentlichen Lebens zu lockern. Der Bundesgesundheitsminister verweist aber auch auf die Verbesserung der Lage: „Es geht doch vieles schon wieder“, so Spahn. Man müsse nur vergleichen, wo Deutschland vor sechs Wochen gestanden habe.

Update vom 1. Juni, 10.59 Uhr: Lothar Wieler geht auf die Frage ein, wie es trotz sinkender Fallzahlen zu einem leichten Anstieg der Sieben-Tages-Inzidenz kommen kann. Diese Frage sei bereits öfters aufgekommen. Es habe mit den Nachmeldungen über den Zeitraum von sieben Tagen zu tun, wodurch es zu einem leichten Anstieg der Inzidenz kommen könne. Spahn ergänzt, dass die Gradmesser in den vergangenen Wochen mit einer sehr starken Dynamik zurückgegangen seien. Ein leichter Anstieg bei einzelnen Faktoren sollte deshalb nicht überwertet werden. Zudem schwanke der R-Wert bei sinkenden Fallzahlen stärker, so der Hinweis von Lothar Wieler

Corona-Lage in Deutschland: RKI stuft Gefahrenlage herunter

Update vom 1. Juni, 10.42 Uhr: Nun ergreift RKI-Chef Lothar Wieler das Wort. Das RKI verzeichne einen positiven Trend, auch die Situation auf den Intensivstationen entspanne sich zunehmend. Doch die Pandemie sei noch nicht überstanden, so seine Warnung. „Das Virus wird nicht verschwinden“, betont Wieler und fügt hinzu: „Corona wird endemisch werden“.

Positiv sei die Entwicklung der sinkenden Inzidenz in ganz Deutschland, die bundesweit inzwischen auf 35 gesunken sei. Dadurch sei nun auch die Herabstufung der Risikolage von „sehr hoch“ auf „hoch“ möglich.

Wieler verweist auf die Wichtigkeit der Impfungen. Mehr als 80 Prozent müssten in Deutschland eine Immunität durch Impfung oder überstandener Infektion aufweisen, um einen ausreichenden Schutz für die Bevölkerung zu erreichen.

PK zu Corona-Lage in Deutschland: Spahn gibt Ausblick auf Sommer

Update vom 1. Juni, 10.30 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Chef Lothar Wieler haben vor den Pressevertretern Platz genommen. Die Pressekonferenz zum aktuellen Corona-Infektionsgeschehen in Deutschland beginnt. Angesichts des positiven Trends der Corona-Lage in Deutschland wird die Gefahrenlage von Stufe „sehr hoch“ auf „hoch“ heruntergestuft. „Es kann ein guter Sommer werden“, betont Spahn mit Blick auf den Fortschritt der Impfkampagne. „Die Lage wird besser, sie wird deutlich besser“, sagte Spahn, „aber wir sind noch mitten in dieser Pandemie“. Von 412 Landkreisen haben sich nun nur noch in vier mehr als 100 von 100.000 Menschen in den vergangenen sieben Tagen mit dem Corona-Virus angesteckt.

Spahn geht auf die nun durch die Arzneimittelbehörde EMA empfohlene Impfung von Kindern ab zwölf Jahren ein. Diese solle eine individuelle Entscheidung in Abstimmung von Eltern mit Ärzten sein.

RKI meldet erstmals wieder höhere Inzidenz - und sprunghaft ansteigende Todeszahlen

Erstmeldung vom 1. Juni 2021, 09.12 Uhr: Berlin - Die Corona-Zahlen sinken seit Wochen, immer mehr Bundesländer lockern die strengen Corona-Regeln des Winters. Während Deutschland auf einen vergleichsweise entspannten Sommer hofft, meldet das Robert Koch-Institut am Dienstag, 1. Juni 2021, zum ersten Mal seit Anfang Mai wieder eine steigende 7-Tage-Inzidenz. Doch damit nicht genug, verzeichnet das Institut auch einen sprunghaften Anstieg der gemeldeten Todeszahlen. Am Dienstag informieren Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Chef Lothar Wieler ab 10.30 Uhr bei einer Pressekonferenz.

Corona: RKI veröffentlicht aktuelle Zahlen - Erstmals seit drei Wochen leichter Anstieg der Inzidenz

Die täglich gemeldeten Corona-Zahlen schüren seit Wochen Hoffnung auf einen lockeren Sommer, Deutschland meldet seit Wochen sinkende Infektionszahlen. Doch nun meldet das RKI zum ersten Mal seit Anfang Mai wieder eine leicht steigende 7-Tage-Inzidenz. So liegt die 7-Tage-Inzidenz erstmals seit drei Wochen höher als am Vortag. Demnach wurden den Gesundheitsämtern in den vergangenen 24 Stunden 35,2 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche gemeldet. Einen Tag zuvor wurde der Wert noch mit 35,1 angegeben (Vorwoche: 58,4). Zuletzt gestiegen war die Inzidenz vom 9. auf den 10. Mai, seitdem war sie kontinuierlich gefallen.

Was der Inzidenz-Anstieg genau bedeutet, ist nur schwer einzuschätzen. Das RKI hatte nach dem Pfingstmontag (24.5.) darauf hingewiesen, dass der Feiertag zunächst zu weniger gemeldeten Erregernachweisen - und damit einer niedrigeren Inzidenz - geführt haben dürfte.

Corona in Deutschland: Todeszahlen steigen rapide an

Doch damit nicht genug, steigen auch die in Deutschland gemeldeten Todeszahlen an. Die Zahl der Personen, die an oder mit dem Virus verstorben sind, steigt am Dienstag, 1. Juni 2021, rapide im Vergleich zur Vorwoche an. Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 153 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 33 Tote gewesen. Am Montag, 31. Mai 2021, hatte das RKI bundesweit noch 36 verstorbene Corona-Patienten gemeldet, am Montag zuvor waren es 43 Todesopfer.

Doch ein positiver Trend hält auch am Dienstag an: die Bundesländer in Deutschland melden auch diesmal sinkende Infektionszahlen. Demnach wurden in den vergangenen 24 Stunden rund 1785 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1911 Ansteckungen gelegen.

Am Dienstagvormittag wollen dann Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Chef Lothar Wieler im Rahmen einer Pressekonferenz ab 10.30 Uhr über die aktuelle Lage in Deutschland informieren.

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld

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