News-Ticker zur Corona-Pandemie

Corona in Deutschland: Bundesland erhält 55.000 Impfdosen Astrazeneca aus Dänemark - „ein Tag der Freude“

Dänemark hat den Einsatz des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca ausgesetzt. Ein deutsches Bundesland erhält nun 55.000 Astrazeneca-Impfdosen. Der News-Ticker.

  • Schleswig-Holstein bekommt 55.000 Corona-Impfdosen des Herstellers Astrazeneca von Dänemark (Update vom 10. Mai, 14.35 Uhr).
  • Die Stiko kritisiert eine mögliche Aufhebung der Impfpriorisierung im Juni deutlich (Update vom 10. Mai, 12.28 Uhr).
  • Beim Impfstoff von Johnson & Johnson wird die Priorisierung in Arztpraxen und bei Betriebsärzten aufgehoben. (Update vom 10. Mai, 9.25 Uhr).
  • Dieser News-Ticker zur Corona-Lage in Deutschland* ist beendet. Fortan halten wir Sie in diesem Text auf dem Laufendem.

Update vom 10. Mai, 20.49 Uhr: Die Corona-Wirtschaftshilfen erreichen in Deutschland eine spektakuläre Zwischensumme. Peter Altmaier, Vertrauter von Bundeskanzlerin Angela Merkel, hat aber auch eine gute Nachricht*.

Update vom 10. Mai, 19.20 Uhr: Die Reproduktionszahl in Deutschland bleibt stabil - unter 1. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 0,88 (Vortag: 0,90). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 88 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Corona-Impfung in Deutschland: Schleswig-Holstein erhält 55.000 Dosen Astrazeneca aus Dänemark

Update vom 10. Mai, 14.35 Uhr: „Das ist ein Tag der großen Freude“, sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Montag am deutsch-dänischen Grenzübergang Ellund. Er nahm von Dänemark 55.000 Dosen des Corona-Impfstoffes von Astrazeneca entgegen, die das Königreich derzeit nicht in Anspruch nimmt. Im Nachbarland ist der Einsatz dieses Präparats zurzeit ausgesetzt. Bis spätestens 7. Juli werde Schleswig-Holstein den Astrazeneca-Impfstoff zurückerstatten, sagte Günther weiter.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident erklärte, er wolle sich mit Astrazeneca impfen lassen. Er habe sich bereits mit seinem Hausarzt in Verbindung gesetzt, um möglichst schnell einen Termin zu bekommen und würde sich freuen, wenn möglichst viele seinem Beispiel folgten. „Denn je mehr Fahrt die Impfkampagne aufnimmt, desto besser“, sagte Günther.

Der Ministerpräsident dankte dem dänischen Generalkonsul Kim Andersen für die Unterstützung. „Das zeigt, was für eine gute Nachbarschaft wir miteinander pflegen.“ Über die Ausleihe des Corona-Impfstoffs hatte der Bund einen Vertrag mit Dänemark abgeschlossen.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (r.) nahm vom Generalkonsul Kim Andersen (l.) Astrazeneca-Impfdosen aus Dänemark in Empfang.

Corona in Deutschland: Mehr als 35 Millionen Impfdosen verabreicht

Update vom 10. Mai, 12.28 Uhr: In Deutschland wurden mittlerweile mehr als 35 Millionen Corona-Impfdosen verabreicht. Das geht aus den neuen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Montag hervor. Demnach sind bislang etwas weniger als 27,3 Millionen bei Erstimpfungen und weitere gut 7,8 Millionen bei Zweitimpfungen verabreicht worden.

Am Montag teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit, dass die Impfpriorisierung für den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson in Arztpraxen und bei Betriebsärzten aufgehoben wird. Für Anfang Juni wurde bereits zuvor eine komplette Aufhebung der Impfpriorisierung in Aussicht gestellt. Das sorgt weiterhin für Kritik von der Ständigen Impfkommission (Stiko).

Corona-Impfung in Deutschland: Stiko kritisiert Aufhebung der Priorisierung

„Ich finde es bedauerlich, wenn die Frage der Impfkampagne und der Umsetzung zum Gegenstand von Wahlkampf verkommen“, erklärte der Stiko-Vorsitzende, Thomas Mertens, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Es sei „nicht gerecht und nicht sinnvoll“, wenn Menschen mit hohem Risiko für eine Covid-19-Erkrankung, die bereits länger gewartet haben, jetzt noch länger als nötig auf ihre Impfung warten müssten.

Laut den Daten der Stiko sind 80 Prozent der über 80-Jährigen einmal und 62 Prozent vollständig geimpft. Rund 3,5 Millionen der 70- bis 79-Jährigen (46 Prozent) und 7,3 Millionen der 60- bis 69-Jährigen (69 Prozent) seien bis Ende April nicht geimpft gewesen. Auch bei jüngeren Menschen mit Vorerkrankungen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19 haben, ist demnach nur etwa ein Viertel einmal geimpft.

Corona-Impfung in Deutschland: Priorisierung für Johnson & Johnson aufgehoben

Update vom 10. Mai, 9.25 Uhr: Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson soll in Deutschland in der Regel bei Menschen ab 60 eingesetzt werden. Nach ärztlicher Aufklärung können sich auch Jüngere dafür entscheiden, beschlossen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern weiter, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag erfuhr. Die Priorisierung für diesen Corona-Impfstoff wird in Arztpraxen und bei Betriebsärzten aufgehoben.

Corona in Deutschland: RKI meldet neue Fallzahlen

Update vom 10. Mai, 6.30 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 6922 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.15 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 9160 Neuansteckungen gelegen. An Montagen sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 119,1 (Vortag: 118,6; Vorwoche: 146,9).

Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 54 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 84 Tote gewesen. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagnachmittag bei 0,90 (Vortag: 0,91). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 90 weitere Menschen anstecken.

Polizei muss anrücken: Impfzentrum bringt sich selbst in die Bredouille - Unfreiwilliger Rekord aufgestellt

Update vom 9. Mai, 20.49 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) forderte am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“, dass sich Bund und Länder auf eine einheitliche Linie bei den Corona-Lockerungen einigen sollten. Er warnte vor einem deutschlandweiten Flickenteppich. Er plädierte außerdem auf eine schrittweise Öffnung, „sodass im Sommer auch Urlaub in Deutschland möglich ist“. „Wenn sich alle Mühe geben und vorsichtig sind bei den nächsten Öffnungen, werden wir erleben, dass Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen öffnen und die Menschen hier in Deutschland Urlaub machen können“, so der Minister.

Weil die Zahlen fast schon exponentiell sinken würden, rechne er damit, dass es schon in den kommenden Tagen und Wochen viele Öffnungen geben werde. Allen voran nannte Altmaier dabei die Gastronomie und die Hotellerie. Mehrere Bundesländer haben eine vorsichtige Öffnung für Touristen angekündigt. In Schleswig-Holstein ist das in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 bereits angelaufen, am 17. Mai ist das landesweit geplant. Niedersachsen öffnet an diesem Montag regional für die Bewohner des eigenen Landes. In Bayern sollen Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze in Kreisen unter der Inzidenz 100 ab 21. Mai öffnen dürfen.

Wegen Daten-Panne: Zahlreiche Menschen ins Hamburger Impfzentrum bestellt worden

Update vom 9. Mai, 14.39 Uhr: 10.050 Menschen erhielten am Samstag eine Corona-Impfung im Zentrum in den Hamburger Messehallen. Das ist ein neuer Rekord, wie Leiter Dr. Dirk Heinrich bei Twitter mitteilt. Geplant war er aber nicht.

Das Impfzentrum hat sich selbst einen ungewöhnlich arbeitsreichen Tag beschert - mit einer Panne. Wegen eines Systemfehlers wurden Personen zur Zweitimpfung eingeladen, die eigentlich erst drei Wochen später hätten kommen sollen. „Wir bitten ALLE Impflinge, die eine Erinnerungsmail bekommen haben, die den Zweitimpfungstermin mit Astrazeneca schon nach neun Wochen vorsieht, NICHT zu kommen, sondern den Termin, der im Impfzentrum in zwölf Wochen oder per Brief vergeben wurde, wahrzunehmen“, hatte Heinrich noch dringend appelliert.

Aber da war es schon zu spät. Die Impfwilligen kamen. Beinahe doppelt so viele Menschen wie geplant tummelten sich in den Messehallen. Und sorgten für chaotische Zustände rund um das Impfzentrum. Die Warteschlangen füllten sogar die Straßen, so dass die Polizei ausrücken musste, um die Menge zu ordnen.

„Unfreiwilliger Rekord gestern“, resümiert Dr. Dirk Heinrich am Tag darauf. Die Hamburger Impfwilligen wurden nicht einfach nach Hause geschickt, das Team legte sich ins Zeug und jetzt ist der Leiter natürlich stolz: „Danke für die Geduld beim Warten. Vielen Dank an das Team. Starke Teamleistung! Und das in der normalen Öffnungszeit!“ Jeden Tag dürften die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so ein Pensum wohl nicht durchstehen können.

Deutschlands Corona-Inzidenz macht riesigen Satz nach unten

Update vom 9. Mai, 8.18 Uhr: Erneut meldet das Robert-Koch-Institut gesunkene Zahlen. Innerhalb der letzten 24 Stunden verzeichneten die Gesundheitsämter 12.656 Neuinfektionen. In der Vorwoche waren es 16.290. Am Wochenende melden nicht alle Ämter in Deutschland. Deshalb bietet der Vergleich mit den Zahlen der Vorwoche den besten Vergleich.

Die bundeweite 7-Tage-Inzidenz hat hingegen einen deutlichen Schritt nach unten gemacht. Sie sinkt auf 118,6 (Vorwoche 146,5). Seit ungefähr zwei Wochen ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner stetig rückläufig. Und auch der R-Wert bleibt unter der wichtigen Marke von 1. Aktuell liegt er bei 0,91. Das bedeutet, dass eine Infizierte Person in Deutschland durchschnittlich weniger als eine Ansteckung verursacht. Die Ausbreitung des Coronavirus ist demnach rückläufig.

Corona in Deutschland: Spahn fordert langfristige Aufhebung aller Corona-Maßnahmen

Update vom 8. Mai, 21.57 Uhr: Nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn müssen die Corona-Maßnahmen langfristig aufgehoben werden, auch wenn eine bestimmte Anzahl von Menschen ungeimpft bleibt. Wenn alle ein Angebot zur Impfung bekommen hätten, sehe er „Zug um Zug die Maßnahmen immer weiter fallen und zurückgehen, bis wir wieder in einem Alltag sind, so wie er vorher war“. Das sagte der CDU-Politiker am Samstag in Berlin bei einer Online-Frage- und Diskussionsrunde mit Bürgern und Experten. Wenn jemand sage, für ihn gebe es dieses Virus nicht oder er sehe das anders mit den Risiken, „der kann ja nicht erwarten, dass wir alle dann Maske tragen, um ihn zu schützen“.

Spahn sprach von einer Übergangsphase. Bestimmte Dinge, wie etwa eine Maskenpflicht in engen Räumen oder der U-Bahn, könnten „durchaus noch für den nächsten Winter eine Maßnahme sein“, das würde er weder ausschließen noch jetzt schon ankündigen. „Aber die allermeisten Dinge, die wirklich nerven, die werden wir dann hinter uns lassen können und auch müssen.“ Wenn zehn oder 20 Prozent sagten, sie ließen sich nicht impfen, könne man 80 oder 90 Prozent, die das täten, nicht sagen, „jetzt müsst ihr aber weiterhin auf die aufpassen“.

Corona: Mehr als 1000 Camper demonstrieren und fordern Öffnung von Campingplätzen

Indes haben am Samstag mehr als 1000 Camper für die Öffnung von Campingplätzen demonstriert. Die Initiative „Campen mit Abstand“ fordert die sofortige Öffnung der Stell- und Campingplätze. Campen sei „eine der sichersten Reiseformen. Es zu verbieten sei „nicht fair - weder für Camper noch für Campingplatzbetreiber“.

Für die Öffnung von Campingplätzen demonstrierten mehr als 1000 Camper am Samstag.

Mit ihren Fahrzeugen fuhren die Camper im Konvoi über eine Rheinbrücke. So verbanden sie die beiden Landeshauptstädte Mainz in Rheinland-Pfalz und Wiesbaden in Hessen. An der genehmigten Protestaktion waren 1200 Fahrzeuge beteiligt. Laut Veranstalter reisten Camper aus ganz Deutschland an.

Corona: Merkel macht Hoffnung für Sommerurlaub - auch ohne Impfung

Update vom 8. Mai, 17.15 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich optimistisch gezeigt, dass Sommerurlaub in Europa auch für Ungeimpfte möglich sein wird. Wenn man sehe, welch niedrige Inzidenzen einige europäische Partnerländer wie Portugal jetzt schon hätten, „dann bin ich sehr hoffnungsfroh, dass wir auch insgesamt uns das leisten können, was auch im vergangenen Sommer möglich war“, sagte Merkel am Samstag nach dem EU-Gipfel in Porto, zu dem sie sich wegen der Corona-Pandemie von Berlin aus hatte zuschalten lassen. „Von wann an das der Fall ist, das kann ich noch nicht sagen, den Tag benennen.“

Zudem sagte Merkel: „In Deutschland scheinen wir auch die dritte Welle gebrochen zu haben.“ Dort, wo die Inzidenzwerte fallen würden, werde auch in Deutschland nun schrittweise mehr möglich sein. „Das wird hoffentlich für ganz Europa so sein“, sagte sie.

Auf Nachfrage betonte die Kanzlerin, die Möglichkeit eines Sommerurlaubs in Europa gelte „selbstverständlich“ auch für Ungeimpfte, wie im vergangenen Jahr. Damals sei „das Thema Impfen noch ein theoretisches“ gewesen, es habe auch keinen Zugang zu Tests in großem Umfang gegeben. Im vergangenen Sommer habe man sich mit Inzidenzen von 2, 3 und 4 viel Freiheit erlauben können. Deshalb sage sie immer wieder: „Runter mit den Inzidenzen, das bedeutet Freiheit für alle Menschen dann. Und dann haben wir noch die zwei Helfer Impfen und Testen dazu. Damit sollten wir besser dastehen.“

Corona in Deutschland: RKI-Chef Wieler schwört auf Impf-Ziel ein

Update vom 8. Mai, 15.45 Uhr: RKI-Präsident Robert Wieler hofft weiterhin auf ein hohes Tempo beim Impfen gegen das Coronavirus. Die Impfstoffmengen seien nicht mehr der begrenzende Faktor, sagte er am Samstag bei einer Diskussionsrunde mit Bürgern in Berlin. „Jetzt müssen wir halt dranbleiben. Also man darf jetzt nicht irgendwie wieder denken: ‚Oh, das Problem ist erledigt.‘ Sondern lassen Sie es uns noch ein paar Monate miteinander lösen.“ Dabei verwies er auf zuletzt erzielte Rekord bei den pro Tag verabreichten Impfdosen. An den beiden vergangenen Mittwochen waren RKI-Daten zufolge jeweils mehr als eine Million Dosen gespritzt worden. Am Freitag waren es mehr als 800.000.

Lothar H. Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), kommt mit Mund-Nasen-Schutz zu einer Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage.

Impfungen schützen einen selbst vor der Krankheit, sie schützen aber auch die anderen vor Ansteckung, wie Wieler sagte. „Und das ist dieser Solidaritätsgedanke. Um die Pandemie zu kontrollieren, müssten 80 Prozent der Deutschen vollständig geimpft sein. „Da müssen wir so schnell wie möglich hin.“

32,3 Prozent der Gesamtbevölkerung haben laut RKI bis zum 8. Mai mindestens eine Impfdosis erhalten. Rund 7,5 Millionen Menschen sind vollständig geimpft (Datenstand: 8. Mai, 9.40 Uhr).

Corona in Deutschland: NRW prescht mit „Lolli“-Tests vor

Update vom 8. Mai, 10.52 Uhr: „Die Lolli-Tests werden uns dabei helfen, Infektionen frühzeitiger als mit Selbsttests zu entdecken“: NRW führt als erstes Bundesland PCR-Pool-Testungen auf Corona ein. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) erklärte laut dem WDR weiter, man wolle so die Infektionsketten an den Grund- und Förderschulen unterbrechen.

Warum spricht sie von „Lolli-Tests“? Bei der sogenannten Lolli-Methode muss kein Stäbchen in die Nase oder tiefer in den Rachen geführt werden. Kinder lutschen stattdessen 30 Sekunden lang an einem Abstrichtupfer - dem „Lolli“. Die Tupfer werden danach in einem Labor ausgewertet. Es handelt sich um PCR-Tests*, die beim Erkennen von Corona-Infektionen als sehr genau gelten.

Ohne Zucker: eine Packung „Lolli-Tests“ auf das Coronavirus.

Corona-Inzidenz in Deutschland sinkt: Spahn macht Hoffnung auf Sommerurlaub - auch ohne Impfung

Unsere Erstmeldung vom 8. Mai: Berlin - „Innerhalb der EU wird das Reisen voraussichtlich nicht von der Impfung abhängig sein“: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht angesichts der aktuellen Entwicklung in der Corona-Pandemie gute Chancen für einen problemlosen Sommerurlaub in den EU-Staaten. „Auch mit den Testungen wird man sich europaweit gut bewegen können“, sagte Spahn der Rheinischen Post vom Samstag weiter.

Er selbst plane seinen Urlaub in Deutschland. „In dieser hoffentlich letzten Phase der Pandemie würde ich keine großen Fernreisen planen, Nordsee statt Südsee quasi“, sagte der Minister.

Spahn zu Corona-Lockerungen: „Wer zu schnell öffnet, verstolpert den Erfolg“

Mit Blick auf Öffnungen mahnte Spahn ein umsichtiges Vorgehen an. „Wer zu schnell öffnet, verstolpert den bisherigen Erfolg.“ Deswegen solle beim Öffnen zunächst draußen angefangen werden: Außengastronomie, Veranstaltungen unter freiem Himmel, Zoos oder auch Sportveranstaltungen mit reduzierter Besucherzahl - „und natürlich immer mit Abstand und Hygiene“, sagte Spahn.

In Deutschland sind innerhalb eines Tages 15.685 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden zudem 238 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem neuartigen Erreger gemeldet.

Corona in Deutschland: 7-Tage-Inzidenz sinkt weiter

Die Zahl der Neuinfektionen war um 2800 Fälle niedriger als am Vortag. Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz sank weiter auf nunmehr 121,5, nachdem am Vortag ein Wert von 125,7 und am vergangenen Samstag ein Wert von 148,6 gemeldet worden war. Die 7-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen. Sie gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an.

Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie liegt nach Angaben des RKI mittlerweile bei 3.507.673. Die Zahl der insgesamt registrierten Todesfälle stieg auf 84.648. Die Zahl der von einer Covid-19-Erkrankung Genesenen bezifferte das RKI auf mehr als 3,14 Millionen. (AFP/dpa/frs) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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