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„Damit die Inzidenz nach Ostern nicht wieder steigt“ – Weltärzte-Chef rät zum Maskentragen

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Von: Patrick Huljina

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Die Corona-Inzidenz in Deutschland ist am Donnerstag erneut gesunken. Doch die Zahl der Todesfälle ist weiter hoch. Weltärzte-Chef appelliert vor Ostern an die Vernunft. Der News-Ticker.

Update vom 14. April, 6.40 Uhr: Vor Ostern geht es mit dem Abwärtstrend weiter: Die bundesweite Inzidenz liegt jetzt bei 1015,7 (1044,7). Binnen eines Tages sind 165.368 Corona-Neuinfektionen verzeichnet worden. Das geht aus den Daten des Covid-Dashboards des Robert-Koch-Instituts am Donnerstagfrüh hervor. Die Dunkelziffer dürfte allerdings nach Ansicht von Experten um einiges höher sein. Viele Corona-Fälle werden derzeit gar nicht mehr erfasst. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge in den vergangenen 24 Stunden 310 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 328 Todesfälle.

Auf den Intensivstationen müssen derzeit 1.814 Covid-Patienten behandelt werden. Davon werden 731 künstlich beatmet. Das geht aus den Daten des DIVI-Intensivregisters hervor (Stand: 6.05 Uhr). Seit Anfang April sinkt nach langer Zeit erstmals die Zahl der Intensivpatienten auf unter 2.000.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Mittwoch mit 6,49 an (Dienstag: 6,36). Auch hierbei gibt es Tage mit lückenhaften Meldungen. In dem Wert erfasst sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Montgomery empfiehlt Maskentragen und Abstandhalten auch zu Ostern

Update vom 14. April, 6.20 Uhr: Weltärzte-Chef Frank Ulrich Montgomery, empfiehlt auch zu Ostern ein Festhalten an Corona-Hygiene-Regeln. „Ostern ist das Fest der Familie – und das soll es auch bleiben“, sagte Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). „Und trotzdem helfen ein paar Vorsichtsmaßnahmen, damit die nur langsam sinkenden Inzidenzen nach Ostern nicht wieder steigen: Maske tragen, Abstand halten – das geht auch zu Ostern.“

Zusammentreffen vieler Menschen mit eingeschränkten Schutzmaßnahmen bedeuteten natürlich ein Risiko, sagte Montgomery den Zeitungen. „Aber wenn man das kennt und damit verantwortungsvoll umgeht, dann muss es nicht zu einem Ansteigen der Inzidenzen kommen.“ Wenn sich alle „vernünftig verhalten, legen wir den Grundstein für einen herrlichen Sommer“, betonte er.

Bayern verkürzt Corona-Isolation auf nur noch fünf Tage

Update vom 14. April, 6.15 Uhr: Corona-Infizierte müssen in Bayern bereits von diesem Mittwoch an nur noch fünf Tage in Isolation - diese fünf Tage sind aber verpflichtend, nicht freiwillig. Ein abschließendes Freitesten ist für die meisten Bürgerinnen und Bürger nicht notwendig, wie der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag mitteilte. Voraussetzung ist allerdings eine Symptomfreiheit von mindestens 48 Stunden. Ausnahmen gibt es für Personal in Kliniken oder Pflegeheimen. Die Quarantäne für enge Kontaktpersonen entfällt vollständig.

Update vom 13. April, 22.01 Uhr: „Wir können es uns nicht leisten, das Virus aus den Augen zu verlieren“, betont WHO-Notfalldirektor Mike Ryan, mit Blick auf die abnehmende Testbereitschaft auf das Coronavirus in den Ländern. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt sich deswegen besorgt und fordert weiterhin eine genaue Verfolgung der Entwicklungen in den Ländern. Von einem geringeren Risiko einer Ansteckung ausschließlich wegen weniger gemeldeten Infektionen auszugehen, bezeichnet Mike Ryan als „sehr kurzsichtig“.

Ein möglicher Grund für die scharfen Worte der WHO: die neu als „besorgniserregenden“ eingestuften Subtypen der Omikron-Variante BA.4 und BA.5. Beide seien laut WHO bisher in Südafrika und einigen europäischen Ländern aufgetreten und würden zudem teils andere Charakteristika als bisherige Omikron-Varianten aufweisen. Spezialisten untersuchen derzeit die beiden neuen Sub-Varianten, um sie besser einschätzen zu können.

WHO entscheidet: Corona-Pandemie bleibt weiterhin internationaler Gesundheitsnotstand

Update vom 13. April, 16.45 Uhr: Die Corona-Pandemie bleibt ein internationaler Gesundheitsnotstand. Das entschied die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch in Genf. Sie schloss sich der Empfehlung unabhängiger Experten an, die sich dagegen ausgesprochen hatten, die Ende Januar 2020 erklärte „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ aufzuheben.

Der Expertenrat betrachtet die Infektionslage nach der Erklärung eines Notstands alle drei Monate und berät die WHO. Die Ausrufung einer Notlage ist die höchste Alarmstufe, die die WHO verhängen kann. Sie soll den Fokus der Weltgemeinschaft auf ein gefährliches Problem lenken und Regierungen anspornen, Maßnahmen zu ergreifen. Länder sind damit auch verpflichtet, Fallzahlen zu melden.

Corona: Hamburg muss wohl Zehntausende Biontech-Impfdosen entsorgen

Update vom 13. April, 12.16 Uhr: In Hamburg müssen wahrscheinlich Zehntausende Impfstoff-Dosen weggeworfen werden. Das berichtet der NDR. Aktuell seien laut der Sozialbehörde rund 100.000 Dosen des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer auf Lager. Davon müssen laut dem Bericht etwa 60.000 Dosen in den kommenden Wochen entsorgt werden, weil das Haltbarkeitsdatum abläuft. Die restlichen rund 40.000 Dosen sollen demnach noch bis Ende Juni haltbar sein.

Die Nachfrage nach Corona-Impfungen ist deutlich zurückgegangen. In Hamburg lassen sich laut NDR täglich nur noch 300 bis 800 Menschen pro Tag impfen. In ganz Deutschland wurden am gestrigen Dienstag (12. April) laut RKI-Daten 31.000 Corona-Impfungen verabreicht.

Ein medizinischer Mitarbeiter hält eine Ampulle des Impfstoffes von Biontech in der Hand.
Hamburg muss einem Bericht zufolge Zehntausende Biontech-Impfdosen entsorgen. (Symbolbild) © Bodo Schackow/dpa

Corona in Deutschland: Inzidenz sinkt leicht

Update vom 13. April, 7.56 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist wieder gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 1044,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1087,2 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1322,2 (Vormonat: 1526,8).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 176.303 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 214.985 registrierte Ansteckungen.

Corona in Deutschland: Vergleich von Tageswerten wird immer schwieriger

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg, Niedersachsen und Brandenburg nicht oder nicht vollständig. Das führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig.

Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 361 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 340 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 23.017.079 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 6,36 an (Montag: 6,27). Auch hierbei gibt es Tage mit lückenhaften Meldungen. In dem Wert erfasst sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwoch mit 19.179.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 132.378.

Corona in Deutschland: Kurz vor Ostern – Hotspot hebt 3G in fast allen Bereichen auf

Erstmeldung vom 12. April, 14.18 Uhr: München - Nach einem deutlichen Rückgang der Corona-Zahlen in den vergangenen Tagen ist die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag (12. April) wieder leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert mit 1087,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1080,0 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz allerdings noch bei 1394,0 (Vormonat: 1496,0).

Corona in Deutschland: RKI meldet leicht steigende Inzidenz

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI innerhalb eines Tages 162.790 Corona-Neuinfektionen und 289 Todesfälle. Vor einer Woche waren es noch 180.397 Ansteckungen und 316 Todesfälle. Die Hospitalisierungs-Inzidenz gab das RKI am Dienstag mit 6,36 an (Montag: 6,27).

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg, Niedersachsen und Brandenburg nicht oder nicht vollständig. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig. Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

Corona-Hotspot hebt 3G in fast allen Bereichen auf – noch vor Ostern

Im Corona-Hotspot Mecklenburg-Vorpommern wird die 3G-Regel von diesem Donnerstag (14. April) an weitgehend aufgehoben. Neben der Gastronomie betreffe dies zum Beispiel Kultur- und Freizeiteinrichtungen, körpernahe Dienstleistungen, Messen und Veranstaltungen, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Schwerin. Dort gelten ihr zufolge dann nur noch Masken- und Abstandspflicht. Touristen, die nicht geimpft oder genesen sind, müssten aber weiterhin bei der Anreise im Hotel einen negativen Corona-Test vorlegen. In Clubs und Diskotheken gelte weiter 2G-Plus.

Strandkörbe stehen vor der Seebrücke auf der Insel Rügen am Ostseestand.
Mecklenburg-Vorpommern hebt pünktlich zum Oster-Urlaub die 3G-Regeln in fast allen Bereichen auf. (Archivbild) © Stefan Sauer/dpa

Der Landtag hatte das Bundesland am 24. März flächendeckend zum Corona-Hotspot erklärt .Dies ermöglichte es der Landesregierung, die bis dahin geltenden Corona-Maßnahmen aufrechtzuerhalten. Die Hotspot-Regelung gilt zunächst bis zum 27. April.

Der Wegfall der 3G-Regel – geimpft, getestet, genesen – war für Gaststätten in Mecklenburg-Vorpommern bereits am vergangenen Dienstag zum Gründonnerstag, also pünktlich vor Ostern, beschlossen worden. Da die Zahl der Corona-Infektionen und auch die Patientenzahlen in den Krankenhäusern sowie auf den Intensivstationen weiter gesunken seien, könne man diese Lockerung nun auf weitere Bereiche ausdehnen, erklärte Schwesig. Die Pflicht zum Corona-Test bei der Touristen-Anreise hält sie nicht für eine große Beeinträchtigung des Ostergeschäfts. Die Branche erwarte 300.000 Gäste in Mecklenburg-Vorpommern, das entspreche einer Auslastung von 75 Prozent. Innerhalb der EU gelten für Urlauber diverse Corona-Regeln. (ph mit dpa)

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