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Corona-Sommerwelle ist „Realität geworden“ – Lauterbach nennt die „besten Gegenmittel“

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Von: Raffaela Maas

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Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hält eine Rede vor blauem Hintergrund.
Laut Gesundheitsminister Lauterbach ist die Corona-Sommerwelle bereits Realität geworden. © IMAGO/Emmanuele Contini/ NurPhoto

Trotz sommerlicher Temperaturen steigen die Corona-Zahlen wieder an. Laut Gesundheitsminister Lauterbach ist die Sommerwelle „Realität“ geworden.

Berlin - In Angesicht der derzeit steigenden Corona-Infektionszahlen zeigte sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) besorgt. „Die angekündigte Sommerwelle ist leider Realität geworden. Das bedeutet auch für die nächsten Wochen wenig Entspannung“, sagte Lauterbach der Rheinischen Post.

„Weil die aktuelle Virusvariante sehr leicht übertragbar ist und weil fast alle Vorsichtsmaßnahmen ausgelaufen sind, verpufft in diesem Jahr der Sommereffekt in der Pandemie“, erklärte Lauterbach. „Älteren und Vorerkrankten empfehle ich daher dringend, sich nochmal impfen zu lassen. Das verhindert nicht unbedingt eine Infektion, aber es verhindert schwere Krankheitsverläufe“, sagte der Minister.

Lauterbach besorgt wegen steigender Corona-Zahlen: Vierte Impfung als Lösungsweg

„Eine Sommerwelle war zu erwarten“, schrieb Lauterbach auch am Dienstag (14. Juni) auf Twitter. Er wies dabei die Bevölkerung darauf hin, dass das freiwillige Tragen von Masken in Innenräumen und eine vierte Impfung „die besten Gegenmittel“ seien. Die vierte Impfung schütze vor schweren Krankheitsverläufen und könne für ein paar Monate das Ansteckungsrisiko senken. „Das hilft jetzt sehr vielen“, beendete er seinen Appell. In Deutschland erhielten laut Bundesgesundheitsministerium bisher 5,2 Millionen Menschen eine zweite Auffrischungsimpfung. Das sind 6,3 Prozent der Bevölkerung.

Corona in Deutschland: RKI registriert 92.344 neue Fälle

Das Robert Koch-Institut (RKI) bezifferte am Mittwochmorgen (15. Juni) die Zahl der neuen Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden auf 92.344. Damit lag die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei 472,4. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche hingegen noch bei 447,3 gelegen.

Nach einem zeitweisen Rückgang im Mai gehen die Infektionszahlen damit wieder rasant nach oben. Die Zahl der neuen Todesfälle wurde mit 112 angegeben (Vortag: 145). Einen Anstieg gab es auch wieder bei der Zahl der Behandlungen von Corona-Infizierten in Krankenhäusern sowie auf Intensivstationen, wenn auch noch auf deutlich niedrigerem Niveau als in den ersten Monaten des Jahres.

Zuletzt warnte Gesundheitsminister Karl Lauterbach vor einer „sehr gefährlichen Kombination“ bestehend aus dem Coronavirus und dem Influenzavirus, die im Herbst auf Deutschland zukommen könnte. Er pochte auf Maßnahmen. (rrm/afp)

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