Bundesland plant Tourismus-Neustart

Erstmals seit sieben Monaten: Bundesweiter Corona-Wert unter „magischer“ Marke

Die Corona-Fallzahlen in Deutschland sinken weiter. Die bundesweite Inzidenz liegt wieder unter 50. Ein Bundesland will schon ab Freitag Hotels und Pensionen öffnen.

  • In Mecklenburg-Vorpommern sollen Hotels und Pension ab dem 28. Mai öffnen (siehe Update vom 25. Mai, 14.25 Uhr).
  • Am Mittwoch liegt die bundesweite 7-Tage-Inzidenz erstmals seit Oktober 2020 wieder unter 50 (siehe Update vom 26. Mai, 7.30 Uhr).
  • Dieser News-Ticker zur Corona-Lage in Deutschland ist beendet. Die Fortsetzung finden Sie hier.

Update vom 26. Mai, 7.30 Uhr: Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland sinkt am Mittwoch zum ersten Mal seit über sieben Monaten wieder unter den entscheidenden Grenzwert von 50. Das Robert-Koch-Institut meldete am Mittwochmorgen eine 7-Tage-Inzidenz von 46,8 für das gesamte Bundesgebiet. Zuletzt war die Inzidenz, die angibt wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gemeldet werden, am 20. Oktober 2020 unter 50 gelegen.

Beeinflusst wird der aktueller Inzidenzwert dabei aber auch vom zurückliegenden verlängerten Pfingstwochenende, an dem aufgrund der Feiertage weniger Tests durchgeführt und weniger Neuinfektionen gemeldet wurden.

Corona in Deutschland: Mecklenburg-Vorpommern will zum Wochenende Hotels öffnen

Update vom 25. Mai, 14.25 Uhr: Ursprünglich sollte der Neustart im Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern erst Mitte Juni erfolgen. Nun sollen Hotels und Pensionen doch schon zum Wochenende wieder öffnen dürfen. „Gesundheits- und Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) und ich schlagen gemeinsam vor, dass wir den ersten Schritt, also die Beherbergung von Gästen aus MV, bereits zum 28. Mai umsetzen“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) der Ostsee-Zeitung. Öffnungsschritte vorzuziehen ermögliche der rasche Rückgang der Corona-Infektionen.

Wie bereits im Vorjahr sollen dann eine Woche später auch Gäste aus anderen Bundesländern wieder Urlaub im Nordosten machen dürfen. Eine Belegungsquote sei nicht geplant. Mecklenburg-Vorpommern hat laut Robert-Koch-Insitut eine Sieben-Tage-Inzindenz von 37,6 und schneidet damit bundesweit ähnlich gut ab wie Hamburg (33,9) und Schleswig-Holstein (29,9).

Coronavirus: Impftempo hat über Pfingsten nachgelassen

Update vom 25. Mai 2021, 11.25 Uhr: Der positive Trend in Deutschland hinsichtlich der Corona-Fallzahlen setzt sich fort. Über das Pfingstwochenende hat jedoch das Impftempo nachgelassen, wie aus den Daten des RKI-Impfdashboards am Dienstag hervorgeht. So wurden am Samstag 451.746 Menschen geimpft. Am Sonntag erhielten 257.958 Menschen und am Montag 287.574 Menschen eine Impfung. Die bisher meisten Impfungen wurden am 12. Mai durchgeführt. An diesem Tag wurden 1.400.474 Dosen verimpft.

Seit Beginn der Impfkampagne in Deutschland haben 14,3 Prozent der Gesamtbevölkerung den vollständigen Impfschutz erhalten. 40,4 Prozent wurden mindestens einmal geimpft.

Corona in Deutschland: Wann können Kinder gegen das Virus geimpft werden?

Indes ist weiterhin unklar, ob Kinder ebenfalls bald geimpft werden können. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuletzt Schülerinnen und Schülern in Aussicht gestellt, bis Ende August ein Impfangebot zu erhalten. Die Europäische Gesundheitsbehörde EMA prüft, ob sie den Impfstoff von Biontech für ältere Jugendliche empfiehlt. Die Ständige Impfkommission (Stiko) behält sich vor einer Empfehlung noch eine Prüfung vor.

Die Rückkehr zum Präsenzunterricht ist nach Ansicht der Stiko kein entscheidender Grund für die Corona-Impfung von Kindern. So müsse zunächst „genau geklärt werden, wie dringend die Kinder die Impfung brauchen zu ihrem eigenen Gesundheitsschutz“, sagte Stiko-Vorsitzender Thomas Mertens gegenüber dem Deutschlandfunk. Das oberste Ziel müsse der Schutz und das Wohlergehen der Kinder sein, so Mertens. Auch Privatleben oder Urlaub mit den Eltern seien sekundäre Argumente, „die für sich alleine genommen keine ausreichende Begründung liefern, um jetzt alle Kinder zu impfen“.

Mertens rechnet innerhalb der nächsten 10 bis 14 Tage mit einem Ergebnis der Beratungen. „Es kann sein, dass die Stiko den Vorstellungen der Politik nicht in allen Punkten nachkommen kann, da die Ergebnisse das unter Umständen nicht hergeben“, so Mertens. In den USA werden Kinder ab zwölf Jahren bereits geimpft.

Update vom 25. Mai 2021, 8.15 Uhr: Nun hat auch der letzte Kreis in Deutschland eine 7-Tages-Inzidenz unter 200 erreicht. Während die bayerische Stadt Memmingen am Pfingstmontag noch einen Wert von 238,1. hatte, weist das RKI-Dashboard am Dienstagmorgen die dortige Inzidenz mit 195,0 aus.

Corona in Deutschland: Zahlen weiter im Sinkflug - doch RKI weist auf Verzerrung hin

Update vom 25. Mai 2021, 6.35 Uhr: Der Zahlen-Sinkflug in Deutschland hält an. Das Robert-Koch-Institut mahnt auf seinem Dashboard allerdings auch, dass die Corona-Werte über das lange Pfingstwochenende wegen geringerer Test- und Meldeaktivität mit Vorsicht zu genießen seien.

Schon am Pfingstmontag waren alle Bundesländer unter die Inzidenz-Marke von 100 gefallen. Die deutschlandweite Inzidenz nähert sich nun sogar der 50. Aktuell liegt sie bei 58,4 (Daten: RKI-Dashboard, letzte Aktualisierung 25. Mai, 3.12 Uhr).

Bundesland7-Tage-Inzidenz
Thüringen87,4
Saarland75,3
Baden-Württemberg74,5
Sachsen70,0
Hessen68,7
Nordrhein-Westfalen62,1
Bayern56,6
Rheinland-Pfalz53,4
Bremen50,4
Sachsen-Anhalt50,3
Berlin46,5
Niedersachsen42,8
Mecklenburg-Vorpommern37,5
Hamburg33,9
Schleswig-Holstein29,9
Quelle: RKI Dashboard, Stand: 25. Mai 2021

In Thüringen ist das Coronavirus nach wie vor am aktivsten. Hier liegt der Inzidenzwert fast bei 90. Am geringsten ist die 7-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein, 29,9.

Corona: Angela Merkel warnt vor nächster Pandemie - „Wird nicht die letzte sein“

Update vom 24. Mai 2021, 15.58 Uhr: „Diese Pandemie ist noch nicht bewältigt; und sie wird auch nicht die letzte sein. Nach der Pandemie ist vor der Pandemie. Auf die nächste sollten wir möglichst gut vorbereitet sein.“ Mit diesen Worten warnt Kanzlerin Angela Merkel in einer Videobotschaft zum Auftakt der Jahrestagung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor neuen Pandemien.

Da es auch künftig immer wieder zum Ausbruch neuartiger Krankheiten kommen werde, müsse die Welt in die Lage versetzt werden, auf pandemische Bedrohungen „möglichst rasch reagieren zu können“, sagte die 66-Jährige. Sie griff dabei Vorschläge von WHO-Arbeitsgruppen zur Corona-Krise auf und unterstützte unter anderem die Einrichtung eines Globalen Gesundheitsrates, der die Einhaltung der Gesundheitsvorschriften in den Mitgliedstaaten überprüfen könnte.

Diese Pandemie ist noch nicht bewältigt; und sie wird auch nicht die letzte sein.

Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Videobotschaft zum Auftakt der WHO-Jahrestagung

Der Kampf gegen die Pandemie und Maßnahmen zur Verhinderung ähnlicher Gesundheitskrisen in der Zukunft stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Tagung der WHO-Mitglieder, die bis zum 1. Juni geht.

Corona in Deutschland: Neue Impfstoff-Studie macht Hoffnung im Kampf gegen indische Variante

Update vom 24. Mai 2021, 11.00 Uhr: Wie gut wirken die Corona-Impfstoffe bei einer Ansteckung mit der indischen Variante? Mit dieser Frage hat sich die britische Regierungsbehörde Public Health England (PHE) beschäftigt. Aus einer neuen Studie geht nun hervor, dass die Vakzine von Biontech/Pfizer* und Astrazeneca* im gewissen Umfang auch gegen eine Erkrankung mit der Virus-Variante B.1.617.2 schützen.

Die beiden Präparate wirken nach zweifacher Impfung beinahe so effektiv gegen eine von ihr ausgelöste Corona-Erkrankung wie gegen eine durch die britische Variante B.1.1.7 hervorgerufene.

Der Impfstoff von Biontech/Pfizer schützt demnach zwei Wochen nach der zweiten Dosis mit 88-prozentiger Effektivität gegen eine Erkrankung durch B.1.617.2., verglichen mit 93 Prozent bei der britischen Variante.

Bei Astrazeneca liegt die Wirksamkeit gegen eine Erkrankung durch B.1.617.2 bei 60 Prozent, verglichen mit 66 Prozent bei B.1.1.7. Beide Impfstoffe wiesen den Angaben zufolge drei Wochen nach der Erstimpfung eine 33-prozentige Effektivität bei B.1.617.2 auf, während sie bei der britischen Variante zu dem Zeitpunkt jeweils bei rund 50 Prozent lag.

Corona in Deutschland: Fallzahlen sinken weiter - Inzidenz in allen Ländern unter 100

Meldung vom 24. Mai 2021, 10.30 Uhr:

München - Die Corona-Fallzahlen und die Inzidenz in Deutschland sinken weiter. 2682 Neuinfektionen haben die Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut (RKI)* binnen eines Tages gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 5412 Ansteckungen gelegen. Am Pfingstsonntag waren es sogar 6714 neue Fälle.

Die 7-Tage-Inzidenz* gab das RKI am Montagmorgen mit bundesweit 62,5 an (Vortag: 64,5; Vorwoche: 83,1). Aber: An Sonn- und Feiertagen sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil dann weniger getestet wird.

Da in Thüringen die Inzidenz laut RKI inzwischen bei 97 liegt, sind nun alle Bundesländer unter der 100er-Marke. Spitzenreiter in Deutschland ist Schleswig-Holstein mit einer 7-Tage-Inzidenz von 30. Dahinter folgen Hamburg (35) und Mecklenburg-Vorpommern (40). *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Hendrik Schmidt/dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare