Pandemie-News im Ticker

Corona in Deutschland: Impftermin von Kanzlerin Merkel angeblich abgesagt - es ging um AstraZeneca

Pläne von Angela Merkel für die Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes stoßen in der Coronavirus-Pandemie in Deutschland auf Widerstand. Ein Impftermin der Kanzlerin wurde offenbar abgesagt. Alle News im Ticker.

  • Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Der für den 12. April angesetzte Corona-Gipfel ist abgesagt.
  • Ein Impftermin von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wurde offenbar abgesagt. (siehe Update vom 11. April, 20.15 Uhr)
  • Regierungspläne zur Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes stoßen auf heftige Kritik. (siehe Update vom 11. April, 11.59 Uhr)
  • Dieser News-Ticker zur Corona-Pandemie in Deutschland ist beendet. Die Fortsetzung ab dem 12. April finden Sie hier.

Update vom 11. April, 22.35 Uhr: Deutschland hat die Drei-Millionen-Marke überschritten. Laut Dashboard der Johns Hopkins Universität zur Coronavirus-Krise, waren am späten Sonntagabend seit Beginn der Pandemie 3.012.158 Corona-Fälle in der Bundesrepublik insgesamt registriert worden.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Impf-Termin von Kanzlerin Angela Merkel angeblich verschoben

Update vom 11. April, 20.15 Uhr: Ein für diesen Sonntag geplanter Impftermin von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wurde offenbar abgesagt. Das berichtet die Bild (hinter einer Bezahlschranke).

Demnach war für die 66-jährige Regierungschefin eigentlich im Impfzentrum Tempelhofer Feld eine Impfung mit dem Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers AstraZeneca vorgesehen. Der Termin sei aber kurzfristig über die Terminbuchungs-Plattform Doctolib abgesagt worden, heißt es in dem Bericht.

Merkel traf sich dagegen an diesem Sonntagnachmittag im Regierungsviertel, um mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Bayerns Landeschef Markus Söder (CSU) über die Kanzlerkandidatur der Union zu beraten.

Krisenmanagerin in der Corona-Krise: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Armin Laschet fordert erneut einen Brücken-Lockdown

Update vom 11. April, 19.30 Uhr: Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet hat seine Forderung nach einem Brücken-Lockdown bekräftigt - trotz viel Kritik an diesem Vorschlag.

In der Sendung „Bericht aus Berlin“ in der ARD machte sich der Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens für bundeseinheitliche Corona-Regelungen stark. „Ich wünsche mir nur, dass es jetzt schnell geht, denn die (Infektions-)Zahlen sind absehbar und die hängen nicht von Beratungsverfahren zwischen Bundestag und Bundesrat ab“, sagte Laschet.

Er sei sich mit seinem Konkurrenten um die Kanzlerkandidatur, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) einig, dass es noch einmal einen vorübergehenden sogenannten Brücken-Lockdown geben müsse. Für diesen Lockdown bräuchte es aber aller Voraussicht nach die von Merkel anvisierte Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes, damit der Bund über den Kopf der Bundesländer hinweg Maßnahmen beschließen kann.

„Die CDU-Minister in der Bundesregierung werden jedenfalls zustimmen. Wir tun alles, eine möglichst breite Mehrheit zu haben“, erklärte Laschet in der Sendung weiter.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Hotellerie und Gastronomie fordern Öffnungen im Mai

Update vom 11. April, 18.30 Uhr: Lockdown ohne Ende? Gastronomie und Hotellerie fordern in der Coronavirus-Pandemie Öffnungen für ihre Branche im Mai*. Dafür setzt sich der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Dehoga ein.

„Unsere Schutz- und Hygienekonzepte funktionieren. Wir erwarten, dass wir im Mai sowohl Hotels und Ferienwohnungen als auch Restaurants wieder öffnen dürfen. In jeglicher Form, innen und außen. Das ist viel sicherer, als wenn sich die Leute dicht gedrängt privat zu Hause oder im Stadtpark in Gruppen treffen“, erklärte Dehoga-Chef Guido Zöllick im Interview mit Merkur.de*: „Du kannst die Menschen nicht dauerhaft einsperren. Unsere Branche ist nicht das Problem, sondern die Lösung.“

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Großer Widerstand gegen Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes

Update vom 11. April, 15.38 Uhr: Für eine Vereinheitlichung der Corona-Regeln auf Bundesebene plant die Bundesregierung eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes. Damit stoßen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr Kabinett auf immer größeren Widerstand. Nun äußerte auch der Präsident des Deutschen Landkreistages seine Bedenken. Aus Sicht von Reinhard Sager ist der vorliegende Gesetzentwurf ein „in Gesetz gegossenes Misstrauensvotum gegenüber Ländern und Kommunen“, wie er in einem am Montag erscheinenden Interview mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte.

Der Landkreistagschef bezweifelt, ob man mittels der geplanten Regelungen die dritte Infektionswelle brechen kann. „Wir halten es jedenfalls generell für fraglich, passgenaue Lösungen für höchst unterschiedliche Situationen vor Ort unmittelbar in einem Bundesgesetz vorzuschreiben“, ordnete Sager ein.

Teil des Entwurfs für ein verschärftes Infektionsschutzgesetz ist eine bundesweit einheitliche nächtliche Ausgangssperre. Diese würde von 21.00 bis 05.00 Uhr überall dort gelten, wo die Sieben-Tage-Inzidenz bei 100 oder höher liegt. Zudem ist in diesem Fall die Schließung von Schulen, Kitas, Läden, Gastronomie, Hochschulen, Sportstätten und Kultureinrichtungen geplant. Die Bundesregierung will das Gesetz in der kommenden Woche per Kabinettsbeschluss auf den Weg bringen.

Corona: Merkel-Pläne für Infektionsschutzgesetz sorgen für Wirbel: „Man sieht mich selten fassungslos...“

Update vom 11. April, 11.59 Uhr: Die Pläne von Kanzlerin Angela Merkel, das Infektionsschutzgesetz zu verschärfen, sorgen bei dem ehemaligen Vorsitzenden des Deutschen Richterbunds für Kopfschütteln. „Man sieht mich selten fassungslos. Aber nun ist es so weit. Der Bund schießt deutlich über alle Verhältnismäßigkeitsgrenzen hinaus“, äußerte sich Jens Gnisa auf Facebook. Der Jurist befürchtet einen „nicht mehr einzufangenden Dauerlockdown.“

Der Direktor des Amtsgerichts Bielefeld sieht in einer möglichen Gesetzesverschärfung eine „Nichtachtung der Justiz“. Konkret kritisierte Gnisa die Absicht, ab einer Zahl von 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche nächtliche Ausgangssperren zu verhängen. Die Wirksamkeit entsprechender Maßnahmen hätten einige Gerichte bereits bezweifelt. „Eltern ab einer Inzidenz von 100 zu verbieten, ihre Kinder zu treffen, entspricht für mich auch nicht dem Bild des Grundgesetzes“, meinte Gnisa weiter.

Corona: CDU-Fraktionschef Ralph Brinkhaus ist gegen Privilegien für Geimpfte

Update vom 11. April, 10.31 Uhr: In Rheinland-Pfalz wurden bereits Fakten geschaffen. Das Bundesland gewährt künftig vollständig geimpften Menschen Privilegien (siehe Update vom 10. April, 11.05 Uhr). Aus der CDU-Bundestagsfraktion kommen nun mahnende Worte. „Wir werden in eine Situation hineinkommen, in der Geimpfte sich wieder freier bewegen können als andere. Aber dafür ist die Ansteckungsrate im Augenblick insgesamt noch zu hoch“, warnte der Fraktionsvorsitzende Ralph Brinkhaus gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Es geht immer auch um die Gesundheit anderer.“

Auch den Weg des Saarlands kritisierte Brinkhaus deutlich. Dort führte dessen CDU-Parteikollege und Ministerpräsident Tobias Hans ein testbasiertes Öffnungsmodell ein. „Tests sind immer nur eine Krücke. Was das Saarland macht, ist ein Experiment“, befand Brinkhaus. „Und diejenigen, die dieses Experiment auf den Weg gebracht haben, tragen eine hohe Verantwortung.“

Corona: Zahl der Neuinfektionen steigt wieder an - auch andere Werte bereiten Sorgen

Update vom 11. April, 09.03 Uhr: Die Corona-Neuinfektionen steigen wieder an. Binnen eines Tages wurden in Deutschland 17.855 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Die Gesundheitsämter meldeten am Sonntagmorgen laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) außerdem 104 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Ein steigender Trend ist auch bei weiteren wichtigen Maßzahlen in der Bewertung der Corona-Lage zu erkennen. Die bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz stieg etwa von 120,6 am Vortag auf 129,2. Auch der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstag bei 1,02 (Vortag: 0,90). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 102 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert sei wieder deutlich gestiegen, schreibt das RKI.

Zudem sind die momentanen Zahlen wohl noch mit Vorsicht zu genießen. Die in den Tagen nach Ostern beobachtete Absenkung der Werte könnte an der vorübergehend geringeren Testzahl gelegen haben.

Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie liegt nach Angaben des RKI mittlerweile bei 2.998.268. Die Zahl der insgesamt registrierten Todesfälle stieg auf 78.353.

Update vom 10. April, 21.55 Uhr: Die Belegung auf den Intensivbetten steigt (siehe Update 19.00 Uhr). Nun hat der Leiter des Intensivregisters Christian Karagiannidis auf Twitter ein dunkles Bild gezeichnet. „Wir haben seit Beginn der Pandemie heute den Höhepunkt der Auslastung ALLER Intensivbetten erreicht“, schrieb er in Bezug auf zwei Grafiken, die er zusammen mit den mahnenden Worten veröffentlichte. „Das Personal bricht weg“, drängt er. „Selbst wenn es zu einem harten Lockdown kommt, steigen die Zahlen weiter für 10-14 Tage.“ Und damit steht seine Forderung fest: „Es muss JETZT was passieren.“ Die deutsche Regierung beratschlagt derzeit über einheitliche, inzidenz-gebundene Verschärfungen in einem Notbremsen-Gesetz.

Corona: Details zum Notbremsen-Gesetz durchgesickert - Bürgermeister sieht einen Punkt „kritisch“

Update vom 10. April, 19.00 Uhr: Das Notbremsen-Gesetz soll kommen, doch einen Punkt sieht Berlins Bürgermeister Michael Müller kritisch. Die nächtliche Ausgangssperre sei „mit Sicherheit kritisch zu hinterfragen“, teilte Müller am Samstag der dpa mit. „Aus Berliner Sicht kann ich sagen, dass wir viele Maßnahmen in diesem Entwurf schon beschlossen haben.“ Es sei schlussendlich die Verantwortung der Länder, das Gesetz umzusetzen, sollte es „in dieser oder ähnlicher Form verabschiedet werden“.

Indes steigen deutschlandweit nicht nur die Infektionszahlen. Auch die Belegung der Intensivbetten nimmt weiter zu. Am Samstag wurden laut dem Bericht der DIVI in Deutschland 4.532 Corona-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Das sind 17 mehr als noch am Vortag. Die Zahl der invasiv behandelten Erkrankten sank jedoch um 16 Personen auf einen Wert von 2.534. Deutschlandweit sind nun derzeit noch knapp 3.119 von etwa 23.705 Betten (der Kapazitäten für Erwachsene) frei.

Update vom 10. April, 12.53 Uhr: Inzwischen sind weitere Details zum neuen Notbremsen-Gesetz durchgesickert - der Überblick.

Corona: Privilegien für Geimpfte kommen - Rheinland-Pfalz ändert Anforderungen bei Reisen

Update vom 10. April, 11.05 Uhr: Für vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Menschen gelten in Rheinland-Pfalz künftig Ausnahmen von der Testpflicht und der Absonderungspflicht nach der Einreise aus einem Risikogebiet. Das beschloss das Kabinett am Freitag, wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitteilte. Fünf Prozent der Rheinland-Pfälzer haben laut Robert Koch-Institut bislang zwei Impfungen bekommen.

Als vollständig geimpft gelte nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission derzeit, wer vor 14 Tagen die zweite Impfung bekommen habe und keine typischen Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus aufweise. Der Nachweis über den vollständigen Impfschutz müsse den Betreibern - also etwa den Anbietern körpernaher Dienstleistungen oder der Außengastronomie - schriftlich oder digital nachgewiesen werden. Diese Änderung gilt ab Sonntag, zunächst bis zum 25. April.

Die Pflicht zur Absonderung von Mitbewohnern und Kontaktpersonen nach der Einreise aus einem Risikogebiet gilt von Montag an nicht mehr für vollständig Geimpfte. Voraussetzung ist, dass keine Symptome einer Coronavirus-Erkrankung vorliegen und die Einreise nicht aus einem Virusmutantengebiet erfolgte. Diese Regelung gilt zunächst bis zum 10. Mai. Davon ausgenommen sind Patienten und Bewohner von stationären Einrichtungen wie Krankenhäusern und Pflegeheimen.

Corona-Gipfel für Montag offiziell abgesagt! Neues Gesetz soll kommen - erste Details durchgesickert

Update vom 9. April, 18.02 Uhr: „Sonderrechte“ für Geimpfte? Diese Debatte wurde zuletzt teils hitzig geführt, nun gibt es erste Regelungen. Für vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Menschen gelten in Rheinland-Pfalz künftig Ausnahmen von der Testpflicht und der Absonderungspflicht nach der Einreise aus einem Risikogebiet. Das hat das Kabinett am Freitag entschieden. Fünf Prozent der Rheinland-Pfälzer haben laut Robert Koch-Institut bislang zwei Impfungen bekommen. 

Update vom 9. April, 14.35 Uhr: Nach Angaben von Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) wollen Bund und Länder bei neuen gesetzlichen Regeln an einem Strang ziehen.

„Alle gemeinsam haben das Gefühl, es macht einen Sinn, das bundesweit so einheitlich festzulegen, dass alle klar wissen, woran sie sind“, sagte der Finanzminister am Freitag in Berlin. Derzeit gebe es zu viele unterschiedliche Lockdown-Regelungen, von Schulschließungen bis zu den Anfangszeiten von Ausgangsbeschränkungen. Die Bürger brauchten Transparenz, Klarheit und die Sicherheit, dass Maßnahmen überall dort auch eingesetzt würden, wo die Infektionszahlen hoch seien. Es gehe jetzt darum, noch einmal alle Kraft zusammenzunehmen „für den Endspurt“, bis genügend Bürger geimpft seien. 

Corona-Gipfel für Montag offiziell abgesagt! Neues Gesetz soll kommen - erste Details durchgesickert

Update vom 9. April, 14.05 Uhr: Wie Bild.de berichtet, hätten Bundeskanzlerin Angela Merkel, Stellvertreter Olaf Scholz und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder innerhalb von 48 Stunden Inhalte für das neue Gesetz verhandelt. Diese seien am Freitag in einer Schalte mit Michael Müller besprochen worden, heißt es laut Medienbericht weiter.

Den Informationen zufolge, sollen folgende Punkte für Landkreise über einer Inzidenz von 100 gelten:

  • Nächtliche Ausgangssperre im Zeitraum von 20 oder 22 Uhr bis 5 Uhr in der Früh.
  • Alle Läden sollen wieder schließen. Hiervon ausgenommen sein sollen Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Apotheken, Gartencenter und Frisöre.
  • Es soll eine Testpflicht für Unternehmen gelten sowie scharf für Homeoffice appelliert werden.

Laut Bild.de stößt der Plan zu einheitlichen Vorgaben für Schulen (siehe Update vom 9. April, 12.46 Uhr) auf geteilte Meinung. Mehrere CDU-geführte Bundesländer sollen diesbezüglich kritisch sein.

Bei Landkreisen unter einer Inzidenz von 100 soll dem Land die Entscheidungshoheit überlassen bleiben.

Corona-Gipfel für Montag offiziell abgesagt! Neues Gesetz soll kommen - Merkel-Sprecherin erklärt Details

Update vom 9. April, 12.46 Uhr: Der für den 12. April angesetzte Corona-Gipfel zwischen Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten wurde offiziell abgesagt. Stattdessen soll im Eilverfahren das Infektionsschutzgesetz nachgeschärft werden. Das teilte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Freitag in Berlin mit. Ziel sei es, bundesweit
einheitliche Regelungen für Regionen mit hohen Infektionszahlen zu schaffen. Dazu werde die nächste Sitzung des Bundeskabinetts von Mittwoch auf Dienstag vorgezogen.

„Bund und Länder haben sich heute darauf verständigt, in enger Absprache mit den Bundestagsfraktionen das Infektionsschutzgesetz zu ergänzen, um nun bundeseinheitlich zu regeln, welche Beschränkungen zu ergreifen sind, wenn die
Sieben-Tage-Inzidenz in einem Landkreis über 100 liegt“, so Demmer. Angestrebt werde ein „ganz normales Gesetzgebungsverfahren“, sagte sie.

Wie Welt.de berichtet, sollen die Änderungen nächtliche Ausgangsbeschränkungen ab einem Inzidenzwert von 100 für das jeweilige Bundesland beeinhalten. Für Schulen sei dem Bericht zufolge ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 200 Distanzunterricht vorgesehen.

Corona in Deutschland: Gipfel zwischen Merkel und Ministerpräsidenten offiziell abgesagt

Update vom 9. April, 11.47 Uhr: Der Corona-Gipfel wurde nun offiziell abgesagt. Es werde in der kommenden Woche gar keine Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) geben, teilte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Freitag in Berlin mit.

Corona-Gipfel für Montag wird tatsächlich abgesagt - Gesetz für Notbremse soll kommen

Update vom 9. April, 11.25 Uhr: Der für Montag geplante Corona-Gipfel von Bund und Ländern fällt auch nach Angaben der niedersächsischen Landesregierung wohl aus. Bis vor kurzem habe der Termin der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) noch im Kalender von Regierungschef Stephan Weil (SPD) gestanden - „dort steht er jetzt nicht mehr“, sagte eine Regierungssprecherin am Freitag in Hannover. „Es ist aber noch nicht geklärt, ob in der kommenden Woche dann eine MPK stattfindet, also ob der Termin verschoben wird, oder ob es in der kommenden Woche gar keine gibt.“ Für Weil sei nicht ausschlaggebend, wann die Bund-Länder-Gespräche stattfinden, sondern dass sie gut vorbereitet sein müssen. „Da wurde es jetzt schon langsam knapp“, sagte die Sprecherin.

Update vom 9. April, 10.47 Uhr: Die Ministerpräsidentenkonferenz am Montag wird ausfallen. Das berichtet der Focus unter Berufung auf die Agentur Reuters. In der Meldung heißt es: „Die Bundesregierung beabsichtigt schon nächste Woche im engen Einvernehmen mit den Ländern und dem Bundestag einen Gesetzentwurf auf den Weg zu bringen, der eine direkt verbindliche und umfassende Notbremse für Kreise ab einer Inzidenz von 100 vorsieht.“ Wenn die Inzidenz unter 100 liegt, gelten die alten Beschlüsse des letzten Corona-Gipfels, die Länder behalten hier also hier ihre Zuständigkeit.

Corona in Deutschland: Spahn spricht von „viel zu vielen“ Fällen

Update vom 9. April, 10.05 Uhr: Jens Spahn warnt bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit RKI-Chef Lothar Wieler sich auf die aktuellen Corona-Zahlen zu verlassen. Wegen der Oster-Feiertage seien die Zahlen nicht verlässlich. Gestern gab es laut dem Gesundheitsminister „über 25.000 neue Fälle. Das sind viel zu viele.“ Besonders die hohen Zahlen auf den Intensiv-Stationen seien alarmierend. „Wir müssen die dritte Welle brechen“, betont Spahn. „Nur so schützen wir unser Gesundheitssystem vor der Überlastung.“

Um die Zahlen zu senken, müssten weitere Einschränkungen bei den privaten Kontakten geben. Die Testung in Betrieben sowie die zweimalige Testungen in Schulen und Kitas seien weitere Säulen.

Beim Impfen gebe es aber erfreuliche Neuigkeiten. Den zweiten Tag in Folge gab es einen neuen Tagesrekord. Gestern seien 719.000 Impfungen durchgeführt worden. Sowohl bei den Impfzentren und den Hausarztpraxen seien Rekorde aufgestellt worden. Gleichzeitig erklärt er, dass aber nicht jeden Tag eine neuer Rekord zu erwarten wäre. Die Impfquote bei den Erstimpfungen sei so in einem Tag von 13,8 auf 14,7 Prozent gestiegen. Außerdem seien neusten Studienergebnissen zufolge Menschen nach ihrer zweiten Impfung nicht mehr ansteckend und seien somit mit einem negativ Getesteten gleichzustellen. Die Masken- und AHA-Regeln müssten trotzdem eingehalten werden.

Corona-Gipfel wohl geplatzt: Merkel fürchtet Chaos und greift nun durch - Hausärzten droht Impf-Anarchie

Update vom 9. April, 7.36 Uhr: Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt in Deutschland an diesem Freitag bei 110,4 (Vortag: 105,7). Außerdem meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) am Morgen (Stand: 4.55 Uhr) 25.464 Corona-Neuinfektionen sowie 296 weitere Todesfälle mit oder an Covid-19. Vor genau einer Woche hatte die Behörde binnen eines Tages 21.888 Neuinfektionen und 232 Tote mehr verzeichnet.

Die 7-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung und Lockerung von Restriktionen. Im Februar war sie zwischenzeitlich auf unter 60 gefallen, und vor Ostern wieder höher als 130. In den vergangenen Tagen war der Wert dann zwar wieder rückläufig - das RKI wies aber zu seiner Interpretation darauf hin, dass um die Ostertage weniger getestet wurde.

„Die Werte können erst in einigen Tagen bewertet werden“, schreibt das RKI.

Corona in Deutschland: MPK mit Merkel soll verschoben worden sein

Update vom 8. April, 22.56 Uhr: Der Corona-Gipfel mit Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder steht vor dem Aus. Nach einem Bericht des Business Insider ist der Termin nun tatsächlich geplatzt. Zwar werden die Ministerpräsidenten womöglich beraten, heißt es dort, Beschlüsse werde es am Montag aber nicht geben.

Das liegt demnach vor allem an der Uneinigkeit der Unions-geführten Länder. So wollen Söder, Laschet und Merkel einen bundesweit einheitlichen harten Lockdown für zwei bis drei Wochen. Das Saarland, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt sind aber strikt gegen diesen Plan.

Dem Bericht nach will Kanzlerin Merkel nun das Ruder an sich reißen und das Infektionsschutzgesetz ändern. So soll der Bund die Macht über die Corona-Regeln von den Ländern abziehen. Ein solches Gesetz könnte demnach schon Anfang nächster Woche im Eilverfahren durch den Bundestag gehen. Allerdings muss es auch durch den Bundesrat und hier ist eine Mehrheit unwahrscheinlich.

Und auch einen neuen Termin für den Corona-Gipfel nennt Business Insider: Demnach könnten am Mittwoch neue Beschlüsse nachgeholt werden.

Corona-Chaos bei Hausärzten droht: Biontech-Lieferung wohl halbiert

Update vom 8. April, 19.51 Uhr: Der Start der Corona-Impfungen bei den Hausärzten sorgte für einen Impf-Rekord. Doch nun könnten die Praxen schon bald auf dem Trockenen sitzen. Nach einem Bild-Bericht sollen die Hausärzte in der Woche ab dem 19. April nur knapp die Hälfte der ursprünglich zugesagten Impf-Dosen von Biontech erhalten.

Statt knapp einer Million-Biontech-Dosen sollen nun nur noch 463 000 Dosen an die Hausärzte gehen. Der Rest werde auf Bitten der Länder an die Impf-Zentren umgeleitet. „Das ist eigentlich kaum vorstellbar, dass der Praxen-Impfstoff für die Impfzentren abgezweigt wird“, kommentierte de Chef der Kassenärzte-Vereinigung Andreas Gassen gegenüber der Bild.

Dass wesentlich weniger Impfstoff bei den Praxen ankommt, könnte zu großem Chaos führen, da Patienten bereits Termine gebucht haben könnten.

Ab der Woche darauf sollen dann wieder mehr als eine Million Biontech-Dosen bei den Hausärzten ankommen - und noch mehr: Darüber hinaus sollen dann noch mehr als 500 000 Dosen des Vakzins von Astrazeneca an die Ärzte gehen. Ab 3. Mai sollen dem Bericht nach sogar 2,8 Millionen Dosen bei den Hausärzten ankommen.

Trotz Corona- Abitur-Prüfungen sollen stattfinden - Kultusminister einig

Zeitgleich beschlossen die Kultusminister der Länder, dass die Abitur-Prüfungen an Schulen im Jahr 2021 trotz der Corona-Pandemie stattfinden sollen. Das beschloss man nach dpa-Angaben am Donnerstag bei der Kultusministerkonferenz.

Corona-Gipfel mit Merkel steht auf der Kippe

Update vom 8. April, 17.55 Uhr: Die Corona-Maßnahmen könnten beim nächsten Corona-Gipfel verschärft werden, sogar Ausgangssperren sind seit einigen Wochen im Gespräch. Eigentlich sollte dieser Gipfel am 12. April stattfinden, doch offenbar könnte das geplante Treffen kurzerhand abgesagt werden. Wie Bild berichtet, soll der Gipfel für den 12. April eventuell ausfallen.

Wie das Blatt weiter schreibt, soll Angela Merkel Angst vor einer Chaos-Sitzung haben, nachdem der vergangene Gipfel bereits in einem nächtlichen Chaos geendet war. Zudem sei nach den Oster-Feiertagen nicht klar, ob die Daten das tatsächliche Infektionsgeschehen gut abbilden. Auf dieser Basis müsste die Politik aber entscheiden. Stattdessen soll die Kanzlerin lieber die Zahlen am 14. April und die Beratungen der Fraktionen abwarten wollen.

Möglich ist zudem weiterhin, dass Angela Merkel das Ruder an sich reißt und etwa mit einer Änderung des Infektionsschutzgesetzes für deutschlandweit einheitliche Regeln sorgt. Die Kanzlerin hatte einen solchen Schritt angedeutet, nachdem der letzte Corona-Gipfel im Chaos versunken war.

Update vom 8. April 2021, 17.35 Uhr: In Nordrhein-Westfalen soll für die meisten der der 2,5 Millionen Schüler nach den Osterferien kein Unterricht mehr in den Klassenräumen stattfinden. Schulministerin Yvonne Gebauer sagte, dass es ab Montag wieder Distanzunterricht geben werde. Die Rheinische Post und der WDR berichteten, dass Abschlussklassen hiervon ausgenommen werden sollen.

Erstmeldung vom 8. April 2021: Corona in Deutschland: Spahn verkündet Impf-Rekord - und plant Sputnik-Alleingang

Berlin - Die Diskussionen rund um den Astrazeneca-Impfstoff, ansteigende Fallzahlen und der anstehende Corona-Gipfel am 12. April. Kurz: Die Coronavirus-Pandemie lässt keine Pause. Die Lage wird noch ernster. Nicht zuletzt schlug Virologe Christian Drosten Alarm. „Dies ist ein Notfall“, schrieb der Virologe als Reaktion auf die Statistik eines Intensivmediziners. Darin wurde deutlich: Die Belegung der Intensivbetten in Deutschland wird wieder kritischer. Indes vermeldete Gesundheitsminister Jens Spahn einen kleinen Hoffnungsschimmer.

Coronavirus in Deutschland: Jens Spahn verkündet „neuen Tagesrekord“ bei Impfungen

Von einem „neuen Tagesrekord“ schrieb Jens Spahn auf Twitter. „Gestern wurden 656.000 Dosen verimpft, denn Arztpraxen impfen diese Woche erstmalig mit“, informierte der Gesundheitsminister. Laut Robert-Koch-Institut entfielen allein rund 300.00 der gut 656.000 Erst- und Zweitimpfungen vom Mittwoch auf die Arztpraxen. Seit Dienstag (6. April) impfen Hausärzte.

Wie dem offiziellen Impf-Dashboard zu entnehmen ist, wurden am Mittwoch in Deutschland 656.357 Impfdosen verabreicht. Das entspricht einer deutlich höheren Zahl als noch am Dienstag, an dem die bisherige Rekordzahl von 366.566 Impfungen registriert worden war.

Damit sind in Deutschland nunmehr insgesamt gut 4,7 Millionen Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das entspricht 5,7 Prozent der Gesamtbevölkerung. Knapp 11,5 Millionen Menschen (13,8 Prozent) wurden mindestens einmal geimpft (Datenstand: 8. April 2021, 12.20 Uhr). Die Zahl der seit dem Impfstart verabreichten Dosen stieg damit auf knapp 16,3 Millionen.

Coronavirus: Spahn plant Sputnik-Alleingang - „bilateral reden“

Indes werden die Planungen hinsichtlich des russischen Impfstoffs Sputnik V konkreter. Am Donnerstag sagte Spahn gegenüber dem WDR, dass er ohne Einbindung der EU mit Russland über eine Belieferung mit dem Impfstoff verhandeln wolle. Die EU-Kommission will demnach anders als bei anderen Impfstoffen selbst keine Verträge für Sputnik V abschließen. So habe Spahn „im EU-Gesundheitsministerrat für Deutschland erklärt, dass wir dann bilateral auch mit Russland reden werden, und zwar erstmal darüber, wann überhaupt welche Mengen kommen könnten“.

Zunächst müsste jedoch die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) den Impfstoff EU-weit zulassen. „ Dafür muss Russland Daten liefern“, sagte der CDU-Politiker. Ohne eine solche EU-weite Zulassung könne der Impfstoff in Deutschland nicht verwendet werden.

Coronavirus in Deutschland: Bayern und Mecklenburg-Vorpommern wollen Sputnik V einsetzen

Zuvor hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angekündigt, für den Freistaat 2,5 Millionen Dosen des russischen Corona-Impfstoffs zu bestellen. Sollte Sputnik zugelassen werden, werde Bayern im Juli die Lieferungen erhalten.

Und auch in Mecklenburg-Vorpommern soll Sputnik V zum Einsatz kommen. Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) bestätigte am Donnerstag dem NDR, dass er entsprechende Verhandlungen führe. Demnach geht es um eine Million Impfdosen zum Preis von insgesamt zehn Millionen Euro. Die Kosten für die Charge würde der Bund übernehmen. (mbr/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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