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Corona-Inzidenz macht Sprung zur Vorwoche – besonders in einem Bundesland verschärft sich Dynamik

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Eine Tafel vor einem Cafe auf der Hauptstraße in Dresden informiert im Oktober 2021 die Gäste über die 3G-Regel.
Aktuelle Szene aus Dresden: Die Corona-Inzidenz im Freistaat Sachsen liegt aktuell bei mehr als 290. © Sebastian Kahnert/dpa

Die vierte Corona-Welle ist in Deutschland angekommen. Fast alle Parameter sind bereits jetzt höher als vor einem Jahr - es gibt aber große regionale Unterschiede.

Dresden - Bei diesen Zahlen muss man schon schlucken: Am Allerheiligen-Montag liegt die bundesweite Corona-Inzidenz bei fast 155. Vor einer Woche betrug sie laut Robert-Koch-Institut (RKI) noch knapp über 110. Es gibt dabei große regionale Unterschiede. Thüringen hat aktuell mit 307,1 den höchsten Wert, knapp dahinter Sachsen mit 291,6. Hier ist die Impfquote aber deutschlandweit mit 59 Prozent noch die geringste. Am Samstag hatte dieser Wert noch bei 266,4 gelegen (zum Vergleich: in Thüringen bei 298,2).

Die Leipziger Volkszeitung konstatierte jetzt, man nehme es mit den Corona-Regeln vielerorts nicht so genau. „Während in anderen Bundesländern in Cafés und Restaurants der Impf- oder Teststatus kontrolliert wird, ist das in Sachsen eher die Ausnahme“, schrieb die Zeitung in einem Kommentar. „Lieber brüstet man sich im Erzgebirge, im Vogtland oder in der Lausitz, dass man denen in Dresden und den vermaledeiten Regeln ein Schnippchen geschlagen hat.“

Corona-Inzidenz in Sachsen: Kommission wirbt für Booster-Impfung

Die Impfkommission des Landes Sachsen hat vergangene Woche Booster-Impfungen für alle Volljährigen empfohlen. Neueste Daten belegten „eindrucksvoll“ eine Risikoreduktion für alle Altersgruppen, erklärte das sächsische Gesundheitsministerium in Dresden am Freitag. Daher seien die Auffrischungsimpfungen auch „ohne Einschränkung für alle Menschen ab 18 Jahren“ möglich.

Die Auffrischungsimpfungen sollen demnach mit einem mRNA-Wirkstoff vorgenommen werden. Voraussetzung ist aber, dass der Abschluss der Grundimmunisierung mindestens ein halbes Jahr zurückliegt. Eine Empfehlung für Auffrischungsimpfungen bei besonders gefährdeten Menschen, etwa Älteren und Vorerkrankten, gab es bereits länger.

Corona-Hotspots in Sachsen: Leipzig hat niedrigste Inzidenz

So hatte die Ständige Impfkommission (Stiko), deren Empfehlungen für Deutschland insgesamt maßgeblich sind, kürzlich bereits eine Auffrischungsimpfung für alle Über-70-Jährigen sowie Bewohner von Pflegeheimen und Pflegekräfte angeraten. Auch für Menschen mit gestörtem Immunsystem rät das Gremium zu einer Boosterimpfung.

Negativ-Spitzenreiter unter den 13 sächsischen Regionen ist weiterhin der Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit einem Wert von 453,2 - gefolgt vom Landkreis Meißen mit einer Inzidenz von 397,3. Den mit Abstand niedrigsten Wert weist die Stadt Leipzig aus. Doch auch dort stieg die Inzidenz von 133,2 am Sonntag auf 140,8 am Montag an. Neue Todesfälle wurden laut RKI nicht gemeldet. (frs mit Material der dpa)

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