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Corona-Studie aus Großbritannien: Diese Booster-Impfungen wirken am besten

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Von: Bedrettin Bölükbasi

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Ein Kamerad der Freiwilligen Feuerwehr bekommt von einem Bundeswehrarzt eine Impfung gegen Covid-19 mit dem Wirkstoff von Biontech/Pfizer im Impfzentrum der Bundeswehr und der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. am Flughafen BER.
Alle Impfstoffe gegen Corona bewirken bei der Booster-Impfung eine starke Immunantwort bei Menschen, zeigt eine neue Studie. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Für ausreichend Schutz gegen Corona ist eine dritte Impfung nötig. Eine Studie zeigt nun, welche Impfstoffe beim dritten Stich für eine starke Immunantwort sorgen.

München - Die Impfung gegen das Coronavirus schützt nach derzeitigem Wissensstand vor einem schweren Krankheitsverlauf oder sogar vor einer Infektion mit dem tödlichen Virus. Ist man zweimal geimpft, so gilt man bislang als vollständig geschützt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass dieser Schutz für immer anhält. Nach mehreren Monaten lässt die Schutzwirkung offenbar nach.

Abhilfe an dieser Stelle schafft die dritte Impfung - die sogenannte Booster-Impfung. Diese Auffrischungsimpfung sorgt erneut für erhöhten Schutz gegen das Virus. Doch welcher Impfstoff sorgt für den besten Effekt beim dritten Stich? Eine Studie aus Großbritannien erleichtert nun die Wahl.

Corona-Impfstoffe: Laut Studie haben alle Impfstoffe gute Schutzwirkung beim Boostern

Eine in Großbritannien mit sieben Impfstoffen durchgeführte und in der Medizin-Fachzeitschrift The Lancet veröffentlichten Studie ist zu dem Ergebnis gekommen, dass bei der dritten Impfung alle Stoffe eine gute Immunantwort hervorrufen. Dabei wurden Personen untersucht, die zuvor mit dem Pfizer/Biontech- oder Astrazeneca-Impfstoffen geimpft wurden.

„Sechs verschiedene Covid-19-Booster sind sicher und bewirken starke Immunantworten bei Menschen, die zuvor zwei Teilimpfungen mit ChadOx1-nCov19 (Astrazeneca) oder BNT162b (Pfizer/Biontech) erhalten haben“, heißt es in der Zeitschrift unter Berufung auf die Cov-Boost-Studie. Für die Untersuchung sollen im gesamten Juni genau 2878 Personen aufgenommen worden sein, wobei es sich um Personen entweder im mittleren Alter von 51 oder 53 Jahren oder im mittleren Alter von 76 oder 78 Jahren gehandelt haben soll.

Corona-Studie zur Booster-Impfung: Nur geringe Nebenwirkungen bei allen Vakzinen

Laut der Zeitschrift Lancet wurden die Teilnehmer in ihrer dritten Impfung mit den Vakzinen von Pfizer/Biontech, Astrazeneca, Moderna, Johnson&Johnson, Novavax, dem noch in Entwicklung stehenden Valneva-Impfstoff oder mit dem mittlerweile nicht mehr weiter entwickelten Curevac geimpft. Die Nebenwirkungen seien begrenzt gewesen. „Die Daten zu den Nebeneffekten bei allen sieben Vakzinen zeigen Sicherheit mit akzeptablen Entzündungsreaktionen an der Einstichstelle, Muskelschmerzen und Müdigkeit“, unterstrich die Studie.

Nach dem dritten Stich habe man demnach in allen Gruppen der Untersuchten ein Anstieg der Antikörper gegen das Virus verzeichnet. Je nach verwendetem Impfstoff fiel dieser Anstieg jedoch unterschiedlich aus. Für alle Probanden, die zuvor mit zwei Dosen Biontech geimpft wurden, zeigte die Booster-Impfung mit Biontech/Pfizer oder Moderna die beste Wirkung. Auch bei Personen, die ihre Grundimmunisierung mit Astrazeneca erhielten, wurde der beste Effekt mit Biontech/Pfizer oder Moderna registriert. Den Forschern zufolge ist jedoch Vorsicht bei der Beurteilung der Schutzwirkung geboten: Es gebe derzeit keinen scharfen Grenzwert von Antikörpern, ab dem von einem sicheren Schutz auszugehen ist. (bb)

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