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Italiener will sich Corona-Impfung mit Gummi-Arm erschleichen – und scheitert kläglich

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Von: Kai Hartwig

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Ein Arzt verabreicht eine Impf-Spritze in den Arm eines Patienten
Ein echter Arm bei der Impfung. © Sebastian Willnow/dpa

Ohne einen Corona-Impfnachweis kann man in Italien ab 6. Dezember nicht mehr viel unternehmen. Ein Mann wollte sich diesen ergaunern – doch er wurde erwischt.

Biella – Er hielt sich offenbar für ganz besonders schlau, am Ende fiel sein falsches Spiel aber auf. In Italien wollte sich ein Mann den Corona-Impfnachweis erschleichen. Da er allerdings nicht beabsichtigte, die Impfung selbst zu erhalten, kam der auf Italiener auf eine aberwitzige Idee.

Mit einem Silikon-Arm versucht er in einem Impfzentrum der norditalienischen Stadt Biella, die Corona-Impfung zu bekommen. „Der Fall grenzt ans Lächerliche, wenn es sich dabei nicht um einen Akt von enormer Tragweite handeln würde“, sagte der Chef der Regionalregierung von Piemont, Alberto Cirio, am Freitag bei Facebook.

Italiener will sich Corona-Impfnachweis erschleichen – mit einem Gummi-Arm

Zwar war der Hautton des Gummi-Arms täuschend echt. Der Impf-Betrüger hatte die Rechnung allerdings nicht mit den Ärzten vor Ort gemacht. Die ließen sich nicht täuschen und der Schwindel flog auf. Der rund 50-jährige Mann kassierte für seinen dilettantischen Betrugsversuch eine Anzeige.

Für Regierungschef Cirio ist das illegale Vorhaben des Italieners auch ein Schlag ins Gesicht vieler Menschen in der Region Piemont. Es sei „inakzeptabel angesichts des Opfers, das unsere gesamte Gemeinschaft während der Pandemie in Form von Menschenleben, sozialen und wirtschaftlichen Kosten erbracht hat“, sagte der Regionalpolitiker.

Corona: Italien verschärft Maßnahmen – 2G in Restaurants, Museen, Kinos und Stadien

In Italien gelten ab Montag (6. Dezember) noch einmal verschärfte Regeln für Ungeimpfte. Schon seit August muss jede Person beim Aufenthalt in Restaurants, Museen, Kinos, Theatern und bei Sportveranstaltungen den sogenannten „Green Pass“ (vergleichbar mit dem digitalen Impfausweis in Deutschland) vorgezeigt werden. Dieser gilt als Nachweis für eine überstandene Corona-Infektion, eine Impfung oder ein negatives Testergebnis.

Allerdings muss ab dem 6. Dezember der „Super Green Pass“ vorgezeigt werden, wenn man in den genannten Einrichtungen Einlass erhalten möchte. Dort gilt künftig die 2G-Regel. Italien hat eine hohe Impfquote. Nahezu 85 Prozent (Stand: 4. Dezember) allen Menschen ab zwölf Jahren sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Zudem gibt es ein umfassendes Angebot an Booster-Impfungen für alle Erwachsenen in Italien. (kh)

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