Zahlen ziehen deutlich an

Jede vierte Corona-Neuinfektion trifft ein Kind: Tausende neue Fälle gemeldet - Inzidenz steigt auf über 50

Die vierte Corona-Welle in Deutschland hat laut RKI begonnen. Das spiegelt sich auch in der Inzidenz wieder (Symbolfoto).
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Die vierte Corona-Welle in Deutschland hat laut RKI begonnen. Das spiegelt sich auch in der Inzidenz wieder (Symbolfoto).

Die Corona-Inzidenz ist wieder über die Marke von 50 gestiegen - erstmals seit Mai. Die Arbeitgeber sollen jetzt beim Thema Impfen stärker in die Pflicht genommen werden.

Berlin - Bundesweit ist die 7-Tage-Inzidenz auf 51,6 gestiegen. Das geht aus den Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) am Samstagmorgen (21. August) hervor. Am Freitag lag der Wert bei 48,8, vor einer Woche bei 32,7.

Corona-Fallzahlen in Deutschland: RKI meldet mehr als 8.000 Neuinfektionen

8.092 Corona-Neuinfektionen sind dem RKI binnen 24 Stunden gemeldet worden. Vor einer Woche waren es 5.644 positive Corona-Tests gewesen. 17 weitere Menschen starben an oder mit Corona. Seit Beginn der Pandemie sind bisher 91.973 Todesopfer in Deutschland verzeichnet worden.

  • 8.092 Corona-Neuinfektionen meldet das RKI am Samstag (21. August 2021)
  • Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich 3.861. 147 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert.
  • 91.973 Menschen starben bislang an oder mit Corona.
  • Die Zahl der Genesenen schätzt das RKI auf etwa 3.696.300 . 

Corona: Jede vierte Neuinfektion trifft ein Kind

Von den in den letzten sieben Tagen gemeldeten neuen Fällen betreffen gut 20 Prozent die Altersgruppe 0 bis 14 Jahre, berichtet ntv.de. Jede vierte Neuinfektion betrifft demnach ein Kind. Der größte Teil der Infektionen - fast 43 Prozent - spiele sich in der Altersgruppe 15 bis 34 Jahren ab. Weitere 30 Prozent der Fälle gehen auf die Erwachsenen mittleren Alters zurück. Nur 6 Prozent aller kürzlich registrierten Neuinfektionen betreffen die Altersgruppen ab 60.

Corona-Impfungen während der Arbeitszeit sollen Impftempo ankurbeln

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will Arbeitgeber stärker in die Pflicht nehmen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollen sich in Zukunft auch während ihrer Arbeitszeit gegen Corona impfen lassen können. Heil kündigte in der Augsburger Allgemeinen eine entsprechende Anpassung der Corona-Arbeitsschutzverordnung an.

„Wir werden die Arbeitgeber anhalten, dass sie stärker an der Impfaufklärung mitwirken und Impfungen im Zweifelsfall auch während der Arbeitszeit ermöglichen“, so der Minister. Bislang haben Arbeitnehmer keinen allgemeinen Anspruch darauf, sich während der Arbeitszeit bei einem Arzt oder im Impfzentrum eine Spritze gegen den Erreger geben zu lassen.

Für den Fall eines Anstiegs der Infektionszahlen im Herbst und Winter schließt Heil die Wiedereinführung der Homeoffice-Pflicht nicht aus.

Corona-Impfquote in Deutschland

In Deutschland sind 58,5 Prozent vollständig geimpft. 63,8 Prozent aller Einwohner haben sich mindestens einmal impfen lassen, teilt das RKI am Freitag mit.

Wer bekommt die „Booster“-Impfung?

Die Länder beginnen jetzt mit Auffrischungsimpfungen für alte Menschen, die vor mindestens sechs Monaten ihre zweite Impfung erhalten haben, weil nach diesem Zeitraum die Wirkung deutlich nachlassen kann. Im Moment liegt die Altersgrenze für die dritte Impfung bei 80 Jahren.

Die Hausärzte stellen sich auf neue Konflikte mit Patienten ein. „Jetzt, da die dritte Impfung angeboten wird, kommen viele Menschen auf uns zu, die eine Auffrischung haben möchten, aber noch keinen Anspruch darauf haben“, sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Das führt zu Diskussionen, die aber in den Beratungsgesprächen in unseren Praxen geklärt werden.“

Die Praxen bräuchten Klarheit, wann und für wen die Booster-Impfungen in den Praxen vorgenommen werden, sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, der Rheinischen Post. (ml mit Material der dpa) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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