Neue Regeln für den Winter?

Karl Lauterbach drängt auf neuen Corona-Gipfel und strengere Regeln - er befürchtet „schweren Winter“

Karl Lauterbach spricht mit Vertretern von Fridays for Future über die Bewältigung der Klimakrise im Park-Cafe.
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Karl Lauterbach (SPD) warnt vor einem „schweren Winter“, wenn die nötige Impfquote nicht erreicht werde (Archivbild).

Wenn die Impfquote zu niedrig sei, stehe ein „schwerer Winter“ bevor, mahnt Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. Er schlägt deshalb die 2G-Regel für Restaurants, Kinos und Veranstaltungen vor.

Berlin - Im späten Frühjahr 2022 ist die Pandemie aus Sicht des Gesundheitsexperten Karl Lauterbach (SPD) vorbei, sofern keine gefährlichere Virusvariante auftrete. Allerdings könne ein „schwerer Winter“ nur mit einer entsprechenden Impfquote verhindert werden. Um die zu erreichen, schlägt Lauterbach gegenüber der Funke Mediengruppe am Samstag schärfere Regeln vor. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

Karl Lauterbach will 2G-Regel für Kinos, Restaurants und Veranstaltungen

Auch in Zeiten der Koalitionsverhandlung dürfe die Politik den Überblick nicht verlieren. „In der Pandemie stehen
sehr viele Entscheidungen an - von den Corona-Regeln bis zu den Booster-Impfungen“, sagte Lauterbach am Samstag. Eine neue Bund-Länder-Runde hält der SPD-Politiker daher für sinnvoll. Er mahnt zudem vor einem schweren Winter, wenn die nötige Impfquote nicht erreicht werde.

Einen Vorschlag, wie das am besten klappt, liefert er direkt mit. Schutzmaßnahmen dürften nicht maßgeblich beendet werden. Im Gegenteil: „Wir sollten die 2G-Regel intensiver nutzen, also nur Geimpften und Genesenen den Zugang zu Restaurants, Kinos oder Veranstaltungen ermöglichen“, erklärte Lauterbach. Das schaffe einen Anreiz, sich doch noch impfen zu lassen.

Karl Lauterbach: Möglicher Nachfolger von Jens Spahn?

Karl Lauterbach, der mit ganzem Titel eigentlich Prof. Dr. med. Dr. sc. Karl Lauterbach heißt, studierte, forschte und lehrte unter anderem an der Harvard Universität. Erst ist zudem Arzt und hatte an der an der RWTH Aachen, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, University of Texas San Antonio (USA) Medizin studiert. Aufgrund seiner Expertise fällt sein Name immer wieder als möglicher Gesundheitsminister der neuen Regierung*. Bei der Bundestagswahl 2021 holte er in seinem Wahlbezirk ein Direktmandat.

Ob er sich das Amt des Bundesgesundheitsministers in einer Regierung aus SPD*, Grünen* und FDP* denn vorstellen könne, wurde Lauterbach am Samstag gefragt. Er spekuliere nicht über Ministerposten - weder öffentlich noch im Privaten, entgegnete der Politiker. Auf eine Nachfrage fügte er aber hinzu: „Falls jemand gesucht wird, der in dem Bereich eine gewisse Erfahrung mitbringt, dann würde ich darüber nachdenken.“ Im Gegensatz zum jetzigen Gesundheitsminister Spahn (CDU) würde er andere Schwerpunkte im Amt setzen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Es gebe drei große Themen, die angegangen werden müssten: der Personalmangel in der Pflege, der Personalmangel bei Ärzten und die Entbürokratisierung der Medizin, ambulant wie stationär. Er ist außerdem ein Befürworter der Bürgerversicherung. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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