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Wie viel Impfstoff fehlt Deutschland? Lauterbach nennt Zahlen und bereitet „vierte Impfung“ vor

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Von: Patrick Mayer, Michelle Brey

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Wie steht es um Deutschlands Impfkampagne in der Corona-Pandemie? Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erklärt auf einer Pressekonferenz seine Pläne. Die wichtigsten Aussagen im Ticker zum Nachlesen.

Update vom 16. Dezember, 16.02 Uhr: Das war es mit der Bundespressekonferenz mit RKI-Chef Lothar Wieler und Bundesgesundheitsminister Klaus Lauterbach (SPD) aus Berlin. Wir bedanken uns fürs Mitlesen!

Update, 15.58 Uhr: Nochmal die Nachfrage an Lauterbach, wieviel Dosen Biontech Deutschland momentan auf Lager hat. „Wir haben noch drei Millionen Dosen Biontech in Quakenbrück“, erklärt der Gesundheitsminister und verweist auf den Standort der Bundeswehr in Niedersachsen, von wo aus Impfstoff-Lieferungen koordiniert werden.

Corona-Impfstoff und Omikron: Karl Lauterbach - 10 Millionen Dosen Moderna sind aktuell sicher

Update, 15.56 Uhr: Lauterbach wird gefragt, mit wie vielen Dosen Moderna er aktuell sicher rechnet: „Uns sind zehn Millionen Dosen Moderna für den Dezember zugesagt. Zudem verhandle ich mit vier Ländern, die ich beschrieben habe. Von dort stünde uns gegebenenfalls noch mehr Impfstoff zu Verfügung, der dann mit Hilfe der Bundeswehr abgeholt wird.“

Ob, und wann die vierte Impfung notwendig ist, steht zum aktuellen Zeitpunkt nicht fest.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD)

Update, 15.54 Uhr: Lauterbach erklärt zu möglichen vierten Corona-Impfungen in Deutschland: „Ob, und wann die vierte Impfung notwendig ist, steht zum aktuellen Zeitpunkt nicht fest. In Fachkreisen ist das aber durchaus eine Diskussion. Wir sehen, dass bei Omikron nur ein Impfschutz von 70 bis 80 Prozent erreicht wird - und zwar genau nach der Booster-Impfung. Es kann aber sein, dass eine vierte, Omikron-spezifische Impfung notwendig wird. An einem solchen Impfstoff arbeiten Biontech und Moderna. Um darauf vorbereitet zu sein, haben ich, haben wir als Bundesregierung die 80 Millionen Dosen Biontech vorbestellt.“

Update, 15.48 Uhr: Lauterbach verneint, dass Deutschland gespendeten Impfstoff von (ärmeren und armen) Drittstaaten zurückholen will. „Wenn das von uns nicht nachgefragt worden wäre, wäre der Impfstoff gar nicht da, dann gäbe es die Tranche nicht“, erklärt er zu den bei Biontech bestellten 80 Millionen Dosen. Dies sei die Hälfte einer Tranche von 160 Millionen Dosen, an denen sich auch andere Länder bedienen könnten. „Wenn, dann versuchen wir, dass Tranchen erst produziert werden. Das geht nicht zu Lasten anderer Länder“, bekräftigt der Bundesgesundheitsminister mit viel Nachdruck in der Stimme.

Corona-Impfstoff und Omikron: Karl Lauterbach - Es fehlen noch 50 Millionen Booster-Impfungen

Update, 15.45 Uhr: Lauterbach wird gebeten, die Impfstoff-Kapazitäten anhand von Zahlen nochmal zu erläutern. „Das schnellste Impftempo aktuell in Europa. Was mein Vorgänger übrigens mit angestoßen hat. Wenn dieses Tempo beibehalten wird, können wir schon im Januar diese Booster-Lücken schließen“, erklärt der Rheinländer.

Der 58-Jährige meint weiter: „Ich versuche nach vorne zu ziehen, was irgendwie geht. Omikron wird sehr schnell kommen. die Impfungen im März sind für eine rasend verbreitete Omikron-Variante nicht mehr relevant. Wir brauchen diese Impfungen früher im Jahr.“

Corona und Omikron: Impfstoff in Deutschland - gesicherte Liefermengen und Bedarf

Anmerkung: Die Angaben beruhen auf Erkenntnissen des neuen Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach (SPD).

Corona-Impfstoff und Omikron: Lauterbach will 80 Millionen Dosen von Biontech zusätzlich

Update, 15.39 Uhr: Lauterbach spricht über die allgemeine Impfpflicht, die bis spätestens März 2022 in der Bundesrepublik kommen soll: „Die Impfpflicht wird im Deutschen Bundestag als Entscheidung des Parlaments debattiert. ich bin als Bundestagsabgeordneter von der Einführung einer allgemeinen Impfpflicht überzeugt. Wenn es eine solche gibt, muss der Impfstoff da sein. Daran arbeiten wir. Ich versuche, über bilaterale Gespräche Impfstoff zu besorgen. Und über die Europäische Kommission versuchen wir, 80 Millionen Dosen von Biontech zu besorgen. Sollte es zu der Impfpflicht kommen, sollten wir genügend Impfstoff haben.“

Update, 15.36 Uhr: Lauterbach wird gefragt, ob seine Impfstoff-Inventur als Kritik an Vorgänger Jens Spahn (SPD) zu werten sei: „Das, was ich hier mit meinem Haus mache, ist in keiner Weise als Kritik an der Vorgehensweise meines Vorgängers zu sehen. Ich habe das gesagt. Die extrem forcierte Booster-Strategie wird ein zentraler Baustein sein, die Delta- und die Omikron-Variante zurückzudrängen. Das ist eine neue Strategie, eine sehr schnelle, für die wir Impfstoff beschaffen müssen, weil es sonst nicht funktioniert. Ich möchte mich ausdrücklich bedanken, bei den vielen Kolleginnen und Kollegen, die das machen, bei den Ärztinnen und Ärzten. Ich bin bis vor Kurzen selbst Impfarzt gewesen. Ich weiß, wie viel Freizeit dafür geopfert wird. Wir als Gesundheitsministerium müssen dafür sorgen, dass wir diesen Impfstoff auch haben.“

Corona-Impfstoff und Omikron: Bereits 23 Millionen Booster-Impfungen in Deutschland

Update, 15.33 Uhr: Lauterbach wird darauf angesprochen, dass es bei Impfungen mit Moderna eine volle Dosis des Impfstoffes brauche: „In der Tat wird derzeit bei Moderna erwogen, die Booster-Dosis als Volldosis zu geben. Damit würde das, was wir erreichen konnten, auf 17,5 Millionen Dosen sinken.“ Aktuell würde mit 35 Millionen Dosen geplant. Es werde erwogen, gebe aber keine zuverlässigen Daten.

Wir brauchen noch 50 Millionen Booster-Dosen.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD)

Update, 15.30 Uhr: Lauterbach: „23 Millionen (Booster-Impfungen) sind berücksichtigt. Wir gehen davon aus, dass wir 73 Millionen Booster-Impfungen unter optimalen Bedingungen durchführen können. Dafür brauchen wir noch 50 Millionen Booster-Dosen, die wir noch nicht gesetzt haben, plus 20 Millionen Erst- und Zweitimpfungen. Da kommen wir aber nicht ran, weil wir 50 Millionen Dosen für Booster eingeplant hatten.“ 20 Millionen Dosen würden also noch fehlen im ersten Quartal 2022. „Aber das Tempo reicht nicht, ich möchte nicht, dass das Tempo ausgebremst wird. Ich möchte, dass deutlich mehr Impfstoff da ist als abgerufen wird. Damit wir zu jedem Zeitpunkt den Impfstoffbedarf abdecken können“, erklärt der Gesundheitsexperte.

Update, 15.27 Uhr: Lauterbach nennt Zahlen: „Wir haben für diese Woche acht Millionen Bestellungen, 4,6 Millionen Dosen können wir ausliefern. Wir hatten noch eine Reserve von drei Millionen Dosen Biontech. Dann habe ich entschieden, dass davon diese Woche 1,2 Millionen Dosen ausgeliefert werden, 800.000 in der nächsten Woche und 1,2 Millionen in der ersten Januar-Woche.“

Corona-Impfstoff und Omikron in Deutschland: Lauterbach sieht höhere Sterblichkeit

Update, 15.25 Uhr: Lauterbach zum Thema Übersterblichkeit: „Wir haben Hinweise darauf, dass die Verschiebung der OPs zu einer höheren Sterblichkeit führt. In den Regionen, in denen wir höhere Inzidenzen haben, haben wir Hinweise auf eine höhere Sterblichkeit, die nicht im Zusammenhang mit Corona-Patienten stehen müssen.“

Update, 15.23 Uhr: Lauterbach wird auf die Inventur angesprochen. Sind genügend Spritzen und Kanülen vorhanden? „Die Knappheit betrifft zum jetzigen Zeitpunkt den Impfstoff und nicht die Utensilien.“

Update, 15.22 Uhr: Mediziner Dötsch weiter: Kinder, die Asthma haben, sollten unbedingt geimpft werden. Ebenso Kinder, die mit Erwachsenen zusammenwohnen, die nicht geimpft werden können.

Update, 15.20 Uhr: Mit Mediziner Dötsch aus Köln ist auch ein Kinderarzt dabei. Er relativiert Berichte aus Südafrika zu schweren Erkrankungen von Kindern: Es seien „keine schwereren Verläufe in Südafrika gegenüber der Ausgangssituation mit Delta“ wissenschaftlich zu beobachten.

Corona-Impfstoff und Omikron in Deutschland: RKI Chef Wieler - an Weihnachten Kontakte reduzieren

Update, 15.15 Uhr: Wieler fordert: „Wir alle möchten die Feiertage mit Freunden und Familie verbringen. Aber wir wollen alle auch, dass Weihnachten nicht zu einem Kickstart für Omikron wird. Wir wollen die Feiertage so verbringen, dass sie nicht zu einem Fest für Omikron werden. Am besten etablieren sie schon jetzt vor Weihnachten einen sozialen Kreis, mit dem Sie sich treffen.“ Die Datenlage zu Omikron sei indes sehr dynamisch, deswegen könnte manche Fragen nicht beantwortet werden. Es gehe aber darum, „das Netzwerk klein zu halten“, mit Personen, „mit denen man sich trifft. Wir müssen aus dieser Achterbahn aussteigen, mit der wir seit zwei Jahren fahren“.

Aktuell werden 4.800 Covid-Patienten auf den Intensivstationen behandelt.

RKI-Chef Lothar Wieler

Update, 15.11 Uhr: RKI-Chef Wieler spricht: „Aktuell werden 4.800 Covid-Patienten auf den Intensivstationen behandelt. Das sind immer noch sehr viele. Nach wie vor werden Patienten verlegt. Nach wie vor werden andere OPs verschoben. Wir müssen so schnell wie möglich von diesen Zahlen runterkommen.“

Corona-Impfstoff und Omikron in Deutschland: Karl Lauterbach ordert Millionen Impf-Dosen

Update, 15.09 Uhr: Lauterbach weiter: „Möglicherweise wird auch eine vierte Impfung Teil einer erfolgreichen Strategie sein. Ich möchte mich bei Herrn Lindner bedanken, dass 2,2 Milliarden Euro vom Bundesfinanzminister und vom Haushaltsausschuss bewilligt wurden.“ Es gehe jetzt darum, Lieferungen von 80 Millionen Dosen Biontech vorzuziehen.

Update, 15.06 Uhr: Lauterbach zur Impfstoff-Inventur: „Ich war mit diesen Ergebnissen nicht einverstanden, weil es für eine Booster-Strategie nicht ausreicht. Ich habe dargelegt, was an Impfstoff geliefert werden soll. Die Situation ist die, dass wir im ersten Quartal 50 Millionen Dosen an Booster-Dosen erwarten durften. Wir brauchen aber noch 20 Millionen Dosen für Erst- und Zweitimpfungen. Insgesamt also 70 Millionen Dosen. Aber die Bestellung war für die Booster-Kampagne zu langsam. Ausdrücklich: Das ist keine Kritik an meinem Vorgänger Jens Spahn. Wir haben aber eine sehr offensive Impf-Strategie, und dafür braucht man den Impfstoff schnell. Wir sind in Kontakt mit der Firma Moderna. Wir haben mit Moderna verhandelt, dass wir gerne 35 Millionen Dosen vorgezogen hätten. (...) Olaf Scholz hat uns sehr unterstützt, dafür möchte ich mich bedanken. Wir werden es aber dabei nicht belassen. Es kann nicht sein, dass die Booster-Kampagne ausgebremst wird, weil wir nicht genug Impfstoff haben. Ich verhandle mit anderen Ländern, damit wir mehr Impfstoff bekommen. So zum Beispiel mit Rumänien, Polen und Portugal. Biontech ist momentan sehr schwer zu bekommen.“

Update, 15.03 Uhr: Karl Lauterbach beginnt. Er will „offene Worte verlieren, was in der Omikron-Krise zu erwarten ist. Ich habe eben nochmal mit dem britischen Minister und Wissenschaftlern in UK gesprochen. Ich habe mir nochmal ein Lagebild geben lassen. Eine Verdoppelungszeit der Fälle in einer Zeit von zwei bis drei Tagen findet statt. Und das bei einer sehr stark durchimpften Bevölkerung, 85 Prozent bei über 12-Jährigen. (...) Man sieht: Das Wichtigste ist die Booster-Impfung, sie erhöht den Schutz von 70 auf 75 Prozent.“

Update, 15 Uhr: Karl Lauterbach ist pünktlich zur PK bei der Bundespressekonferenz erschienen. Gleich geht es los!

Update vom 16. Dezember, 14.55 Uhr: Wieviel Impfstoff hat Deutschland im Kampf gegen Corona aktuell? Wieviel Vakzin fehlt? Wie wirken die Impfstoffe gegen Omikron? Und was sind die Pläne mit Blick auf die Kinderimpfungen? Gleichen beziehen Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und RKI-Chef Lothar Wieler Stellung.

Corona-Impfstoff in Deutschland: Muss Karl Lauterbach die Scherben von Jens Spahn wegräumen?

Update vom 16. Dezember, 14.15 Uhr: Wieviel Impfstoffdosen hatte die alte Bundesregierung für das Ende des Jahres bestellt? Dieses Thema wird in der aktuellen Phase der Coronavirus-Pandemie in Deutschland heiß diskutiert. Offizielle Zahlen, die auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums für Jedermann abrufbar sind, zeigen: Offenbar viel zu wenig.

So sind unter dem Punkt „geplante Lieferungen an (alle) Leistungserbringer“ für die Kalenderwochen KW 51 und KW 52 insgesamt gerade einmal 2,0 Millionen Dosen Biontech-Impfstoff vermerkt. Die nicht zuletzt in Deutschland selbst produziert werden. Hinzukommen demnach 10 Millionen Dosen Moderna, während die Bundesrepublik der offiziellen Auflistung zufolge im Dezember 40,6 Millionen Impfstoffdosen (AstraZeneca und Moderna) an Drittstaaten spendet.

Mit Blick auf Biontech heißt das in Zahlen: Die Spahn-Administration hatte für den gesamten Dezember insgesamt gerade mal 5,936 Millionen Dosen Biontech eingeplant, plus Zusatzlieferungen von 3,018 Millionen Dosen „durch Übernahme von anderen EU-Staaten“. Dazu kamen noch 2,412 Millionen Dosen Kinderimpfstoff. Bleibt die Frage: Und das sollte für eine Booster-Kampagne plus Fortführung der Erstimpfungen reichen? Es drängt sich immer mehr der Eindruck auf, als müsse Lauterbach die Scherben wegräumen, die ihm Vorgänger Jens Spahn (CDU) hinterließ.

Update vom 16. Dezember, 13.45 Uhr: „In der Tat, wir haben zu wenig Impfstoff. Das hat viele überrascht – mich auch.“ Mit diesem Satz sorgte der neue Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Dienstagabend, nach einem Interview in den ARD-„Tagesthemen“, für helle Aufregung. Nach einer Impfstoff-Inventur will Lauterbach nun bis zu 92 Millionen weitere Impfstoffdosen beschaffen. Wie, das wird er ab 15 Uhr auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) erklären.

Corona-Impfstoff in Deutschland: Karl Lauterbach erklärt Beschaffung von mehr Vakzin für das Boostern

Update vom 16. Dezember, 13.10 Uhr: Der Mittwoch war ein neuer Rekordtag in der deutschen Impfkampagne gegen das Coronavirus: Fast 1,5 Millionen Impfdosen wurden innerhalb von 24 Stunden verimpft. Damit die Booster-Impfungen (und möglichst Erstimpfungen) ungebremst vorankommen, bewilligte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages am selben Tag Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) kurzerhand 2,2 Milliarden Euro* für die Beschaffung weiteren Impfstoffes.

„Ich versuche, Impfstoff aus Osteuropa zurückzukaufen“, erklärte der 58-Jährige am Abend im „Jahresrückblick“ des ZDF im Gespräch mit Markus Lanz. Er unternehme „alles, was ich kann, um die Impfkampagne, die wir fahren, ununterbrochen durchziehen zu können“, erklärte der Rheinländer, der in der Ampel-Regierung von Olaf Scholz (SPD) neuer Ressortleiter ist.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Lauterbach und RKI-Chef Wieler geben Pressekonferenz

Erstmeldung vom 16. Dezember: München/Berlin - Die Coronavirus*-Lage in Deutschland ist weiterhin brisant. Zwar ist die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag am Donnerstag erneut gesunken. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle ist jedoch wieder angestiegen. Binnen 24 Stunden wurden den neuen Angaben des Robert-Koch-Instituts 522 Todesfälle verzeichnet. Am Vortag lag dieser Wert noch bei 453.

Über die aktuelle Corona-Lage in Deutschland werden am Donnerstag Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und RKI-Chef Lothar Wieler informieren. Auf einer Pressekonferenz, die für 15 Uhr angesetzt ist, werden Lauterbach und Wieler zur Impfstoffversorgung und anderen Corona*-Themen der Hauptstadtpresse Rede und Antwort stehen.

Der Minister absolviert seinen ersten Auftritt im neuen Amt vor der Bundespressekonferenz. Lauterbach hatte am Dienstag mitgeteilt, dass nach den bisherigen Beständen und Bestellungen Anfang kommenden Jahres zu wenig Impfstoff vorhanden sei. Am Mittwoch teilte sein Ministerium die Bestellung von zusätzlich 92 Millionen Dosen für 2022 mit. Hierfür gab der Haushaltsausschuss im Bundestag 2,2 Milliarden Euro frei. Auf der Presskonferenz soll es zudem um die in dieser Woche angelaufenen Impfungen bei Kindern zwischen fünf und elf Jahren gehen.

Coronavirus in Deutschland: Omikron-Variante besorgt Experten

Vermutlich wird auch die neue Coronavirus-Mutation Omikron eine Rolle auf der Pressekonferenz spielen. Die Sorge vor der Variante wächst - besonders mit Blick auf die Entwicklungen in Großbritannien* und Dänemark. Noch bestimmt die Omikron-Variante nicht das Pandemie-Geschehen in Deutschland, doch das könnte sich bald ändern, wie Epidemiologen befürchten. Die Omikron-Welle werde kommen*, sind sich Experten sicher. Sogar das Boostern sei „kein Schutz vor einer Omikron-Infektion“, betonte die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek kürzlich in einem virtuellen Pressebriefing von Science Media. Für die Virologin „stehen die Fahnen auf Rot“. Ein Forscher des Robert-Koch-Instituts zog indes einen Vergleich zu ersten Coronavirus-Welle*. (mbr mit dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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