Hartes Durchgreifen

Corona-Mutation: Deutsche Stadt verbietet private Treffen komplett - „Sonderlage“

Ein Forscher zeigt im Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg, wie ein PCR-Test für die Analyse auf Mutationen des Coronavirus vorbereitet wird.
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Ein Forscher zeigt im Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg, wie ein PCR-Test für die Analyse auf Mutationen des Coronavirus vorbereitet wird. (Symbolbild)

Die Corona-Mutationen breiten sich in Deutschland aus. Eine Stadt zieht nun drastische Konsequenzen und verbietet private Treffen komplett.

Flensburg - Während die Corona-Zahlen etwa in München immer weiter sinken, herrscht in anderen Landesteilen weiterhin Alarmstufe Rot. Besonders die Corona-Mutationen sorgen für Besorgnis. Die Stadt Flensburg zieht nun drastische Konsequenzen.

Corona-Mutation: Flensburg greift durch

Wegen des starken Corona-Infektionsgeschehens gelten für Flensburgs Einwohner von Samstag an eine Woche lang
nächtliche Ausgangsbeschränkungen. Sie betreffen die Zeit von 21.00 Uhr bis 5.00 Uhr, wie Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Mittwoch in Kiel ankündigte. Zudem sind in der Fördestadt an der dänischen Grenze vorerst private Treffen untersagt. Beide Regelungen gelten zunächst für eine Woche, mit der Option einer Verlängerung um weitere sieben Tage.

In fast allen Regionen Schleswig-Holsteins gingen die Infektionszahlen zurück, sagte Günther. „Wir haben aber eine Sonderlage in der Stadt Flensburg und dem Kreis Schleswig-Flensburg.“ Vor allem die Infektionszahlen in der Stadt gäben „Anlass zu großer Sorge“.

Mittlerweile rangiert die Stadt Flensburg mit 181,9 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen auf Platz sieben der deutschen Kreise und kreisfreien Städte. Für den Kreis Schleswig-Flensburg sprach Günther von einer „steigenden Tendenz in Richtung 100“. Aktuell betrage der Wert 85. Als Ursache der Entwicklung wird die Verbreitung der in Großbritannien entdeckten Variante B.1.1.7 vermutet. (dpa)

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