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Mutation, Subtyp, Variante: Virologe Streeck erklärt, wovor wir uns fürchten müssen – und wovor nicht

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Von: Anna Lorenz

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In einem Interview vermittelt Streeck seine Ansicht zu immer wieder neuen Corona-Varianten. Der Virologe zeigt sich gelassen und kann dem in Deutschland vorherrschenden Omikron-Subtyp sogar etwas Positives abgewinnen.

Köln – BA.1 und BA.2, so heißen die Subtypen von Omikron, seines Zeichens wiederum Variante des Coronavirus. Besser gesagt: So heißen die Subtypen, die im Zuge der Pandemie hierzulande vorherrschend geworden sind. Da sich bezüglich Omikron das Mantra eingeschliffen hat, diese Covid-Variante sei zwar stark ansteckend, im Normalfall allerdings nicht besonders gravierend im Krankheitsverlauf, wird der Umgang mit der Pandemie zusehends entspannter. Dies wiederum echauffiert besorgte Bürger logischerweise – insbesondere auch, da nicht vorhersagbar ist, wie sich das Corona-Geschehen weiterhin entwickeln wird. Gegenüber dem Nachrichtensender n-tv äußerte sich nun der Göttinger Virologe Hendrik Streeck zu der Frage, wie viel Besorgnis momentan von Nutzen ist.

Subtyp BA.1 bis BA.5 – Virologe Streeck über das aktuelle Weltgeschehen hinsichtlich der Corona-Pandemie

In Südafrika sind mittlerweile zwei Subtypen der Omikron-Variante des Coronavirus aufgetaucht: BA.4 und BA.5. Deren Verbreitung müsse, so der Virologe, jedoch stets unter der Prämisse betrachtet werden, dass in Südafrika gerade der Winter bevorsteht. Insofern habe man ohnehin mit einem Anstieg der Infektionszahlen gerechnet.

Im Vergleich zu BA.1 und BA.2 seien die Subtypen von der Südhalbkugel zwar etwas ansteckender, allerdings sei andererseits die Dominanz von BA.2 hierzulande so stark, dass Streeck es für „gut möglich“ hält, dass sich die afrikanischen Virusmutationen nicht in Europa durchsetzen werden. Inwieweit diese These sich bewahrheitet, sowie, welche Veränderungen weitere Subtypen bringen, wird laut dem Virologen nur die Zeit zeigen können.

Eine Bildung neuer Subtypen und Varianten sei laut dem Göttinger aber „normal“. Man könne hier nur „beobachten“. Aufflammende Panik ist in Anbetracht der afrikanischen Subtypen daher also nicht notwendig. Streeck selbst gehe vielmehr, wie er im Gespräch mit n-tv betonte, davon aus, dass gerade die Immunflucht, also der Versuch des Virus, das gegen bestehende Subtypen bereits gut gewappnete Immunsystem durch Mutationen zu umgehen, die bisherige Entwicklung vorantreiben wird. (askl)

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