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Omikron: RKI stuft Großbritannien als Virusvariantengebiet ein - Einreise wird erheblich eingeschränkt

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Von: Patrick Huljina, Martina Lippl

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Die Omikron-Variante des Coronavirus ist in Europa weiterhin auf dem Vormarsch. Eine neue Studie aus England macht keine Hoffnung. Der News-Ticker.

Update vom 18. Dezember, 22.35 Uhr: Zum Schutz vor einer schnellen Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus wird Großbritannien von der Bundesregierung ab Montag als Virusvariantengebiet eingestuft. Das gab das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagabend bekannt. Damit wird die Einreise aus Großbritannien nach Deutschland erheblich eingeschränkt.

Update vom 18. Dezember, 21.40 Uhr: Die Omikron-Variante macht weiter ihren Weg um den Globus. Nach Angabe der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde die Mutante bereits in 89 Ländern nachgewiesen, Tendenz weiter steigend. Selbst an Orten mit einer hohen Immunitätsrate verlaufe die Ausbreitung rapide, teilte die WHO mit. Insgesamt verdopple sich die Zahl bestätigter Omikron-Fälle in einigen Ländern alle anderthalb bis drei Tage.

Karl Lauterbach: Omikron-Studie aus UK verspricht wenig Hoffnung

Update vom 18. Dezember, 18.40 Uhr: Forschungsergebnisse aus Großbritannien bieten einen ersten Aufschluss über die Gefährlichkeit der Omikron-Variante. Auf Twitter teilte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach eine entsprechende Studie des Imperial College zu den Fällen der neuen Mutante im Vereinigten Königreich. „Der angefügte neue NHS report zu Omicron in UK ist sehr bedeutsam“, folgerte der SPD-Politiker. „Er zeigt, erstmalig, dass es unwahrscheinlich ist, dass Omicron deutlich milder verläuft.“

Anders als in Großbritannien hat die Omikron-Variante noch keine dominante Stellung in Deutschland eingenommen. Zahlreiche Experten prophezeien eine baldige Welle an steigenden Neuinfektionen.

Update vom 18. Dezember, 18.30 Uhr: Großbritannien wird derzeit von der Omikron-Welle überrollt. Besonders schwer traf es die britische Hauptstadt London, in der seit heute der Katastrophenfall gilt. „Der Anstieg der Omikron-Fälle in unserer Hauptstadt ist sehr besorgniserregend“, erklärte Bürgermeister Sadiq Khan. Die Wiedereinführung des Katastrophenfalls erlaubt von nun an eine engere Zusammenarbeit der beteiligten Einheiten, zudem treten spezielle Notfallpläne in Kraft. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt im Vereinigten Königreich derzeit bei einem Wert von 587.

Omikron-Variante: Schweiz verschärft ihre Corona-Regeln

Update vom 17. Dezember, 22.35 Uhr: Die Schweiz verschärft wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante ab Montag (20. Dezember) ihre Corona-Regeln. Die Homeoffice-Pflicht werde wieder eingeführt, teilte der Bundesrat am Freitag mit. Zudem gelte für zahlreiche öffentliche Einrichtungen die 2G-Regel.

Nur Geimpfte und Genesene haben künftig noch Zutritt zu Restaurants, Kultur-, Sport- und Freizeitbetrieben sowie zu Veranstaltungen in Innenräumen, kündigte der Bundesrat an. Zu privaten Treffen sind nur zehn Menschen – einschließlich Kinder – zugelassen, falls einer der Teilnehmer nicht geimpft oder genesen ist.

Die Einreiseregeln in Österreich werden ebenfalls ab dem kommenden Montag verschärft.

Omikron: Schottland wird von Corona-„Tsunami“ getroffen

Update vom 17. Dezember, 21.05 Uhr: Mehr als die Hälfte der Corona-Infektionen in Schottland ist nach Regierungsangaben inzwischen auf die Omikron-Variante zurückzuführen. Das Land werde von einem „Tsunami“ an Infektionen getroffen, sagte die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon bei einer Pressekonferenz am Freitag in Edinburgh. Anfang der Woche hatte sie die Menschen in ihrem Landesteil bereits dazu aufgerufen, ihre Kontakte auf drei Haushalte zu beschränken. Auch Geschäfte und Gaststätten wurden angehalten, wieder Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus einzuführen.

Die Omikron-Variante breitet sich derzeit mit rasender Geschwindigkeit in Großbritannien aus, gleichzeitig gibt es weiterhin auch eine hohe Anzahl Infektionen mit der Delta-Variante. Allein am Freitag wurden mehr als 93.000 Neuinfektionen gemeldet – ein weiterer Rekord. Auch bei den Krankenhauseinweisungen ist inzwischen ein Anstieg zu verzeichnen, wenn auch nicht im gleichen Maße wie bei den Infektionen.

Omikron auf dem Vormarsch: RKI stuft Nachbarländer als Hochrisikogebiete ein

Update vom 17. Dezember, 19.20 Uhr: Die Bundesregierung stuft Dänemark wegen hoher Corona-Infektionszahlen von Sonntag an als Hochrisikogebiet ein. Mehr als ein Fünftel der aktuellen Corona-Fälle im Nachbarland macht inzwischen Omikron aus. Ebenfalls neu auf der Liste der Hochrisikogebiete sind Frankreich, Norwegen, Libanon und Andorra, wie das RKI am Freitag bekannt gab.

Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Damit sind künftig bis auf Luxemburg alle Nachbarländer Deutschlands als Hochrisikogebiete eingestuft. Von der Risikoliste gestrichen werden hingegen Bulgarien, Estland, Lettland, Albanien, Nordmazedonien und Moldau.

Omikron auf dem Vormarsch: Dänemark schränkt öffentliches Leben ein

Update vom 17. Dezember, 17.52 Uhr: Omikron lässt die Corona-Zahlen in Dänemark weiter steigen. Die dänische Regierung will nun das öffentliche Leben weiter beschränken. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen kündigte am Freitag an, dass Museen, Theater, Kinos, Zoos, Vergnügungsparks und Veranstaltungslokale schließen sollen. Außerdem soll das Impfen und Testen verstärkt werden.

Der Pandemieausschuss des Parlaments stimmte den neuen Maßnahmen am Abend zu. Sie sollen am Sonntag um 8.00 Uhr in Kraft treten und für vier Wochen gelten. In Dänemark mit seinen 5,8 Millionen Einwohnern wurden am Freitag insgesamt 11.194 neue Corona-Fälle gemeldet. Mehr als ein Fünftel davon mache die Omikron-Variante aus, sagte Frederiksen. Insgesamt wurden seit Ende November in Dänemark 11.559 Omikron-Fälle festgestellt. „Wir müssen weniger Menschen treffen und Abstand halten“, appellierte die Regierungschefin.

Omikron auf dem Vormarsch: Lage in Spanien spitzt sich zu

Update vom 17. Dezember, 15.36 Uhr: Die hochansteckende Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich auch in Spanien weiter aus. In der Region um die Hauptstadt Madrid macht Omikron mittlerweile 30 Prozent der Neuinfektionen aus, wie die Zeitung El País am Freitag unter Berufung auf Ärzte berichtet. Auch aus anderen Gegenden Spaniens wurde von einer ähnlichen Entwicklung berichtet. „Das schießt wie Schaum nach oben“, sagte Carlos Artundo, Generaldirektor für öffentliche Gesundheit in Navarra im Norden des Landes. Dort erreicht die 7-Tage-Inzidenz mit über 720 einen landesweiten Höchstwert. Auf den bei deutschen Urlaubern beliebten Balearen liegt die Inzident bei über 300.

Auch aufgrund der hohen Impfquote von über 90 Prozent der über 12-Jährigen in Spanien, ist die Situation in den Krankenhäusern aber im Vergleich zu Deutschland nicht so dramatisch. Insgesamt knapp 1300 Patienten wurden wegen einer Corona-Infektion auf Intensivstationen behandelt und belegten damit rund 14 Prozent der Kapazitäten dieser Stationen.

Omikron auf dem Vormarsch: Hat Südafrika Höhepunkt schon überschritten?

Update vom 17. Dezember, 11.05 Uhr: Obwohl sich die Omikron-Variante in Südafrika zu Beginn der Sommerferien weiter rasch ausbreitet, scheint die Entwicklung in der besonders betroffenen Gauteng-Provinz den Höhepunkt überschritten zu haben. Der Anteil der Neuinfektionen in der Provinz um die Metropolen Johannesburg und Pretoria an den landesweiten Neuinfektionen liegt nun bei 25 Prozent. Vor zehn Tagen kamen noch 80 Prozent der landesweiten Corona-Fälle aus Gauteng.

Die von Omikron getriebene vierte Infektionswelle habe landesweit nun bei der Zahl der Neuinfektionen aber deutlich die Höchstwerte der vorangegangenen Wellen überschritten. Allerdings liegt die Zahl der Krankenhauseinweisungen deutlich unter denen vorangegangener Infektionswellen. Auch die Dauer der Krankenhausaufenthalte von Covid-Patienten nahm in der durch Omikron angetriebenen vierten Welle drastisch ab im Vergleich zu vorangegangenen Infektionswellen. Sie sank von bis zu zehn Tagen bei der dritten Welle auf jetzt weniger als die Hälfte, wie Waasila Jassat vom Nationalen Institut für übertragbare Krankheiten (NICD) bekannt gab. Es sei aber noch zu früh, daraus wissenschaftlich fundierte Schlüsse zu ziehen.

Omikron-Variante auf dem Vormarsch: Auch Dänemark schwer von Mutation betroffen

Update vom 16. Dezember, 20 Uhr: In Dänemark sind am Donnerstag fast 10.000 neue Corona-Fälle registriert worden - so viele wie noch nie an einem einzigen Tag. In rund 3000 Fällen handelt es sich dabei um Omikron. Das teilte das nationale Seruminstitut am Abend mit.

Insgesamt wurden in Dänemark seit Ende November rund 9000 Omikron-Fälle nachgewiesen. Besonders sogenannte Superspreader-Events im Nachtleben hätten dazu geführt, dass sich das Virus schnell verbreitet, so das Institut. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen kündigte auf Facebook neue Maßnahmen an, um die Ausbreitung zu bremsen. „Ich habe keinen Zweifel daran, dass neue Maßnahmen nötig sein werden, um die Infektionsketten zu durchbrechen“, schrieb sie. Details nannte Frederiksen nicht.

Omikron auf dem Vormarsch: Dutzende Verdachtsfälle bei deutscher Firma

Update vom 16. Dezember, 18.55 Uhr: Omikron verbreitet sich auch in Deutschland. Bei 38 Mitarbeitern einer Firma in Nordrhein-Westfalen besteht der Verdacht auf eine Infektion mit der Omikron-Variante. Das teilte das betroffene Unternehmen, der Caravan-Hersteller LMC im münsterländischen Sassenberg, am Donnerstag mit.

Man könne zunächst noch keine Angaben machen, ob es sich um Verdachtsfälle oder sogar um bestätigte Fälle handele, sagte eine Sprecherin. Es war am Abend noch unklar, ob die sogenannte Gesamtgenomsequenzierung erfolgt war. Erst damit lässt sich Omikron zweifelsfrei nachweisen. Bei insgesamt 90 Mitarbeitern war eine Corona-Infektion nachgewiesen worden, bei 38 von ihnen bestand ein Verdacht auf Omikron. Es seien bislang ausschließlich milde Verläufe bekannt.

Omikron: Großbritannien meldet erneuten Rekordwert

Update vom 16. Dezember, 18.25 Uhr: Großbritannien hat den zweiten Tag in Folge einen Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen verzeichnet. Die britischen Behörden meldeten am Donnerstag vor dem Hintergrund der sich ausbreitenden Omikron-Variante des Virus 88.376 neue Fälle innerhalb eines Tages. Die Zahl der Todesfälle stieg um 146.

Am Mittwoch war mit 78.610 der bisherige Rekord vom 8. Januar diesen Jahres übertroffen worden. Das Vereinigte Königreich ist eines der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas. Die hochansteckende Omikron-Variante ist dort inzwischen stark verbreitet

Omikron: „Impfen allein wird nicht ausreichen“

Erstmeldung vom 16. Dezember: London - Schon bei der ersten Nachricht über Omikron (B.1.1.529) schrillten bei einigen Corona*-Forscher die Alarmglocken. Andere dagegen warnten vor Panik-Mache. Das ist jetzt fast einen Monat her. Das Ausmaß von Omikron wird immer deutlicher: Omikron fordert die Welt heraus. Die neue Coronavirus-Variante ist hochansteckend - ansteckender als die Delta-Variante. Omikron trickst Antikörper aus. Genesene und Geimpfte können sich infizieren. Eine Impfung schützt zwar vor einem schweren Covid-19-Verlauf*, da sind sich Experten einig. Ein Booster - also eine Auffrischungsimpfung - erhöht die Immunabwehr um 75 Prozent. Doch auch dann lässt der Schutz vor Omikron nach. Europa solle sich auf Omikron vorbereiten, mahnte die Europäische Gesundheitsbehörde ECDC am Mittwoch.

„Impfen allein wird nicht ausreichen“, sagte die Direktorin des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC), Andrea Ammon, am Mittwoch. Die Zeit sei zu knapp, um die noch immer zu geringe Impfquote in Europa ausreichend zu erhöhen. Die Behörde stufte das öffentliche Gesundheitsrisiko durch Omikron als „sehr hoch“ ein.

Omikron: Vorsichtsmaßnahmen an Weihnachten treffen

Es sei „sehr wahrscheinlich“, dass die neue Virusvariante zu zusätzlichen Hospitalisierungen und Todesfällen über das bereits wegen der derzeit noch dominierenden Delta-Variante prognostizierte Maß hinaus führen werde. Um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden, müssten rasch wieder Beschränkungen eingeführt oder verstärkt werden, mahnte das ECDC. Arbeitnehmer sollten möglichst wieder von zu Hause aus arbeiten, bei Feiern und Reisen rund um die Feiertage sollten Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden.

Besorgniserregend sind die Daten aus Großbritannien und Dänemark. Die Länder gelten bei der Genomsequenzierung als Vorbild. In Dänemark ist die Zahl der Omikron-Fälle auf 6.047 gestiegen und steigt von Tag zu Tag. „Dies bestätigt, dass die Omikron-Variante in diesem Winter eine große Herausforderung für unsere Gesellschaft sein wird“, sagt Henrik Ullum, Chef des Serum-Institut (SSI), zur Situation. Das dänische Institut sorgt sich um sein Gesundheitssystem.

Britischer Premier Boris Johnson wirbt fürs Impfen.
Omikron: Der britische Premier Boris Johnson wirbt fürs Impfen. © LEON NEAL/afp

Großbritannien - Omikron-Welle schwappt durchs Land

In Großbritannien explodieren die Infektionszahlen. „Die Omikron-Welle schwappt weiterhin durch das ganze Vereinigte Königreich“, sagte der britische Premierminister Boris Johnson bei einer Pressekonferenz im Regierungssitz Downing Street am Mittwochabend. Er bat die Briten fast flehend darum, sich eine Booster-Impfung zu holen.

Großbritannien verzeichnete am Mittwoch mit 78.610 Fällen die höchste je innerhalb eines Tages registrierte Zahl an Neuinfektionen. Die Zahl von Fällen mit der Omikron-Variante verdopple sich nach derzeit in weniger als zwei Tagen, fuhr Johnson fort. Auch bei den Krankenhauseinweisungen sei ein Anstieg zu verzeichnen. Der medizinische Chefberater der Regierung, Chris Whitty, fügte hinzu, das Land sei derzeit mit zwei verschiedenen Corona-Epidemien konfrontiert, einer mit der Delta-Variante und einer zweiten, sehr viel schneller fortschreitenden mit der Omikron-Variante.

Omikron: Großbritannien führt schärfere Corona-Maßnahmen wieder ein

Die britische Regierung hatte erst am Dienstag gegen massiven Widerstand in der konservativen Regierungspartei schärfere Corona-Maßnahmen vom Parlament absegnen lassen. Dazu gehören Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln und 3G-Regeln für Discos und bestimmte Großveranstaltungen.

Frankreich verschärft Reisebeschränkungen für Großbritannien wegen Omikron-Variante

Frankreich reagiert auf die hohen Infektionszahlen und Omikron-Fälle auf der Insel und verschärft die Reisebeschränkungen für Großbritannien. Nicht notwendige Reisen ins oder aus dem Königreich seien von Samstag an untersagt, kündigte die Regierung am Donnerstag an. Über weitere Maßnahmen soll am Freitag in einer Krisensitzung beraten werden.

Wann kommt die Omikron-Welle nach Deutschland?

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach setzt auch mit Blick auf die ansteckendere Coronavirus-Variante Omikron auf weitere breit angelegte Auffrischungsimpfungen. Doch es fehlen Daten, wie Omikron in Deutschland derzeit zirkuliert. Es gibt eine Omikron-Dunkelziffer. (ml/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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