Steigende Infektionszahlen

Corona-Reiseregeln geändert: Deutschland reagiert, Spanien macht fünf Bundesländer zu Risikogebieten

Touristen genießen an einem Strand bei Puerto Portals auf Mallorca die Sonne und das Meer. (Symbolbild)
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Touristen genießen an einem Strand bei Puerto Portals auf Mallorca die Sonne und das Meer. (Symbolbild)

Die Corona-Zahlen steigen vielerorts wieder. Deutschland hat nun seine Einstufung mehrerer Länder geändert und auch Spanien ändert seine Regeln.

München - Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen wieder - doch auch in vielen anderen Ländern zeigt die Kurve der Neuinfektionen wieder nach oben. Gerade für die Urlaubssaison heißt das, dass Reisende die Bestimmungen im In- und Ausland im Blick haben sollten. Nun gibt es Neuerungen - sowohl aus Deutschland, als auch aus Spanien.

Die spanische Regierung hat mittlerweile fünf Bundesländer als Corona-Risikogebiete eingestuft. Schon am vergangenen Montag wurde Hamburg als solches markiert. Ab dem 16. August folgen nun wegen steigender Inzidenz-Werte vier weitere Bundesländer: Berlin, das Saarland, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen.

Corona-Regeln für Spanien-Urlauber geändert: Fünf Bundesländer nun Risikogebiete

Für Spanien-Urlauber heißt das, dass alle Reisenden ab zwölf Jahren bei der Einreise nach Spanien einen Impf- oder Genesenen-Nachweis oder einen negativen Corona-Test (Antigen-Test, nicht älter als 24 Stunden, oder PCR-Test, nicht älter als 72 Stunden) vorweisen müssen. Reisende aus anderen Bundesländern können aktuell noch ohne Test oder Impfnachweis einreisen. Alle Reisenden müssen sich allerdings über ein Formular in Spanien registrieren.

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen stuft zudem die Bundesregierung die Türkei als Hochrisikogebiet ein. Ab Dienstag müssen Einreisende aus dem beliebten Urlaubsland, die nicht geimpft oder genesen sind, für fünf bis zehn Tage in Quarantäne, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte.

Corona-Reiseregeln: Deutschland stuft mehrere Länder als Hochrisikogebiete ein

Ebenfalls als Hochrisikogebiete eingestuft werden bereits am Sonntag die USA, Israel, Kenia, Montenegro, Vietnam sowie zwei französische Überseegebiete. Portugal wird dagegen mit Ausnahme der bei Touristen besonders beliebten Küstenregion Algarve und der Hauptstadt Lissabon von der Risikoliste gestrichen.

Vollständig geimpfte und genesene Einreisende aus Hochrisikogebieten sind von der Quarantänepflicht befreit. Alle anderen müssen sich nach der Einreise selbst isolieren und können sich davon erst nach fünf Tagen mit einem negativen Test befreien.

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Anders als früher sind dafür aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems in einem Land oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

Mit den neuen Einstufungen wird es fast 70 Länder geben, die ganz oder teilweise als Hochrisikogebiete eingestuft sind. Bereits jetzt gehören mit Spanien, Südfrankreich und Zypern beliebte Urlaubsgebiete der Deutschen dazu. Mit der Türkei kommt jetzt ein weiteres Top-Ferienziel hinzu.

Die Coronafallzahlen in der Türkei sind Ende Juli rasant angestiegen, täglich werden derzeit teilweise weit über 20 000 neue Fälle offiziell registriert. Im Juli waren es pro Tag noch etwa 7000. Zum Vergleich: In Deutschland wurden am Freitag etwa 5578 neue Fälle gemeldet - bei ähnlicher Bevölkerungszahl. Anfang Juli hatte die Türkei Coronamaßnahmen stark gelockert: So wurden etwa nächtliche Ausgangsverbote unter der Woche und am Wochenende aufgehoben, die Gastronomie öffnete wieder, Hochzeiten und ähnliche Feste sind wieder erlaubt.

Der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle des Landes. Im vergangenen Jahr war der Tourismus um rund 70 Prozent eingebrochen. Im ersten Quartal dieses Jahres lagen die Einnahmen etwa 40 Prozent unter denen des Vorjahres im gleichen Zeitraum. Die meisten Touristen reisen aus Russland in die Türkei, gefolgt von Menschen aus Deutschland. Neben Corona machen auch die verheerenden Waldbrände im Südwesten des Landes der Branche zu schaffen. (rjs/dpa)

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