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Studie enthüllt ekelige Gewohnheit der Deutschen: So selten wechseln wir unsere Maske

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Von: Yasina Hipp

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FFP2-Maske
Wie oft tauschen Sie ihre FFP2-Maske gegen eine neue aus? © picture alliance/dpa/Stefan Sauer

In ganz Deutschland ist die Maskenpflicht größtenteils aufgehoben. Eine Umfrage deckt nun Erschreckendes über die Tragegewohnheiten der Deutschen auf.

Erfurt - Nach zwei Jahren ist sie zum alltäglichen Begleiter geworden, in jeder Jacken- oder Handtasche findet sich das ein oder andere Exemplar: die Corona-Schutzmaske. Seit Beginn der Pandemie galt das kleine Stück Stoff als sehr effektives Mittel, um das Ansteckungsrisiko zu verringern. Besonders die FFP2-Masken erwiesen sich als äußerst wirksam im Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus. Allerdings nimmt die Wirksamkeit auch ab, wenn die Maske zu lange getragen oder zu selten gewechselt wird. Eine Umfrage zeigt nun, dass es nicht alle so ernst nehmen mit dem regelmäßigen Austausch der Masken.

39 Prozent wechseln die Corona-Schutzmasken nur einmal die Woche

Die Umfrage, vom INSA Meinungsforschungsinstituts im Auftrag der „Good Governance Gewerkschaft“ durchgeführt, zeigt, dass die Deutschen ihren Mund-Nase-Schutz viel zu lange tragen. 39 Prozent und damit mehr als jeder Dritte wechselt die Maske nur einmal in der Woche oder sogar noch seltener. Immerhin 26 Prozent der Befragten gaben an, die Maske nach jedem Tragen oder zumindest täglich zu wechseln. Marcel Luthe, Bundesvorsitzender der „Good Governance Gewerkschaft“, sieht in dem seltenen Wechsel sogar eine Gefährdung, wie er gegenüber RTL sagt: „Falsch eingesetzt sind die Masken nicht nur nutzlos, sondern als auf Mundhöhe getragene Sammelstelle für Viren, Bakterien und Pilze sogar gesundheitsgefährdend für den Träger und seine Mitbürger.“

Grundsätzlich gelten die FFP2-Masken sogar eigentlich als Einmalprodukte - nach jeden Tragen sollten sie also entsorgt werden. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte empfiehlt jedoch im privaten Gebrauch die Masken „regelmäßig“ auszutauschen, nicht an aufeinanderfolgenden Tagen die gleiche Maske zu tragen und diese für etwa sieben Tage zu lüften.

Junge Menschen sind im Umgang hygienischer

Im Altersvergleich schnitt die Gruppe der 18- bis 29-Jährigen am besten ab. Ganze 30 Prozent gaben an, ihre Maske täglich zu wechseln. Sechs Prozent tauschen sie sogar nach jedem Tragen aus. Außerdem würde die Mehrheit der 18- bis 29-Jährigen mindestens einmal die Woche zu einer neuen Maske greifen.

Überraschenderweise schätzten die Befragten die Tragegewohnheiten anderer schlechter ein, als diese wirklich sind. Während beispielsweise 22 Prozent aller Befragten angaben, die Maske täglich zu wechseln, wird das nur rund neun Prozent der anderen zugetraut.

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