Wo sie am besten aufgehoben ist

Corona-Maske am Arm parken - clever oder Fehler? Auch Lauterbach gibt Einschätzung ab

Corona-Maske am Handgelenk
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Schlechte Idee: eine Corona-Maske am Handgelenk.

Wohin mit der Corona-Maske, wenn man sie eigentlich nicht trägt? Ist sie am Arm gut aufgehoben? Auch Karl Lauterbach gibt eine Einschätzung ab.

  • Experte Andreas Podbielski schätzte 2020 ein, wo man eine Corona-Maske am besten „parkt“. Gut geeignet: der Oberarm. Schlecht geeignet: Handgelenk und Hosentasche.
  • Auch für Karl Lauterbach (SPD) spricht nichts gegen ein Tragen am Arm, wenn man die Maske gerade nicht aufsetzen muss.

München/Rostock - Maske aufsetzen, Maske absetzen, Maske aufsetzen, Maske absetzen ... dieses Prozedere kennen die Menschen in der Corona-Pandemie seit vielen Monaten. Auch im Sommer 2021 ist der Mund-Nasen-Schutz ein Pflicht-Accessoire. Und viele wissen bis heute nicht: Was mache ich eigentlich mit der Maske, wenn ich sie gerade nicht aufhaben muss?

Corona-Maske transportieren: Experte findet Oberarm einen guten Ort

Für eine handelsübliche Hosentasche ist eine Maske - gerade die etwas klobigere FFP2 - nicht so richtig geeignet, und es ist ein großes Gefriemel. Viele nutzen daher den eigenen Arm als „Masken-Parkplatz“. Am Oberarm, am Ellbogen oder am Handgelenk hält so ein Mund-Nasenschutz dank des elastischen Bands ja auch gut.

Aber ist das überhaupt hygienisch gesehen eine gute Idee? Für Karl Lauterbach kein Problem. Der SPD-Gesundheitsexperte meint zu Merkur.de: „Wenn die Maske am Arm hängt, spielt das keine Rolle für eine Weiterverbreitung des Virus, weil die Infektion dann doch im Wesentlichen über Aerosole übertragen wird.“

Eine Einschätzung, wie sie bereits vor einigen Monaten der Virologe Dr. Martin Stürmer gegenüber RTL.de getätigt hatte. Die Art und Weise des Masken-Transports habe „keine wirkliche Relevanz für das Infektionsgeschehen insgesamt“, so Stürmer.

Corona-Maske transportieren: Hosentasche keine gute Idee

Das Ansteckungsrisiko durch falschen Maskentransport ist also wohl sehr gering. Aber das Thema Hygiene beim Maskentransport bleibt natürlich eines. Schließlich sind Corona-Masken nicht die saubersten Dinge auf der Welt. Hierzu gab Andreas Podbielski bereits im Jahr 2020 mehrfach eine Einschätzung ab. Er verstaut seine Maske öfter selbst am Oberarm. „Für mich war das einfach plausibel“, sagte der Professor und Direktor am Institut für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene der Universitätsmedizin Rostock zu Welt.de. Besser allemal als die Hosentasche, meint der Fachmann. Denn beim Rein- und Rausfummeln berührt man die Maske fast zwangsläufig. „In der Zwischenzeit klatscht die Maske das, was sich daran kondensiert hat, auf die Oberflächen dort ab und alles, was sich auf den Oberflächen dort befindet, klatscht sich auf der Maske ab. Dann habe ich das im Gesicht, wenn ich sie wieder aufsetze.“

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Die Maske unterm Kinn zu tragen, wenn man sie gerade nicht über Mund und Nase ziehen muss, sieht Podbielski ebenfalls kritisch. Denn: Es handle sich um einen schmutzigen Bereich des Gesichts, die Maske befinde sich im eigenen Atemraum und möglicherweise anderer Menschen.

Die richtige Stelle am Arm ist für ihn knapp über dem Ellbogen, nach hinten gerichtet. „Da ist die Chance, dass man mit der Maske etwas oder jemanden berührt, minimal“, so der Fachmann zu Welt.de.

Corona-Maske transportieren: Vom Handgelenk rät Experte ab

Podbielski erstellte im Herbst 2020 sogar ein Ranking fürs RND, wo die Maske am besten aufgehoben ist. Auf dem letzten Platz: das Handgelenk! Die Möglichkeit, mit der Maske andere Dinge zu berühren und zu verschmutzen, ist seiner Einschätzung nach extrem hoch. Auch am Fahrradlenker, an der Handtasche, im oder am Rucksack oder im oder an der Handtasche sind Corona-Masken eher fehl am Platz. Mehr als in der Hosentasche. Den Oberarm und den Ellbogen rankt Podbielski fürs RND hingegen gleich hinter dem Auto-Rückspiegel (der aus ganz anderer Sicht Nachteile hat und Gefahren birgt) auf Platz 2 und 3. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schlug unlängst Alarm - er warnte vor einer 800er-Inzidenz im Herbst. (lin)

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