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Corona in Deutschland: Schon drei Landkreise über 500er-Inzidenz - Spahn wirbt für Booster-Impfung

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Von: Tom Offinger

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Der Anstieg der Corona-Infektionen in Deutschland setzt sich Ende Oktober weiter fort. Die neuesten Zahlen des Robert-Kock-Instituts finden sie hier.

Berlin - Die Zahl der neu gemeldeten Corona-Infektionen steigt weiter an. Am Freitagmorgen (29. Oktober) meldete das Robert-Koch-Institut (RKI)* 24.668 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Das sind knapp 5000 mehr als noch am vergangenen Freitag (22. Oktober, 19.572 neue Corona-Fälle). Zudem vermeldete das Institut 121 neue Todesfälle. Auch die deutschlandweite Inzidenz steigt weiter an: Der Wert stieg von 130,2 am Vortag auf 139,2 an. Besonders in Bayern ist der Inzidenzwert so hoch wie noch nie.

Corona in Deutschland: Zahlen in Bayern bereiten Sorge

Wie das RKI angibt, liegt die Sieben-Tage-Inzidenz* im Freistaat nunmehr bei 221,9. Der bisherige Rekord in Bayern stammt vom 20. Dezember 2020 und lag damals noch bei 217,8. Nur Thüringen (288,9) und Sachsen (253,9) liegen damit im deutschlandweiten Vergleich vor dem Freistaat. Bayrisches Sorgenkind ist Mühldorf am Inn, mit einer Inzidenz von 644,7 ist in dem Landkreis derzeit kein Intensivbett mehr frei.

Neben Mühldorf am Inn liegen noch drei weitere Landkreise über der Inzidenzmarke von 500 - allesamt liegen in Bayern (weitere Informationen zu den Coronazahlen im Freistaat finden sie hier*). Erst am Donnerstag hatte die Inzidenz in Bayern erstmals seit Dezember 2020 wieder die 200-Marke überschritten.

Spahn wirbt für zusätzlichen Impfschutz

Die Politik wirbt derweil für eine Auffrischung der Corona-Impfungen. Jens Spahn, derzeit geschäftsführender Gesundheitsminister, ließ sich am Donnerstag selbst zum dritten Mal impfen. „Ich werbe dafür, dass viele andere das auch tun“, erklärte der CDU-Politiker auf Twitter. „Boostern (Verstärken) Sie Ihren Impfschutz für den Winter.“ Eine Auffrischungsempfehlung gibt es bisher vor allem für Menschen über 60 Jahren, aber auch pflegebedürftige Menschen, die bestimmte Vorerkrankungen hätten, im Gesundheitswesen arbeiten oder ihre Impfung mit Astrazeneca* oder Johnson & Johnson* erhalten hätten.

„Wir haben Impfstoff, mehr als genug“, versicherte Spahn eindringlich. Ein weiterer Fokus solle auf den Schutz der besonders Verwunderbaren, allen voran den Pflegeheimen, gelegt werden. So sollen im Idealfall auch Testkonzepte für Pflegeeinrichtungen wieder verpflichtend gemacht werden. (to/ph/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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