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Coronavirus: Alle Infos zu COVID-19 und SARS-CoV-2 – Ansteckung, Symptome, Mutationen

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Kiel, Schleswig-Holstein, Germany: Ein Schild erinnert an die Maskenpflicht
Ein Schild erinnert an die Maskenpflicht © Michael Bihlmayer / IMAGO

Coronavirus SARS-CoV-2: Alle Infos zur Infektionskrankheit COVID-19, die die Welt seit Anfang 2020 als Pandemie in Griff hält; darunter Aufschlussreiches zu Ansteckung, Symptomen und Impfung sowie zu den Mutationen.

Genf – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) organisiert und koordiniert das internationale Gesundheitswesen. In der COVID-19-Pandemie kommt ihr als Sonderorganisation der Vereinten Nationen eine zentrale Rolle zu. Die WHO informiert laufend über das Coronavirus SARS-CoV-2, seine Mutationen, die epidemiologische Entwicklung und die Impfung. (Quelle: WHO-Regionalbüro Europa)

Coronavirus SARS-CoV-2: Vom ersten Auftreten bis zur COVID-19-Pandemie

Von den ersten Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus bis zum weltweiten Ausbruch von COVID-19 vergingen nur wenige Wochen:

Ebenfalls am 11. März 2020 rief der WHO-Generaldirektor den Ausbruch des SARS-CoV-2-Virus angesichts der hohen Fallzahlen zu einer Pandemie aus. (Quelle: WHO-Regionalbüro Europa)

COVID-19: Der weekly surveillance report von ECDC und WHO

Bis zur neunten Kalenderwoche 2021 gab das WHO-Regionalbüro für Europa einen wöchentlichen Nachrichtenbrief zur Surveillance (Überwachung) der Ausbreitung der Infektionskrankheit COVID-19 heraus. Dann entschlossen sich das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und das WHO-Regionalbüro für Europa zu einer gemeinsamen Initiative.

Seit der zehnten Kalenderwoche 2021 veröffentlichen die ECDC und die WHO/Europa den weekly surveillance report. Dabei handelt es sich um einen wöchentlichen Nachrichtenbrief mit aktuellen Informationen rund um das Coronavirus SARS-CoV-2. Diese beinhalten Fallzahlen, Hospitalisierungen, Todesfälle und die Inanspruchnahme von Impfungen im Zusammenhang mit der Infektionskrankheit COVID-19. (Quelle: WHO-Regionalbüro Europa)

Coronavirus: Epidemiologischer Steckbrief zu SARS-CoV-2 – der Erreger

SARS-CoV-2, die Abkürzung für die englische Bezeichnung „severe acute respiratory syndrome coronavirus type 2“, bedeutet in Deutsch „schweres akutes Atemwegssyndrom Coronavirus Typ 2“. Es zählt zu den Beta-Coronaviren, zu denen unter anderem auch MERS-CoV, SARS-CoV, HKU1 und OC43 gehören. Anfang 2020 wurde das neuartige Coronavirus als Auslöser der Infektionskrankheit COVID-19 identifiziert.

Es verwendet das Enzym ACE2 als Andockstelle, um in die Wirtszellen vorzudringen und sich dort zu vervielfältigen. Zellen mit ACE2-Rezeptoren kommen überall im Körper vor, mit einer hohen Dichte in den Atemwegen, Nieren, Harnwegen und Fortpflanzungsorganen. Sie treten auch im Verdauungstrakt, in der Leber und in einigen Hirnarealen, darunter im Steuerungszentrum für die Atmung auf. Letzteres dürfte einen Hinweis auf die Atemnot von COVID-19-Patienten liefern. (Quellen: RKI, Ärztezeitung der Lungenärzte)

Coronavirus: Epidemiologischer Steckbrief zu SARS-CoV-2 – die Ansteckung

Der Hauptübertragungsweg des Erregers SARS-CoV-2 ist die respiratorische Aufnahme virushaltiger Partikel über die Luft. Beim Atmen, Sprechen, Singen, Husten und Niesen entstehen sogenannte Aerosole, die ein Gemisch aus festen und/oder flüssigen Schwebeteilchen und Luft bezeichnen. Kleinere Aerosole schweben in der Luft, wobei sie sich in geschlossenen Räumen verteilen; größere sinken zu Boden und können an Oberflächen haften bleiben.

Aus diesem Grund kann eine Ansteckung mit dem Coronavirus über kontaminierte Oberflächen nicht ausgeschlossen werden; eine Übertragung über Nahrungsmittel wurde bislang nicht nachgewiesen. Für das Verhalten der Aerosole spielen neben der Größe auch Parameter wie die Temperatur, Feuchtigkeit und Bewegung der Luft sowie die Raumbelüftung eine Rolle. Daraus resultieren die Empfehlungen der WHO für Schutzmaßnahmen vor der Infektionskrankheit COVID-19 an die Bevölkerung. (Quellen: RKI, WHO/Europa)

Coronavirus – empfohlene Schutzmaßnahmen der WHO

Die WHO fordert weltweit jeden einzelnen Menschen auf – für die eigene Gesundheit und den Schutz anderer –, entsprechende Maßnahmen einzuhalten. Das sind:

Auf den Wochenberichten und Empfehlungen der WHO basieren die verpflichtenden Maßnahmen, die Bund und Länder für die deutsche Bevölkerung vereinbaren.

Coronavirus SARS-CoV-2: Die Symptome der Infektionskrankheit COVID-19

Bei COVID-19 beträgt die durchschnittliche Inkubationszeit zwischen fünf und sechs Tagen; sie kann bei Mutationen aber auch deutlich darunter liegen. Die vielfältigen Symptome einer COVID-19-Erkrankung zeigen sich meist in Phasen und variieren in der Ausprägung. Sie können binnen 24 Stunden nach der Ansteckung oder erst nach zwei Wochen auftreten; ebenso sind symptomlose Verläufe möglich.

COVID-19 kann sich in der Lunge sowie in anderen Organen manifestieren; was unter anderem von der Dichte der ACE2-Rezeptoren abhängt. Vor allem bei Patienten mit schwerem Krankheitsverlauf können Koinfektionen, unter anderem mit Candida albicans und Mycoplasma pneumoniae, auftreten. Der direkte Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 erfolgt labordiagnostisch durch einen Nukleinsäurenachweis (RT-PCR). (Quelle: RKI)

Coronavirus SARS-CoV-2: Die bisherigen Mutationen im Überblick

Aktuell listet die WHO folgende besorgniserregende Virusvarianten (VOC) von SARS-CoV-2 auf:

Laut RKI-Wochenbericht vom 27. Januar 2021 hat die fünfte Welle der COVID-19-Pandemie aufgrund der dominanten Zirkulation der Omikron-Variante an Fahrt aufgenommen.

Coronavirus SARS-CoV-2: Die Impfung gegen COVID-19

Gemäß RKI war in Deutschland bis zum 25. Januar 2021 ein Bevölkerungsanteil von 76 Prozent mindestens einmal geimpft; 74 Prozent hatten bereits drei COVID-19-Impfungen erhalten. Nach bisherigen Erkenntnissen soll bei der Delta-Variante die Wirksamkeit der Impfstoffe bezüglich der Verhinderung schwerer COVID-19-Erkrankungen 90 Prozent betragen; bezüglich der Verhinderung symptomatischer SARS-CoV-2-Infektionen soll sie bei 75 Prozent liegen.

Die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung durch das Coronavirus scheint bei geimpften im Vergleich zu ungeimpften Personen um 90 Prozent geringer zu sein. Die Wirksamkeit der COVID-19-Impfung gegenüber Omikron dürfte nach bisherigen Studien im Vergleich zur Delta-Variante reduziert, aber noch immer gut sein. (Quelle: RKI)

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