Dennoch Lockerungen beschlossen

Corona: München-Inzidenz übersteigen ersten Frühwarnwert - „drastischen Einschränkungen“ könnten folgen

Corona in Bayern: die Zahlen im Freistaat steigen aktuell. Nach einer Kabinettssitzung verkündete Markus Söder in einer Pressekonferenz überraschende Neuigkeiten.

  • Corona in Bayern: aktuell überschreiten drei Städte im Freistaat den Corona-Grenzwert von 50 Neuinfektionen.
  • In einer Pressekonferenz informierte Markus Söder nun mit weiteren Ministern über das kommende Vorgehen in der Corona-Krise.
  • Der Ministerpräsident verkündete neue Regeln - unter anderem einen Gastro-Hammer und entscheidende Neuerungen im Sport. Eine Übersicht zu den aktuellen Regeln in Bayern finden Sie hier.
  • Hier finden Sie die grundlegenden Fakten zum Coronavirus* und die Corona-News aus Deutschland. Außerdem bieten wir Ihnen in einer Karte die aktuellen Fallzahlen in Bayern.*

+++++ Dieser Ticker ist beendet. Mehr aktuelle Nachrichten rund um das Thema „Corona in Bayern“ finden Sie in unserem neuen News-Ticker. +++++

Update vom 10. September, 8.15 Uhr: Ischgl und Starkbier sind längst vorbei. Dennoch ist der Freistaat Bayern wieder Infektions-Spitzenreiter bei der Zahl der Corona-Infektionszahlen.* Warum?

Update vom 10. September, 7.02 Uhr: Der Corona-Pflege-Schutzschirm des Bundes muss nach Ansicht von Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) bis zum 31. März 2021 verlängert werden. Eine Verlängerung dieses erfolgreichen Hilfsprogramms nur bis Ende des Jahres wäre ein fatales Signal, sagte sie mit Blick auf entsprechende Überlegungen auf Bundesebene. „Die Pandemie geht weiter - und sie wird uns auch im Winter noch vor große Herausforderungen stellen.“

Ziel sei es, die Einrichtungen, die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen vor finanzieller Überlastung zu schützen und ihnen Sicherheit zu geben. „Wenn der Schutzschirm zu früh ausläuft und dann in den Einrichtungen Mehrausgaben anfallen oder weniger Geld eingenommen wird, bleiben den Trägern nur zwei Möglichkeiten: Sie können die Kosten auf die Pflegebedürftigen umlegen oder Einrichtungen schließen. Beides würde letztlich die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen belasten. Das müssen wir verhindern“, sagte die Ministerin.

Der Pflege-Schutzschirm beinhaltet unter anderem Erleichterungen für Pflegebedürftige. Zugelassene Pflegeeinrichtungen können sich zudem coronabedingte Mehrausgaben oder Mindereinnahmen von der Pflegeversicherung erstatten lassen. Die Regelungen gelten zunächst bis Ende September 2020. In Kürze will der Bundestag aber über eine Verlängerung beraten.

Corona in Bayern: München vermeldet Paukenschlag - Warnung vor „drastischen Einschränkungen“

Update vom 9. September, 18.17 Uhr: Die Zahl der Neu-Infektionen in München verheißt seit einigen Tagen nichts Gutes. Jetzt hat die Stadt reagiert. Für das kommende Wochenende gilt ein nächtliches Alkohol-Verbot an verschiedenen „Hot-Spots" der Stadt. Dazu zählen der Baldeplatz, Gärtnerplatz sowie die Isarauen zwischen Reichenbach- und Wittelsbacherbrücke, am Gerner Brücke und am Wedekindplatz.

Corona in Bayern: München verhängt drastisches Alkohol-Verbot

Oberbürgermeister Dieter Reiter äußerte sich wie folgt auf die Entscheidung der Verwaltung: „Leider ist die Inzidenzzahl in den letzten Tagen wieder gestiegen. Heute liegt sie bereits bei 41,52. Also deutlich über dem ersten Signalwert von 35. Wir kommen damit dem Inzidenzwert von 50 immer näher, der wieder drastische Einschränkungen für unser öffentliches Leben bedeuten würde. Deshalb bin ich entschlossen, mit anderen Maßnahmen, wie diesem begrenzten, nächtlichen Alkoholverbot an sogenannten „Hotspots“, das Infektionsgeschehen möglichst zu bremsen und Schlimmeres zu verhindern.“

Update von 10.30 Uhr: Während die Lockerungen am gestrigen Dienstag (8. September) beschlossen wurden, sind die Corona-Zahlen in der bayerischen Landeshauptstadt München weiterhin auf hohem Niveau. Für Montag wurden 91 Fälle vermeldet. In Sachen 7-Tage-Inzidenz wird der „Frühwarnwert“ von 35 nach wie vor deutlich überschritten. Am Montag lag dieser bei 41,32, wie die Landeshauptstadt bekannt gab.

Corona in Bayern: Nach erstem Schultag - Grundschulklasse muss in Quarantäne

Update von 9.45 Uhr: Gestern begann in Bayern wieder der Unterricht - unter besonderen Bedingungen aufgrund der Corona-Krise. So gilt ab Klasse fünf für die ersten neun Tage eine Maskenpflicht. Auch ein Hygienekonzept wurde vom Freistaat ausgearbeitet. Der Präsenzunterricht sei wichtig, hieß es. Für eine Grundschulklasse aus Bischofsmais in Niederbayern ist es damit aber nach dem ersten Schultag schon wieder vorbei. Das berichtet die Augsburger Allgemeine. Demnach wurde eine Lehrkraft positiv auf das Coronavirus getestet. Die Klasse muss nun vorsorglich in Quarantäne. Ähnliches hatte eine Schule in Olching zu beklagen. Eine Schülerin hatte ihr Test-Ergebnis nicht abgewartet*.

„Die Lehrkraft war symptomfrei, zeigte keinerlei Krankheitserscheinungen und hatte die letzten Wochen nicht auf Reisen, sondern zuhause verbracht“, sagte Pressesprecher Heiko Langer vom Landratsamt Regen. Die Lehrkraft hatte sich vorsichtshalber testen lassen. Wo sie sich angesteckt hat und wie lange die Schüler nun in Quarantäne bleiben müssen, ist laut der Zeitung noch unklar.

Corona in Bayern: Über 480.000 Tests an Autobahnen, Flughäfen und Bahnhöfen - fast 6000 positiv getestet

Update vom 9. September, 7.17 Uhr: Vor einiger Zeit sorgte in Bayern eine Test-Panne für Aufsehen. Es kam zu Problemen bei der Übermittlung der Ergebnisse. Ministerpräsident Markus Söder betonte jedoch immer wieder die Wichtigkeit der Tests und die Richtigkeit der Teststrategie. Nun gibt es neue Zahlen: 481.041 Tests wurden (Stand 6. September) an Autobahnen, Bahnhöfen und Flughäfen durchgeführt. Das ergab eine Nachfrage unserer Redaktion beim Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen.

5870 Personen wurden positiv getestet, davon 414 an Bahnhöfen (32.073 Tests), 3190 an Autobahnen (308.823 Tests) und 1546 an Flughäfen. (140.145 Tests).

Corona in Bayern: Söder, Hermann, Huml und Piazolo verkünden Neuerungen

Update vom 8. September, 15.18 Uhr: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat gemeinsam mit Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU), Kultusminister Michael Piazolo (CSU) und Innenminister Joachim Herrmann (CSU) wichtige Neuerungen der Maßnahmen gegen das Coronavirus verkündet. Darunter fällt die Öffnung von Kneipen und Bars, neue Regelungen für den Amateursport sowie Maskenpflicht für Veranstaltungen mit vielen Personen.

Coronavirus in Bayern: Bars und Kneipen dürfen öffnen - Maskenpflicht bei Veranstaltungen

- Bei größeren Versammlungen unter freiem Himmel gilt in Bayern ab diesem Mittwoch (9. September) regelmäßig eine Maskenpflicht. Die Pflicht greift „jedenfalls ab einer Teilnehmerzahl von 200 Personen“.

- Nach monatelanger Corona-Zwangspause dürfen ab übernächstem Wochenende (19. September) auch Bars und Kneipen in Bayern wieder öffnen - unter Auflagen. Für Schankwirtschaften sollen die gleichen Regeln gelten wie für Speisewirtschaften, zudem muss in geschlossenen Räumen die Bedienung am Tisch erfolgen.

- Nach der Corona-Zwangspause dürfen in Bayern ab 19. September wieder Ligaspiele im Amateur-Fußball und andere Breitensportwettkämpfe ausgetragen werden. Den Vereinen wurde zudem erlaubt, ähnlich wie bei Kulturveranstaltungen eine begrenzte Anzahl von Fans zuzulassen. Ausgenommen davon bleiben aber vorläufig Profiligen, der DFB-Pokal und die Champions League.

Corona in Bayern: Pressekonferenz mit Söder - wichtige Neuerungen für Bayern verkündet

14.20 Uhr: Die Pressekonferenz ist nun beendet. Alle wichtigen Entwicklungen können Sie hier im Ticker noch einmal nachlesen.

14 Uhr: Markus Söder ergreift noch einmal kurz das Wort. Das weitere Vorgehen müsse Schritt für Schritt abgestimmt werden. Beispielsweise über Weihnachtsmärkte könne aktuell noch nicht entschieden werden. Der Ministerpräsident betonte ebenfalls noch einmal, dass für Kneipen auch nach der Öffnung spezielle Regeln gelten würde - ebenso wie in der Gastronomie. Dazu gehöre unter anderem, dass die Gäste sitzen müssten.

Söder und Huml deutlich: Corona in Bayern nicht unterschätzen

13.48 Uhr: Die Gesundheitsministerin spricht über die kommunalen Testzentren. Es sollen zusätzliche Laborkapazitäten geschaffen werden.

13.39 Uhr: Huml spricht noch einmal über von Söder erwähnten die 480.000 Testungen von Reiserückkehrern an den entsprechenden Stationen. Ein wichtigstes Thema seien außerdem die aufgestockten Grippe-Impfdosen für die kommende Zeit. Auch in diesem Bereich wolle man vorsorgen. Die nun getroffenen Entscheidungen zur Gastronomie und im Sport halte sie für richtig, betont die Gesundheitsministerin außerdem.

13.35 Uhr: Zuletzt spricht nun Gesundheitsministerin Melanie Huml. Auch sie betont die Wichtigkeit der Testungen bei Reiserückkehrern. In Sachen Schule sei es wichtig gewesen, Hygienekonzepte zu entwickeln, um Präsenzunterricht zu ermöglichen. Über 20.000 Lehrern seien bislang getestet worden - 22 davon waren positiv. Auch dieser geringe Wert sei allerdings wichtig zu kennen.

13.27 Uhr: Nun äußert sich Michael Piazolo zum Schulstart. Er habe sich am Morgen selbst ein Bild gemacht. „Unser Ziel ist so viel Präsenz wie möglich“, sagt er. Zahlreiche Teamkräfte hätten bereits Verträge erhalten, um Lehrer zu unterstützen - etwa, wenn es sich bei den Lehrkräften um Risikopatienten handle. Er wünsche allen Schülern einen guten Start.

Video: Die ganze Pressekonferenz zum Nachhören

Corona-Zahlen in Bayern steigen enorm: Söder reagiert mit Gastro-Hammer und Lockerung für den Sport

13.18 Uhr: Nun spricht Innenminister Joachim Herrmann. Auch er betont die Wichtigkeit der Testzentren. „Es ist eine starke Nachfrage da“, sagt er. Herrmann sei zudem als Sportminister froh, den „gesamten Sport nun auch für den Wettkampfbetrieb freizugeben“. Dies sei absolut vertretbar, auch für Kontaktsportarten. Die Hygieneregeln würden dort gewissenhaft eingehalten werden. Nicht nur für Fußball, auch beispielsweise fürs Rudern sollen die neuen Regeln gelten. Auch Zuschauer seien dabei künftig erlaubt - Indoor 200, Outdoor 400 Besucher. Herrmann spricht nun außerdem nach Söder über die geplante Corona-Demo in München. „Wir werden hinreichend Polizeikräfte in München zur Verfügung stellen“, sagt er. Man stehe zur Meinungsfreiheit - jeder müsse aber natürlich gewaltlos und friedlich unterwegs sein.

Corona in Bayern: Zahlen steigen drastisch - Reagiert Söder mit neuen Regeln? Pressekonferenz JETZT Live

13.16 Uhr: Corona sei nicht vorbei, warnt Söder abschließend. Man dürfe „das Ganze“ nicht unterschätzen, auch wenn man Freiheiten gewähren wolle.

13.14 Uhr: Ein wichtiger Punkt sei auch die für Samstag in München geplante Anti-Corona-Demo. Ab 200 Personen gelte auch im Freien Maskenpflicht, so Söder. Diese neue Regelung gelte bereits ab diesem Mittwoch (9. September). Die Maskenpflicht sei bußgeldbewehrt.

13.10 Uhr: Söder schließt zusätzliche Maskenpflicht - „Maske plus“ - nicht komplett aus. Er nennt die Beschlüsse zum Schulstart als Beispiel. Die nächsten zehn Tage sollen die Infektionszahlen stabilisiert und eventuell reduziert werden. Beim Sport sollen ab dem 19. September wieder lockere Regeln für den Amateursport - beispielsweise im Fußball - gelten. Auch im Bereich Kultur soll verstärkt Betrieb möglich sein. Auch zum Thema „Gastronomie“ wurde heute beraten. „Diskos und Clubs bleiben zu“, so Söder. Diese könnten „Infektionsbomben“ werden. Kneipen und Bars dürfen allerdings ab 19. September wieder öffnen - unter den gleichen Auflagen wie andere Gastro-Betriebe.

13.05 Uhr: Wie werden die Tests weiterentwickelt? Von Reise-Tests solle es nun vermehrt Tests in regionalen kommunalen Testzentren geben. An den Grenzen an den Autobahnen werden die Testzentren ebenso wie an den Bahnhöfen langsam abgebaut, die Kapazitäten sollen in die kommunalen Zentren verlegt werden. An Flughäfen bleiben die Stationen allerdings weiterhin in gleichem Maß erhalten. Getestet werde weiterhin „jedermann, der glaubt, er hat ein Symptom“. Die Tests bleiben auch weiterhin kostenlos, betont Söder. Niederschwelliges Testen sei besonders wichtig.

13 Uhr: Der erste Schultag sei „angesichts der Umstände“ gut gelungen, so Söder weiter. Nun spricht der Ministerpräsident über die Corona-Tests in Bayern. Die Test-Strategie sei „absolut richtig und wichtig gewesen“. Probleme gab es - aber „die gab es überall“. Die Kritik hätte auf einem „hohem Niveau“ stattgefunden. 480.000 Tests bei Urlaubsrückkehrern hätte es bis heute gegeben - fast 6000 davon seien positiv gewesen. Ohne die Maßnahmen hätte es „einen völlig neuen Hotspot" geben können.

12.56 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt überpünktlich. Markus Söder ergreift zuerst das Wort. „Corona ist mit voller Wucht in Europa zurück“, beginnt er. Der Urlaub habe sich als großes Risiko herausgestellt. „Wir stehen in den nächsten Monaten vor einer Bewährungsprobe“, sagt Söder. Weiterhin müsse Sicherheit gewährleistet werden. Ziel sei jedoch auch, einen kompletten zweiten Lockdown zu vermeiden. „Winter is coming“, so Söder.

Corona in Bayern: Verkündet Söder neue Regeln? Pressekonferenz JETZT live

Update von 12.45 Uhr: Nach der Kabinettssitzung soll um 13 Uhr die Pressekonferenz mit Ministerpräsident Markus Söder, Innenminister Joachim Herrmann, Gesundheitsministerin Melanie Huml und Kultusminister Michael Piazolo beginnen. Laut dem BR soll es dabei unter anderem um die Corona-Testzentren in Bayern sowie um die Sicherheitslage im Freistaat, insbesondere bei Demonstrationen gehen. Alle Entwicklungen verfolgen sie mit Beginn der Pressekonfererenz hier im Ticker und Live-Stream.

Corona in Bayern: RKI meldet Neuinfektionen - Fallzahlen gehen in eine bestimmte Richtung

Update von 12.27 Uhr: 1499 Neuinfektionen meldet das Robert-Koch-Institut am Dienstag. 506 davon allein in Bayern. Das sind fast doppelt so viele wie in Baden-Württemberg, das mit 269 Neuinfektionen an zweiter Stelle steht.

Bereits in den letzten Tagen gab es in Bayern täglich hunderte Neuinfektionen. Die Fallzahlen liegen laut Focus deutlich über dem mittleren Niveau der Monate Mai, Juni und Juli. Im August gab es einen deutlichen Anstieg. In Bayern steigt die 7-Tages-Inzidenz* am Dienstag deshalb von 14,5 auf 16,3 - Spitzenwert in Deutschland. Baden-Württemberg folgt mit 14,0. Der bundesweite 7-Tages-Wert liegt bei 9,6.

Coronavirus in Bayern: Drei Städte überschreiten Grenzwert - weitere liegen über dem Frühwarnwert

Memmingen, Landshut und Rosenheim überschreiten den Grenzwert von 50 deutlich (siehe Erstmeldung). Würzburg, München, Ulm und Weiden in der Oberpfalz überschreiten den Frühwarnwert von 30.

Schulstart in Bayern: Minister verteilen Corona-Masken an Grundschüler in München

Update von 12.03 Uhr: Heute hat in Bayern die Schule begonnen. Knapp 1,7 Millionen Schüler müssen Masken tragen. Für Kinder und Jugendliche ab der fünften Klasse gilt die Maskenpflicht sogar während des Unterrichts, um das Ansteckungsrisiko zu senken - zunächst bis Ende kommender Woche. Grundschüler sind davon ausgenommen. Einige von ihnen erhielten aber besondere Masken. Kultusminister Michael Piazolo und Staatskanzleichef Florian Herrmann verteilten am Dienstag in einer Münchner Grundschule Schultüten an Zweitklässler. Neben einem Block und Stiften waren darin auch Corona-Masken mit einem Bild des bayerischen Löwen.

Seit zehn Uhr tagt derweil das bayerische Kabinett. Thema ist die Corona-Teststrategie sowie die Weiterentwicklung der Quarantäneregeln. Über die Ergebnisse der Sitzung informiert Ministerpräsident Markus Söder zusammen mit weiteren Ministern bei einer Pressekonferenz. Diese können Sie um 13 Uhr hier im Live-Stream und -Ticker verfolgen.

Corona-Tests in Bayern: Kabinett tagt - Söder äußert sich bei Pressekonferenz

Update vom 8. September, 6.07 Uhr: Seit Wochen wird die bayerische Corona-Teststrategie kritisiert, nun soll sie weiterentwickelt werden. Das Kabinett um Ministerpräsident Markus Söder will sich in einer Sitzung (10 Uhr) nicht nur mit Erkenntnissen aus den jüngsten Pannen bei der Übermittlung der Testergebnisse* austauschen, auch die vor Wochen von Bund und Ländern beschlossene Weiterentwicklung der Quarantäneregeln muss zunächst noch für den Freistaat angepasst werden. Um 13 Uhr wird es dann eine Pressekonferenz mit Markus Söder* und weiteren Ministern geben.

Corona in Bayern: Grenzwert in drei Städten überschritten - ein Ort reagiert mit speziellen Vorschriften

Erstmeldung vom 7. September: München - Drei bayerische Städte haben den Grenzwert für 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen teils deutlich überschritten. Spitzenreiter bei den Neuinfektionen ist das schwäbische Memmingen mit einer 7-Tage-Inzidenz von 68,44. Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit nun mitteilte, liegt zudem das niederbayerische Landshut bei 55,25 Coronavirus*-Fällen und Rosenheim in Oberbayern bei 52,11 Coronavirus*-Fällen auf je 100.000 Einwohner.

Coronavirus in Bayern: Grenzwert in drei Städten überschritten - ein Ort reagiert mit speziellen Vorschriften

Die von Bund und Ländern vereinbarte Schwelle für verschärfte Beschränkungen des öffentlichen Lebens liegt bei der 50er-Marke. In Rosenheim und Landshut gab es bereits vor dem Überschreiten dieser Grenze spezielle Vorschriften. Zusätzlich sollen in den nächsten Tagen in Landshut nun auch Grundschüler ab dem Schulbeginn am Dienstag (8. September)* während des Unterrichts eine Maske tragen. Dies galt bislang nur für weitergehende Schulen.

„Wir wollen mit diesem Schritt einerseits das Infektionsrisiko für Kinder und Lehrkräfte minimieren und andererseits die nach den Sommerferien vorgesehene und so wichtige Rückkehr zum regulären Unterrichtsbetrieb ermöglichen“, teilte die dritte Bürgermeisterin Jutta Widmann laut idowa.de mit. Die Maßnahmen hielte das Gesundheitsamt angesichts der steigenden Infektionszahlen „für angemessen und geboten, aber auch für ausreichend“, betonte sie.

Im Video: Coronavirus in Bayern - Drei Städte überschreiten den Grenzwert

Coronavirus in Bayern: Grenzwerte in drei Städten überschritten - Landshut reagiert mit Vorschriften für Grundschüler

Zudem wird das städtische Ordnungsamt die Quarantäneauflagen künftig besser kontrollieren. „Um Infektionsketten zu brechen, müssen sich Betroffene in jedem Fall an die für sie einschlägigen Quarantäneverpflichtungen halten“, sagte die dritte Bürgermeisterin gegenüber idowa.de. Ebenfalls ausgeweitet werden soll die Überwachung der Infektionsschutzvorschriften im öffentlichen Raum. „Abstand halten, Hygieneregeln beachten und Alltagsmasken tragen – wir wissen inzwischen alle, dass wir mit diesen relativ einfachen Maßnahmen uns selbst und andere wirkungsvoll schützen können“, so Widmann. 

Die Stadt Memmingen hält allgemeine Corona*-Beschränkungen derzeit nicht für nötig. Es seien nur Reiserückkehrer erkrankt, die sich schon in Quarantäne befänden, hieß es. Der Pharmakonzern AstraZeneca hat bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs die entscheidende Testphase gestoppt, weil ein Proband erkrankt ist. (nema mit dpa)

Im Video: Bayern rüstet auf bei Corona-Testzentren auf

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Rubriklistenbild: © Christof STACHE / AFP

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