Wegen Ausgangssperre

Frau will Corona-Beschränkungen umgehen und führt Gefährten an der Leine aus - sie erhält ein saftiges Bußgeld

Polizisten laufen in der Nacht im Stadtteil Gorbitz Streife und kontrollieren die Einhaltung der Ausgangssperre.
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Polizisten kontrollieren die Einhaltung der Ausgangssperre.

Eine Frau in Kanada wollte die Corona-Ausgangssperre umgehen – mit einer unkonventionellen Lösung: Sie lief mit ihrem Partner an einer Leine durch die Stadt.

  • Im Corona-Lockdown haben viele Menschen mit den Beschränkungen zu kämpfen.
  • Auch in der kanadischen Provinz Quebec müssen sich die Menschen an Ausgangsbeschränkungen mit Bewegungsradius halten.
  • Eine Frau hatte jetzt eine besonders kuriose Idee, um die Regelungen zu umgehen.

Québec - Zu den derzeit geltenden Corona-Beschränkungen gehören vielerorts auch Ausgangsbeschränkungen. Teilweise gibt es zusätzlich auch eine Einschränkung des Bewegungsradius. In der Provinz Québec in Kanada dürfen Bewohner:innen ihr Zuhause derzeit zwischen 20 Uhr und 5 Uhr nicht oder nur in Ausnahmefällen verlassen. Zu diesen Ausnahmefällen zählt zum Beispiel ein Spaziergang mit seinem Hund - dabei darf man sich allerdings nur maximal einen Kilometer von seinem Wohnort entfernen.

Missachtung der Corona-Beschränkungen in Québec führt zu 967 Euro Bußgeld

Scheinbar eine ziemliche Herausforderung für einige Menschen. Eine Frau hatte nun einen besonders kreativen Einfall, diese Regelungen zu umgehen und doch noch ein wenig abendliche Frischluft zu schnappen. Der nächtliche Ausflug endete aber leider nicht so gut. Sie wurde von der Polizei angehalten. Die Folge: 1.5000 kanadische Dollar Bußgeld. Umgerechnet sind das etwa 967 Euro.

Corona-Beschränkungen in Québec: Mit Mann an der Leine auf Spaziergang

Mitten in der Ausgangssperre war die Frau nämlich nicht nur einfach unterwegs, sie habe dabei auch ihren Partner draußen an einer Leine geführt. Auf den Verstoß gegen die Ausgangssperre angesprochen, erwiderte die Frau mit ernster Miene, sie gehe Gassi „mit ihrem Hund“. Das berichtet die dpa. Ort des Geschehens: die Stadt Sherbrooke, 150 Kilometer östlich von Montréal. Die Beamten hatten dabei laut dpa-Bericht außerdem den Eindruck, die Dame wolle sie „auf die Probe stellen“, so die Polizeisprecherin Isabelle Gendron. Von Einsicht fehlte bei der Kanadierin aber anscheinend jegliche Spur. Die Frau entgegnete den Polizisten, dass sie auch während des Lockdowns weiter jeden Abend auf die Straße gehen wolle - also auch trotz Ausgangsbeschränkungen.

Corona-Beschränkungen in Québec: Auch betrunkener Kraftfahrer testet Ausgangssperre

Neben diesem kuriosen Zwischenfall stoppten die Polizisten bei der nächtlichen Kontrolle in Sherbrooke auch einen betrunkenen Kraftfahrer. Sein Grund, warum er sich trotz Ausgangssperre draußen aufhielt? Er habe „sehen wollen, wie es ist, während der Ausgangssperre draußen zu sein“, so die Polizeisprecherin. (jh)

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