Pandemie-Entwicklung im Ticker

Corona weltweit: Zahl der Toten in Brasilien steigt - Bolsonaro lässt sich von hunderten Anhängern feiern

Coronavirus: Weltweit sind mehr als vier Millionen Menschen infiziert. In Algerien ist nun eine schwangere Ärztin nach einer Corona-Infektion gestorben. 

  • Weltweit geht der Kampf gegen das Coronavirus* weiter.
  • In Brasilien steigt die Zahl der Covid-19-Toten immer weiter (Update: 18. Mai, 11.12 Uhr).
  • Die Entwicklungen in der Corona-Krise in Brasilien, Russland und Südkorea bereiten Sorge. Traurige Nachrichten gibt es außerdem aus Algerien. 
  • Hier lesen Sie die grundlegenden Fakten zum Coronavirus*. Außerdem finden Sie hier aktuelle Fallzahlen*. Derzeit gibt es die folgenden Empfehlungen zu Corona-Schutzmaßnahmen*. Das Wichtigste zum Thema gibt es auf unserer Facebook-Seite Corona News. Jetzt Fan werden.

Update vom 19. Juni: Die Lage in Brasilien spitzt sich zu, die Kritik an Jair Bolsonaro wächst. Doch weiterhin hat der Präsident Unterstützer im Land. Warum dies so ist, erklärt ein Brasilien-Experte auf Anfrage. Bolsonaro ist der „Tropen Trump“.

Corona weltweit: Zahl der Toten in Brasilien steigt - Bolsonaro lässt sich von hunderten Anhängern feiern

Update vom 18. Mai, 11.12 Uhr:Unter Missachtung der Vorgaben zum Schutz vor dem Coronavirus Sars-CoV-2 hat sich Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro von hunderten Anhängern feiern lassen. "Es ist sehr erfreulich, eine solche Demonstration der Unterstützung zu erleben, das stärkt uns", sagte der ultrarechte Staatschef am Sonntag bei der Kundgebung vor dem Präsidentenpalast in der Hauptstadt Brasília. Bolsonaro wurde von mehreren Ministern begleitet und begrüßte die Demonstranten entgegen den Vorgaben zur sozialen Distanzierung aus der Nähe.

In Brasilien sind inzwischen nach offiziellen Angaben 16.118 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Mit mehr als 241.000 Corona-Fällen weist das Land den vierthöchsten Wert weltweit auf. Wissenschaftler gehen von deutlich höheren Zahlen aus.

Bolsonaro hatte am Wochenende erneut die von den Gouverneuren verhängten Corona-Beschränkungen in Brasilien kritisiert. Er fordert die Lockerung der Maßnahmen, weil diese seiner Meinung nach die Wirtschaft unverhältnismäßig stark belasten.

Corona Algerien: Schwangere Ärztin stirbt nach Corona-Infektion - zuvor wurde ihr Urlaubsantrag abgelehnt 

Update vom 18. Mai, 7.50 Uhr: In Algerien hat der Tod einer im achten Monat schwangeren Ärztin für Empörung gesorgt. Nach einer Infektion mit dem Coronavirus war die 28-jährige Wafa Boudissa am vergangenen Freitag gestorben. Zuvor hatte der Chef des Krankenhauses im Osten des nordafrikanischen Landes ihren Wunsch, wegen der Pandemie früher in Mutterschaftsurlaub gehen zu dürfen, abgelehnt. 

Coronavirus weltweit: Krankenhausdirektor wurde gefeuert, Ermittlungen laufen

Das hatte nun Konsequenzen: Der Krankenhausdirektor wurde am Sonntag von Gesundheitsminister Abderrahman Benbouzid gefeuert, erfuhr die internationale Nachrichtenagentur AFP von einer nahestehenden Quelle. Kollegen hatten den Wunsch der 28-Jährigen unterstützt und sogar eine entsprechende Petition eingereicht. Am Samstag hatte Bebouzid nun Ermittlungen in dem Fall eingeleitet und den Generalinspekteur des Gesundheitsministeriums mit der Leitung beauftragt. 

Wie die Quelle weiter mitteilte, könnte jeder, der direkt für den Tod der Ärztin verantwortlich gemacht werden kann, wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht gestellt werden. Unterdessen zeigte das Staatsfernsehen einen Besuch Benbouzids in dem Krankenhaus. Danach kondolierte er der Familie des Opfers in deren Zuhause. Dabei sagte er, dass er es nicht verstehen könne, warum eine schwangere Frau zur Arbeit gezwungen werde. Offiziellen Angaben zufolge starben in Algerien bis Sonntag mehr als 540 Menschen an Covid-19. Außerdem wurden mehr als 6800 Infektionen mit Sars-CoV-2 in dem nordafrikanischen Land registriert.

Coronavirus weltweit: Brasilien vermeldet mehr als 16.000 Todesfälle 

Unterdessen vermeldet Brasilien zwei Monate nach dem ersten registrierten Todesfall in dem südamerikanischen Land mehr als 16.000 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Dies ging aus Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília vom Sonntag hervor. Den Informationen zufolge starben in Brasilien bislang 16.118 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19. Zudem wurden inzwischen 241.080 Infizierte verzeichnet. Damit liegt das Land laut Daten der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität bei der Zahl der Todesopfer weiter auf Platz sechs, bei der Zahl der Infizierten auf Platz vier der weltweit am schwersten betroffenen Länder.

Update vom 17. Mai, 21.05 Uhr: Die Briten verlieren in der Corona-Krise das Vertrauen in die Regierung von Boris Johnson

Schottland, Wales und Nordirland wenden sich ab, in London kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstranten.

Corona weltweit: In Russland kommt ein Baby mit Coronavirus zur Welt

Update vom 17. Mai, 20.30 Uhr: Es ist einer von wenigen weltweit bekannten Fällen: In der russischen Kaukasus-Region ist ein mit dem Coronavirus infiziertes Baby zur Welt gekommen. 

Die schwangere Mutter sei infiziert gewesen, das Baby sei dann mit dem Virus geborenworden, zitierte die russische Nachrichtenagentur Tass am Sonntag Gesundheitsvertreter in Beslan in Nordossetien. Mutter und Kind seien inzwischen zu Hause, ihr Zustand sei „zufriedenstellend“.

Die Geburt in Beslan folgt auf eine in Peru Mitte April, bei der ebenfalls ein Neugeborenes positiv auf das Virus getestet wurde. Die Gesundheitsbehörden in Peru hatten damals erklärt, es sei weltweit der zweite Fall eines positiv getesteten Neugeborenen.

Der Chef der Geburtsabteilung sagte im örtlichen Fernsehen, 17 von 35 Frauen, die kurz vor der Entbindung standen, seien positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Russland steht in der Corona-Pandemie mit mehr als 280.000 Infektionen inzwischen auf Platz zwei hinter den USA. Nach offiziellen Angaben starben rund 2600 Menschen an Covid-19. Viele Kritiker bezweifeln diese Zahl allerdings.

Update vom 17. Mai, 16.20 Uhr: In Deutschland und einigen weiteren europäischen Ländern werden gerade die Corona-Maßnahmen schrittweise gelockert - andere Länder wie zum Beispiel in Brasilien trifft die Pandemie hingegen weiter mit voller Härte. In dem größten südamerikanischen Land steckten sich innerhalb von 24 Stunden fast 15.000 Menschen neu mit dem Coronavirus an, wie die Behörden am Samstag mitteilten. Die Zahl der Todesopfer in dem Land stieg auf mehr als 15.000.

Im ganzen Land haben sich inzwischen mehr als 233.000 Menschen mit dem neuartigen Virus angesteckt. Damit steht Brasilien, dessen ultrarechter Präsident Jair Bolsonaro die Pandemie als "kleine Grippe" bezeichnet hatte, weltweit an vierter Stelle bei der Zahl der Infektionen.

Coronavirus weltweit: 501.563 Infektionen in Lateinamerika

Update vom 17. Mai, 10.28 Uhr: Besorgnis richtet sich immer mehr in Richtung Lateinamerika und die Karibik. Nach Berechnung der Johns-Hopkins-Universität haben sich auf dem Subkontinent mit 501.563 bekannten Infektionen inzwischen über eine halbe Million Menschen angesteckt. 

Tijuana, Mexiko: Beerdigungen in dem für Totenwachen bekannten Land folgen einem neuen Protokoll

Fast die Hälfte aller Infektionen verzeichnet demnach Brasilien - dort sind 233.000 Infektionen bekannt. An zweiter Stelle folgt Peru mit 88.500 registrierten Infektionen, danach Mexiko mit 47.100 bekannten Fällen. Doch vor allem in Mexiko steigen die Zahlen der Toten - hier sind bereits über 5.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. Brasilien liegt nach Berechnungen der Johns-Hopkins-Universtität inzwischen an vierter Stelle, was bekannte Infektionen angeht - nach den USA, Russland und Großbritannien.

Coronavirus weltweit: Fast 100.000 Infizierte aus dem Pflegebereich

Nach Angaben des Internationalen Verbands der Pflegekräfte (ICN) sehen sich besonders in Mexiko auch Angehörige von Pflegeberufen Anfeindungen ausgesetzt. Nach Zählungen des Verbands haben sich inzwischen knapp 100.000 Menschen aus dem Pflegebereich infiziert, er fordert einen besseren Schutz der Menschen. Schon vor der Krise hätten 16 Millionen Pflegekräfte weltweit gefehlt - die aktuellen Entwicklungen könnten dazu beitragen, dass sich immer weniger Menschen für diesen Beruf entscheiden.

Coronavirus - Ramadan in Saudi-Arabien: Saudi-Arabien, Mekka: Auf dem Gelände der Großen Moschee von Mekka befinden sich kaum Gläubige

Weltweit brechen die letzten zehn Tage des Fastenmonats Ramadan an - Aufnahmen aus der Moschee von Mekka in Saudi-Arabien zeigen, dass sich während der Zeit der Corona-Krise kaum Gläubige in der Moschee aufhalten.

Coronavirus in Südostasien: Ansteckungen sinken nach Einschränkungen

Update vom 16. Mai, 20.50 Uhr: In Südostasien grassiert das Coronavirus* weiterhin. Nun beschloss Thailand, den Stopp für internationale Passagierflugzeuge um einen Monat zu verlängern, womit bis zum 30. Juni kein Flug in das beliebte Reiseland verkehren wird. Diese Entscheidung teilte die Luftfahrtbehörde des Landes am Samstag mit. Davon ausgenommen sind Fracht-, Hilfs- und Militärflüge sowie auch Notlandungen. Allerdings sehen die thailändischen Behörden für Passagiere entsprechender Flüge eine zweiwöchige Quarantäne* vor.

Am Sonntag (17. Mai) werden im Königreich einige Einschränkungen gelockert. Die nächtliche Ausgangssperre soll verkürzt werden, zudem haben Einkaufszentren wieder geöffnet. Ende März rief die Regierung den Ausnahmezustand aus und verhängte strenge Anordnungen. Seitdem sinken die Zahlen der Neuinfektionen, im Mai wurden pro Tag weniger als zehn Ansteckungen registriert. Im März waren es noch mehr als 100 tägliche Corona-Infektionen*.

Corona-Pandemie: Brasilien mit drastischem Zuwachs an Infektionen

Update vom 16. Mai, 8.35 Uhr: In Brasilien steigt die Zahl der Coronafälle* dramatisch an. 15.305 neue Infektionen innerhalb von 24 Stunden meldete das Gesundheitsministeriums in Brasília am Freitagabend (Ortszeit). Das ist ein weiterer Negativrekord in dem südamerikanischen Land für einen 24-stündigen Zeitraum. 

Insgesamt sind in Brasilien nach offiziellen Angaben bislang 14.817 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. 218.223 Infizierte wurden inzwischen registriert. Nach den Daten der in den USA beheimateten Johns-Hopkins-Universität liegt das mit mehr als 200 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas damit weiter sowohl bei der Zahl der Todesopfer als auch der Zahl der Infizierten nun auf Platz sechs der am schwersten betroffenen Länder. Präsident Bolsonaro schaffte es, den zweiten Gesundheitsminister in der Krise zu verschleißen*.

Coronavirus in China: Soziale Kontrolle verstärkt durch die Krise

Update vom 15. Mai, 16.38 Uhr: In China wurden die strikten Corona-Maßnahmen von Beginn an gut eingehalten. Mehr noch - die Bürger kontrollieren sich gegenseitig. Das ist auch darauf zurückzuführen, dass China eine lange Tradition der sozialen Kontrolle hat. Mit der Gesundeits-App und dem Sozialpunktesystem, das bereits vor der Pandemie existiert hat, wird die systematische Kontrolle der Chinesen auf die Spitze getrieben. 

Wie die ARD berichtet, galt in China bereits unter Mao Zedong (*1893-1976) ein System der sozialen Kontrolle. Die Gesellschaft wurde unter Zedong in Arbeitereinheiten eingeteilt. Sogenannte Danweis überwachten die Bürger im Sinne des Staates. Verfehlungen wurden dokumentiert und schließlich  bestraft. Ähnlich funktioniert die chinesische Überwachung in der Corona-Krise. Wachpersonal in Wohnblöcken und Kontrolleure an U-Bahn-Eingängen messen Temperatur, prüfen die Gesundheits-App. Selbst der Eintritt in Supermärkte wird den Chinesen verwehrt, sollten sie die Kontrolle verweigern. 

Corona-Pandemie: China fürchtet zweite Welle - Zahl der Coronavirus-Todesopfer überrascht  

Update vom 15. Mai, 7.27 Uhr: China hat vier neue Coronavirus-Fälle in den vergangenen 24 Stunden bestätigt. Die Infektionen sind in der nordöstlichen Provinz Jilin aufgetreten, wie The Guardian. Dabei handle es sich nach Angabe der Gesundheitsbehörden um lokale Ansteckungen. 

Die Provinz Jilin ist 2000 Kilometer von dem Corona-Epizentrum Wuhan entfernt und grenzt an Russland und Nordkorea. Die Sorgen um einen zweiten Ausbruch ist groß. In China hat es einen Monat lang keine neuen Todesfälle durch das Coronavirus gegeben. Das letzte Todesopfer vermeldeten die Behörden am 14. April. Bisher hat es in China 84.029 Corona-Infektionen mit 4.637 Todesfällen gegeben, teilt die Johns-Hopkins- University mit.  Genesen sind demnach 79.263 Corona-Infizierte.

Corona weltweit: Zahl der Todesfälle übersteigt nächste traurige Marke

Update vom 14. Mai, 20.37 Uhr: Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität hat die Zahl der Todesopfer im Zuge der Corona-Pandemie eine weitere Marke übertroffen. Die Experten aus Baltimore melden 300.074 Verstorbene bei mehr als 4,4 Millionen Infektionen.

Die von der Universität veröffentlichten Infektions- und Todeszahlen sind in der Regel höher als jene der Weltgesundheitsorganisation (WHO), weil sie regelmäßiger aktualisiert werden. In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert. Die WHO hatte bis Mittwoch rund 4,2 Millionen nachgewiesene Infektionen und knapp 290.000 Todesfälle gemeldet.

Coronavirus: Wegen Clubbesuchern befürchtet Südkorea zweite Infektionswelle

Update vom 14. Mai, 12.10 Uhr: Südkorea befürchtet wegen Club-Gängern eine neue Ansteckungswelle: Nachdem sich die Corona-Infektionen unter Besuchern des Nachtlebens in der Millionen-Metropole Seoul häuften, sehen die südkoreanischen Gesundheitsbehörden den Kampf gegen eine zweite Infektionswelle nun in Gefahr. Vertreter der Behörden warnten sogar davor, dass die Situation erneut außer Kontrolle geraten könne - ähnlich wie zu Beginn des Jahres, als die Infektionszahlen massiv in die Höhe schnellten: „Es ist für uns jetzt ein sehr kritischer Moment“, so ein Sprecher des Katastrophen-Managements. 

Soweit die Infektionskette zurückgeführt werden konnte, stehe der Großteil der registrierten Neuinfizierten vom Mittwoch (13. Mai) in Südkorea mit den Clubbesuchen im Seouler Szeneviertel Itaewon in Verbindung. Betroffen seien Clubgäste sowie deren Kontaktpersonen. Zunächst wurden mehrere Infektionen auf einen Mann zurückgeführt, der Anfang Mai in einer Nacht in fünf Clubs von Itaewon zu Gast war. Da die infizierten Clubbesucher nicht nur aus Seoul kommen, gehen die Behörden davon aus, dass sich das Virus, gegen das derzeit mit Hochdruck nach einem Impfstoff gesucht wird, erneut im ganzen Land verbreiten könne. Intensives Testen soll deshalb die Infektionsketten durchbrechen.

Coronavirus: Mehr als 880 Todesfälle an einem Tag in Brasilien - viele Pflegekräfte betroffen

Update vom 13. Mai, 9.04 Uhr: Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat sich von der Bundespolizei verfolgt gefühlt - und damit den von ihm angestrebten Wechsel auf der Position des Polizei-Direktors in Rio de Janeiro begründet. Das berichteten verschiedene brasilianische Medien unter Berufung auf Quellen in Brasília am Dienstagabend (Ortszeit). Hintergrund ist ein Verfahren gegen den rechtspopulistischen Präsidenten. Dabei wurde auch ein mit Spannung erwartetes Video von einer Kabinettssitzung als Beweismittel herangezogen.

Update vom 13. Mai, 7.27 Uhr: In Brasilien steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus immer stärker. Laut den jüngsten Informationen des Gesundheitsministeriums in der Hauptstadt Brasília vom Dienstagabend (Ortszeit) wurden erstmals mehr als 800 Corona-Tote innerhalb von nur 24 Stunden registriert. Die Zahl der von Montag bis Dienstag registrierten Opfer belief sich demnach auf 881. Das ist ein neuer Negativrekord in dem südamerikanischen Land. 

Auch Brasilien trifft die Corona-Pandemie mit voller Wucht. 

Coronavirus weltweit: Mehr als 12.000 Todesopfer in Brasilien - viele Pflegekräfte betroffen

Offiziellen Angaben zufolge sind in Brasilien bislang 12.400 Menschen nach einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 gestorben. Inzwischen wurden außerdem 177.589 Infizierte gemeldet. Nach den Informationen der US-amerikanischen Johns-Hopkins-Universität liegt Brasilien bei der Zahl der Todesopfer damit nun auf Platz sechs der am schwersten betroffenen Länder. 

Pflegekräfte in Städten wie Brasília oder Manaus gedachten am Internationalen Tag der Pflege auch ihrer mindestens 98 verstorbenen Kollegen. In der Corona-Krise hat Brasilien bereits mehr Pflegekräfte verloren als Spanien und Italien zusammen. Das liegt unter anderem an deren prekären Arbeitssituation

Während in Brasilien derzeit die dramatischen Todesfallzahlen im Fokus stehen, rückt in Mexiko auch immer mehr die wirtschaftliche Dimension der Corona-Krise ins Zentrum der Betrachtungen. Mehr als 555.000 Menschen haben dort im April ihre Arbeit verloren. Damit stieg die Zahl der Arbeitslosen auf 685.000, seit im März zur Eindämmung der Coronavirus-Ausbreitung der Betrieb in Unternehmen, die nicht als unerlässlich eingestuft wurden, vorübergehend eingestellt wurde. 

Coronavirus weltweit: Arbeitslosenzahlen in Mexiko steigen drastisch an

Das zeigen Informationen des Instituts für Soziale Sicherheit (IMSS) vom Dienstag. Bei der Arbeitslosenzahl handelt es sich um etwa doppelt so viele Arbeitsplätze, wie im gesamten vergangenen Jahr in Mexiko entstanden. Dabei ist allerdings der informelle Sektor nicht berücksichtigt. Zu ihm werden jedoch 57 Prozent der Arbeit in der zweitgrößten Wirtschaft Lateinamerikas gezählt. Da sich dieser Sektor staatlichen Regulierungen entzieht, lassen sich die Auswirkungen der Pandemie für ihn nicht statistisch nachvollziehen. 

In Mexiko wurden bislang 36.327 Corona-Infektionen sowie 3573 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus bestätigt. Die tatsächlichen Zahlen dürften allerdings deutlich höher liegen. 

Coronavirus weltweit: In Wuhan soll die gesamte Bevölkerung getestet werden

Update vom 12. Mai, 16.35 Uhr: Infolge neuer Corona-Fälle in der Millionenmetropole Wuhan (wir berichteten) soll dort nun die gesamten Bevölkerung getestet werden. Dies ordneten die Behörden chinesischen Medienberichten zufolge an. So soll nun jeder Stadtbezirk zehn Tage Zeit bekommen, um die Testung der insgesamt elf Millionen Einwohner vorzubereiten. In welchem Zeitraum die dann durchgeführt werden soll, blieb offen. Das berichtet auch n-tv

Update vom 12. Mai, 14.30 Uhr: Die Metropole Wuhan gilt als Ursprungsort der Coronavirus-Pandemie. Mehr als zwei Monate stand die gesamte Stadt unter Quarantäne. Seit Wochen war es nun mehr oder weniger ruhig geworden um die Metropole. Vier Wochen lang meldete China keine Neuinfektionen mehr. Doch nun scheint es, als sei das Coronavirus in seinen Ursprungsort zurückgekehrt.

Wie die chinesisichen Behörden mitteilten, wurden am Montag fünf Neuinfektionen mit dem Coronavirus in einem Wohnviertel der Stadt Wuhan gemeldet. Bereits am Sonntag war eine Infektion mit Sars-CoV-2 bei einem 89-jährigen Mann ermittelt worden. In dem betroffenen Wohnviertel ist die Infektions-Risikostufe nun von „niedrig“ auf „mittel“ hochgesetzt worden, wie ntv.de berichtet.

Auch ein neuer Ansteckungsherd soll dem Bericht zufolge in der Stadt Shulan entstanden sein. Schon am Freitag sei die Stadt unter Quarantäne gestellt worden.

Indes rücken in Deutschland Demonstrationen mehr in den Fokus - auch hinsichtlich der Maskenpflicht. Die Rebellion gegen die Maskenpflicht brachte schon bei der Spanischen Grippe ein böses Erwachen.

Coronavirus weltweit: Bolsonaro erlaubt erste Lockerungen in Brasilien

Update vom 12. Mai, 10.55 Uhr: Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat Fitnessstudios, Friseur- und Schönheitssalons als "wesentliche" Wirtschaftszweige eingestuft und damit ihre Öffnung trotz geltender Corona-Restriktionen erlaubt. Sein am Montag veröffentlichtes Dekret bedeutet, dass für diese Betriebe die von brasilianischen Bundesstaaten und Gemeinden verhängten Einschränkungen des wirtschaftlichen Lebens nicht mehr gelten sollen.

Er habe diese Betriebe von den Restriktionen ausgenommen, "weil Gesundheit Leben ist", sagte Bolsonaro. Wer sich nicht von zu Hause fortbewege, erhöhe seinen Cholesterin- und Stresspegel. Wer ins Fitnessstudio gehe, "wird ein gesünderes Leben haben".

Das Gleiche gelte für den Besuch im Schönheitssalon oder beim Friseur, argumentierte der Staatschef. Sich die Nägel lackieren oder die Haare machen zu lassen, sei "eine Angelegenheit der Hygiene". Bolsonaro betonte auch, dass die in dem Dekret genannten Betriebe mehr als eine Million Menschen beschäftigten.

Update vom 11. Mai, 21.15 Uhr: Wurde eine frühe WHO-Warnung im Kampf gegen das Coronavirus von China blockiert? Der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) scheint einen schwerwiegenden Verdacht zu haben.

Corona-Krise in China: Disneyland in Shanghai hat wieder geöffnet

Update, 15.33 Uhr: Indigine aus der schwer betroffenen Region Manaus in Brasilien haben die internationale Gemeinschaft um finanzielle Unterstützung gebeten. Yapurari Satere, wo viele Indigene leben, gehört zum Amazonas-Gebiet.

Coronavirus - Brasilien: Zwei Männer einer indigenen Satere-Mawe-Familie tragen Mundschutzmasken, um eine Ansteckung mit Coronavirus zu vermeiden

Innerhalb weniger Minuten ausverkauft waren Tickets für das Disneyland in Shanghai, das am Montag wieder geöffnet hat. 

Besucher können nur mit vorreservierten Tickets, nach Temperaturmessen und Vorzeigen eines grünen Gesundheits-QR-Codes das Gelände betreten und müssen - auch in Warteschlangen - Abstand halten und Masken tragen.

Coronavirus - China öffnet das Disneyland in Shanghai

Unterdessen haben der türkische Premier Erdogan und Bundeskanzlerin Merkel telefoniert - es soll dabei um Zusammenarbeit während und nach der Pandemie gegangen sein.

Nach einer AFP-Berechnung sind weltweit inzwischen mehr als 280.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus ums Leben gekommen - davon fast 85 Prozent in Europa (156.095 Verstorbene) und den USA (78.862 Verstorbene). 

Coronavirus in Neuseeland: Premierministerin mahnt weiterhin zur Vorsicht

Update vom 11. Mai, 09.28 Uhr: In Neuseeland, wo schon seit 29. April gelockerte Ausgangssperren gelten, sollen ab Donnerstag neue Regeln gelten. Die meisten Geschäfte sowie öffentlichen Plätze dürfen dann wieder öffnen, es sind sogar Zusammenkünfte bis zu 100 Menschen erlaubt. Für private Feiern, Hochzeiten oder Bestattungen können sich zehn Menschen treffen. Trotzdem mahnt Premierministerin Jacinda Ardern die Bürger zur Vorsicht: „Wir müssen uns weiterhin so verhalten, als wäre das Virus unter uns.“ 

Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern lockert die Beschränkungen

Schulen öffnen zum 18. Mai, Bars am 21. Mai. Das Land hat insgesamt 1479 Infektionsfälle nachgewiesen, es verstarben nach offiziellen Angaben 21 Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Neuseeland hat 4,2 Millionen Einwohner.

Unterdessen warnte Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock vor organisierter Kriminalität, die sich auch im Bereich von Medizinprodukten die weltweite Krise zu Nutze macht. Bereits jetzt sei zu beobachten, dass in Asien organisierte Kriminelle versuchen würden, an kontaminierten Klinikabfall zu kommen, um diesen zu Niedrigpreisen und ohne Einhaltung der Regularien zu entsorgen. Stock fürchtet eine weitere Welle internationaler Kriminalität, sobald ein Impfstoff gefunden ist. 

Coronavirus in Indien: 786 Polizisten positiv getestet

Update vom 10. Mai, 15:34 Uhr:  In Indien, wo laut Johns-Hopkins-Universität 62.939 bekannte Infektionen vorliegen sowie nach Behördenangaben 2.109 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben sind, werden nun auch zunehmend Fälle infizierter Polizisten bekannt. 

Coronavirus - Indien, Jammu: Ein Mann mit Mundschutz sitzt an einem Straßenrand im Schatten einer Überführung

Im westindischen Staat Maharashtra, zu dem auch die Finanzmetropole gehört, wurden 786 Polizisten positiv auf das Coronavirus getestet - sieben von ihnen verstarben. Alle über 55-jährigen wurden demnach inzwischen angewiesen, zu Hause zu bleiben. Der Staat ist besonders stark betroffen - ein Drittel aller in Indien gemeldeten Fälle wurde hier bekannt. Indien hat 1,3 Milliarden Einwohner.

Coronavirus weltweit: Mehr als vier Millionen Infektionen weltweit bekannt

Update vom 10. Mai 2020, 08.24 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten weltweit hat die Marke von vier Millionen überschritten. Die Johns-Hopkins-Universität* vermeldete am Sonntagmorgen 4.025.140 Infizierte weltweit. Demnach starben 279.329 Menschen an den Folgen einer Infektion. Als Genesen gelten immerhin 1.376.002 der Infizierten. 

Nach über einem Monat meldet China zudem wieder einen neuen Infizierten aus der Metropole Wuhan, in der die Pandemie ihren Anfang nahm. Insgesamt vermeldete China 14 neue Infizierte, wie der ORF berichtet.

Corona-Fälle in Russland geben Rätsel auf: Zahl der Toten in Wahrheit viel höher? Forscher äußert Verdacht

News vom 9. Mai 2020:

Update, 21.22 Uhr: Angesichts der Ausbreitung der Corona-Pandemie hat das brasilianische Parlament eine dreitägige Staatstrauer für die Opfer des Virus angeordnet. Vor dem Kongress in der Hauptstadt Brasília wurde am Samstag (9. Mai) die Nationalflagge auf halbmast gesetzt. Während der Trauerzeit sind öffentliche Feiern untersagt.

Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 war zuletzt auf über 10.000 gestiegen. Damit liegt das größte Land Lateinamerikas weltweit an sechster Stelle. Bislang haben sich in Brasilien 148.670 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

Corona-Fälle in Russland geben Rätsel auf: Zahl der Toten in Wahrheit viel höher? Forscher äußert Verdacht

Update, 18.56 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Russland steigt weiter in die Höhe. Laut den Daten der Johns-Hopkins-Universität gibt es aktuell 198.676 Fälle (Stand 9. Mai, 18.56 Uhr). Doch trotz hoher Infektionszahlen scheint die Zahl der Todesopfer im Vergleich zu anderen Ländern gering auszufallen: Die Johns-Hopkins-Universität meldet am heutigen Samstag 1827 Fälle. Zum Vergleich: in Deutschland liegen die Infektions-Zahlen bei 170.876 - die Todeszahlen bei 7510 Fällen. 

Die russische Regierung führt dies auf die hohe Testrate zurück - doch einige Kritiker haben mittlerweile eine andere Erklärung für die niedrigen Todeszahlen. Sergej Timonin, Wissenschaftler am Internationalen Laboratorium für Bevölkerung und Gesundheit an der Moskauer Higher School of Economics, teilte gegenüber der Welt seine Theorie mit. „Wenn jemand an einem Herzinfarkt stirbt, aber auch Covid-19 diagnostiziert wurde, dann ist die offizielle Todesursache der Herzinfarkt. Mit anderen Worten: Nicht alle Todesfälle von Personen mit Corona werden als Todesfälle durch Corona gelistet“, so Timonin. 

Auch örtliche Medien in Russland zweifeln mittlerweile an der Transparenz der Zahlen. Berichtern zufolge häufen sich Fälle von Corona-Toten, bei denen als Todesursache schlicht eine Lungenentzündigung angegeben wurde. 

Wie der Forscher Sergej Timonin erklärt, werde in Russland die Todesursache erst nach der Autopsie bestimmt. „Erst Ende Mai, wenn die Aprilstatistik herauskommt, werden wir die wahre Todeszahl von Covid-19 in Russland kennen“, erklärte er. 

Corona: China-Zahlen steigen - Japan meldet ersten Erfolg mit fragwürdigem Verfahren 

Update vom 9. Mai, 9.31 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infektionen weltweit erreicht bald die vier Millionen Marke. Die Zahl liegt am Samstagmorgen (Stand 9.25 Uhr, Johns-Hopkins-Universtität) bei 3.939.348.  

In Japan unterstützen die Bürger in der Corona-Krise ein Projekt, um existenzbedrohte traditionelle Ryokan-Gasthäuser am Leben zu erhalten. Sie zahlen online vorab für Übernachtungen, die sie irgendwann in der Zukunft antreten. Viele der wegen des Corona-Notstands geschlossenen Ryokan-Gasthäuser stehen kurz vor dem Aus. Auf einer Internetseite mit dem Namen „save ryokan“, (beschützt Ryokan) können sich Gäste als Unterstützer registrieren und einen Mindestbetrag von 5000 Yen (43 Euro) für eine zukünftige Übernachtung zahlen. Den Restbetrag zahlen sie erst, wenn sie im Ryokan erscheinen.

Update vom 8. Mai, 22.05 Uhr: Laut den Angaben der Johns-Hopkins-University gibt es weltweit insgesamt 3.910.738 Infektionsfälle. An den Folgen des Coronavirus verstorben sind 272.778 Menschen. 1.306.204 gelten weltweit als wieder genesen.

Corona: China-Zahlen steigen - Japan meldet ersten Erfolg mit fragwürdigem Verfahren

Update vom 8. Mai 2020, 6.45 Uhr: Das Coronavirus breitet sich in der Welt immer weiter aus, Japan meldet nun jedoch einen ersten vermeintlichen Erfolg. Dort sei die Zahl der täglichen Neuinfektionen erstmals seit Wochen unter die Marke von 100 gesunken. Wie der japanische Fernsehsender NHK am Freitag meldete, zählte die Nummer Drei der Weltwirtschaft am Vortag 96 Neuinfektionen und damit zum ersten Mal seit dem 30. März weniger als 100 Fälle. Insgesamt zählt das Inselreich bislang mehr als 16 200 Infektionsfälle und 603 Tote.

Doch könnten sich in Japan in Wahrheit viel mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben? Nach Kritik will das Land nun nämlich seine Kriterien für Corona-Tests ändern. Bislang dürfen sich nur Menschen auf den Erreger testen lassen, die mindestens vier Tage lang hintereinander 37,5 Grad Fieber haben. Diese Bedingung war als eine zu hohe Hürde kritisiert worden. Japan lässt viel weniger testen als andere Länder: Pro 100 000 Menschen nur 188 Tests, während es in vielen anderen Länder mehr als 1000 Tests sind, wie japanische Medien unter Berufung auf Experten meldeten. Begründet wurde dies unter anderem mit veralteter Ausrüstung und Mangel an staatlichen Einrichtungen und Fachleuten für solche Tests.

Währenddessen meldet China erneut überraschende Zahlen. Während das Coronavirus sich weiter in der Welt ausbreitet, meldet China auch am Freitag nur eine weitere registrierte Neuinfektion. Damit sollen sich in dem Land rund 82.886 Personen mit dem Coronavirus nachweislich infiziert haben. 

Skeptiker und Kritiker stechen mit ihrer Meinung während der Corona-Krise heraus. War der Lockdown in dieser Form notwendig?

Coronavirus weltweit - Südamerika besonders betroffen

Update vom 7. Mai, 20.50 Uhr: Während die Corona-Pandemie* in den Vereinigten Staaten im vollen Gange ist, ist die Lage südlich der USA ebenfalls sehr bedrohlich. In Lateinamerika wurden bisher mehr als 300.000 Corona-Fälle bestätigt. Dies besagt eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP, die alle Angaben der Behörden berücksichtigt. Mehr als 16.000 Menschen in Lateinamerika starben an den Folgen der Corona-Infektion*.

Corona weltweit: Infektionsrate in vielen Ländern „sehr hoch“ - Spitzenreiter Brasilien

Am dramatischsten ist die Lage in Brasilien, wo bislang 8.500 Todesfälle in Verbindung zum Coronavirus gemeldet wurden. Präsident Jair Bolsonaro hält Schutzmaßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen weiterhin für übertrieben  sowie ökonomisch schädlich. Der rechtsextreme Staatschef ruft seine Anhänger zum Widerstand gegen die Anordnungen in den einzelnen Bundesstaaten auf und missachtet sie selbst. 
Auch Mexiko verzeichnet verhältnismäßig hohe Todeszahlen. 2700 der rund 27.600 nachgewiesenen Corona-Infizierten* starben an den Folgen des Virus. Aufgrund der geringen Testkapazitäten in Mexiko liegt die Dunkelziffer wohl weit höher. Gemessen am Anteil der Bevölkerung ist Ecador mit 92 Todesfällen pro einer Million Einwohner am schlimmsten betroffen. Damit gibt es hier doppelt so viele Todesfälle wie im Nachbarland Peru, wo bislang 1500 Personen starben. 

Die Panamerikanische Gesundheitsorganisation stuft die Infektionsraten in Brasilien, Ecuador, Peru, Chile and Mexiko weiterhin als „sehr hoch“ ein.

Corona weltweit: Afghanistans Gesundheitsminister positiv getestet

Update, 17.40 Uhr: In Afghanistan hat sich einer der wichtigsten Politiker in der Corona-Krise mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Gesundheitsminister Firusuddin Firus wurde positiv auf das Coronavirus getestet, nachdem er einige Tage Symptome gezeigt hatte. Firus befand sich bereits vor dem Test in Quarantäne, wie ein Sprecher am Donnerstag mitteilte.

Afghanistan registrierte bislang rund 3500 Corona-Infektionen, da die Kapazitäten für etwaige Tests äußerst beschränkt sind. Die Dunkelziffer dürfte angesichts dessen deutlich höher liegen. Seit Jahresbeginn kehrten über 270.000 Afghanen aus dem stark vom Virus betroffenen Iran in ihre Heimat zurück. Die Lage in Afghanistan ist geprägt von medizinischer Unterversorgung und Personal- sowie Ausrüstungsmangel.

Update, 15.20 Uhr: In Pakistan sollen trotz steigender Neuinfektions-Zahlen weitere Beschränkungen im Kampf gegen das Corona-Virus aufgehoben werden. Von Samstag an sollen die Restriktionen schrittweise wegfallen, kündigte Premierminister Imran Khan am Donnerstag an. Die Regierung begründete die Entscheidung mit dem Kampf gegen die Armut. Insbesondere die vielen Tagelöhner litten unter strikten Corona-Restriktionen. Schulen und Universitäten bleiben allerdings noch bis zum 15. Juli geschlossen. Auch der Flugverkehr wird noch nicht wieder aufgenommen.

Bereits vor mehr als drei Wochen hatten in Pakistan einige Industriezweige die Arbeit wieder aufgenommen. Bislang waren die Restriktionen bis zum 9. Mai befristet. Wichtige Bereiche der Wirtschaft wie Landwirtschaft, Bau und Einzelhandel würden sofort wieder geöffnet, sagte Planungsminister Asad Umer. In dem südasiatischen Land mit annähernd 220 Millionen Einwohnern sind mindestens 24 000 Menschen mit Sars-Cov-2 infiziert. Die tatsächliche Zahl dürfte jedoch deutlich höher liegen.

EU entsetzt über chinesische Zensur von Corona-Beitrag

Update, 14.01 Uhr: Das chinesische Außenministerium hat einen Gastbeitrag von Botschaftern der EU-Staaten für eine chinesische Tageszeitung zensiert. Wie der Auswärtige Dienst der EU am Donnerstag nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ bestätigte, bestand das Ministerium darauf, dass in dem Text nicht erwähnt wird, dass sich das Coronavirus von China ausgehend in der Welt verbreitet hat. Ein entsprechender Halbsatz musste deswegen aus dem Text gestrichen werden.

Man bedauere, dass der Gastkommentar nicht vollständig veröffentlicht worden sei, kommentierte der Auswärtige Dienst der EU. Er räumte allerdings gleichzeitig ein, nicht die Möglichkeit genutzt zu haben, den Text zurückziehen. Grund sei gewesen, dass man mit dem Beitrag für die „China Daily“ sehr wichtige Botschaften zu den Prioritäten der EU übermitteln wollte - zum Beispiel zum Thema Klimawandel oder Menschenrechte.

Aus Deutschland kam dennochscharfe Kritik an der Veröffentlichung des gekürzten Textes. Er sei entsetzt darüber, dass der Text aller EU-Botschafter großzügig die chinesischen Narrative übernehme und der Zensur des Textes durch die EU-Vertretung zugestimmt worden sei, kommentierte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen (CDU). Mit einer Stimme zu sprechen sei schön und gut, aber sie müsse auch unsere Werte und Interessen widerspiegeln.

Wie entwickelt sich die Coronavirus-Pandemie weiter? Mit dieser Frage hat sich aktuell eine Gruppe US-Forscher beschäftigt - und drei mögliche Szenarien entwickelt.

Sprecher von Brasiliens Staatschef positiv auf Corona getestet

Update, 13.01 Uhr: Der Sprecher von Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro, Armeegeneral Otávio Rego Barros, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Barros befinde sich zu Hause und komme „allen empfohlenen Vorschriften“ nach, teilte das Präsidialamt mit. Rego Barros ist eine der am stärksten in der Öffentlichkeit stehenden Personen der brasilianischen Regierung. Zuvor hatte es bereits mehr als 20 Corona-Infektionen im direkten Umfeld des ultrarechten Präsidenten Bolsonaro gegeben, der Kontaktbeschränkungen ablehnt. 

Bolsonaro selbst erklärte, er sei negativ getestet worden. Seine Testergebnisse machte er aber nicht öffentlich. Er sprach von einer weltweiten „Hysterie“ im Zusammenhang mit Covid-19

Corona weltweit: China meldet weiterhin unglaubliche Zahlen - alarmierender Rekord aus Russland

Update, 10.27 Uhr: Einen dramatischenSpitzenwert vermeldet Russland. Am heutigen Donnerstag (7. Mai) sind 11.231 Neuinfektionen registriert worden – so viele wie nie zuvor an einem Tag. Die Gesamtzahl an Infektionen stieg innerhalb von 24. Stunden auf 177.160 Fälle. Das berichtete die Bild

Die Zahl der Toten liegt insgesamt bei 1625 Menschen - 88 Fälle sind neu vermeldet worden. Die russische Hauptstadt Moskau ist am stärksten vom Coronavirus* getroffen: Hier wurden am heutigen Donnerstag 6703 Neuinfektionen bestätigt.

Corona weltweit: China meldet weiterhin unglaubliche Zahlen - Lage in Brasilien spitzt sich dramatisch zu

Update vom 7. Mai, 8.20 Uhr: Obwohl sich das Coronavirus in der ganzen Welt verbreitet, scheinen manche Länder stärker mit den Folgen von Covid-19 zu kämpfen zu haben, als andere. Wie nun das Gesundheitsministerium von Brasilien erklärt, scheint sich die Situation in dem Land weiter zuzuspitzen. Demnach soll am Mittwoch die höchste Zahl von Todesopfern in dem Land gemeldet worden sein. Demnach sollen rund 615 positiv auf das Virus getestete Personen innerhalb von 24 Stunden verstorben sein. 

Wie die Johns-Hopkins-Universität nun auf der Homepage erklärt, soll das Land damit Platz sechs der weltweit betroffensten Länder belegen. 

Obwohl die Pandemie in China ihren Lauf nahm, vermeldet das Land auch weiterhin unglaubliche Zahlen. Demnach soll es auch am Mittwoch keine weiteren Neuinfektionen im eigenen Land gegeben haben, wie chinesische Behörden melden. Demnach soll die Zahl der Neuinfektionen lediglich um zwei weitere Fälle, sogenannte „importierte Fälle“ aus dem Ausland und keinen weiteren Todesfall innerhalb der vergangenen 24 Stunden angewachsen sein. 

Corona weltweit: Hass-Attacken auf Ärzte in Mexiko - Lage in Brasilien spitzt sich dramatisch zu

Ursprungsmeldung vom 6. Mai: Guadalajara - In zahlreichen Orten werden Ärzte und Pfleger als „Corona-Helden“ gefeiert - mit besonderen Aktionen wird ihnen für ihre wichtige und nicht ungefährliche Arbeit gedankt. Aus Mexiko kommen nun allerdings ganz andere Meldungen: Schwestern, Pfleger und Ärzten seien vermehrt Hass ausgesetzt. Teilweise käme es sogar zu Angriffen, berichtet der Spiegel.

Laut dem Bericht wurde eine Ärztin aus Guadalajara, der Hauptstadt des westmexikanischen Bundesstaats Jalisco, beim Ausführen ihrer Hunde aus einem Auto heraus mit wasserverdünntem Chlor besprüht. Getroffen wurde sie am Auge sowie am Nacken. Die Ärztin trug dabei einen weißen Kittel

Coronavirus in Mexiko: Angriffe auf Ärzte und Pfleger - Probleme auch auf den Philippinen

Die staatliche Antidiskriminierungsstelle hat seit Mitte März mehr als 40 Attacken registriert, so der Spiegel weiter. Ähnliche Geschichten seien auch aus Mexiko-Stadt und Tijuana bekannt. „Die Bevölkerung muss besser informiert werden und aufhören, Informationen über das Virus vor allem aus sozialen Netzwerken zu beziehen“, so die Ärztin, die Opfer der Chlor-Attacke wurde. 

Dass sich das Problem nicht auf Mexiko, wo bislang 23.5000 Corona-Infektionen und über 2000 Todesfälle gemeldet wurde, beschränkt, zeigen aber auch ähnliche Berichte von den Philippinen. Auch in Indien stehen Menschen Ärzten und Pflegern offenbar kritisch gegenüber. Als Reaktion auf Angriffe haben Krankenhäuser nun vielerorts ihre Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Das Gesundheitspersonal werde angewiesen, in ziviler Kleidung zur Arbeit zu kommen.

Corona in Brasilien: Dramatische Bitte um Unterstützung - Eine Gruppe besonders gefährdet

Beunruhigende Nachrichten zum Thema Corona* kommen derweil auch aus Brasilien. Die Hauptstadt des Bundesstaats Amazonas, Manaus, bittet um medizinische und finanzielle Unterstützung. Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde Unterstützung von 20 weitere Staats- und Regierungschefs erbeten. 

Coronavirus in Brasilien: In Manaus trauern Angehörige um ein Todesopfer.

Im Bundesstaat Amazonas sind nach offiziellen Angaben 649 Menschen an den Folgen des Coronavirus* gestorben. Als besonders gefährdet gelten die Ureinwohner in dem Gebiet. Die nur 50 Intensivbetten in der 1,7-Millionen-Einwohner-Stadt Manaus sind seit Wochen belegt, auf Friedhöfen wurden Massengräber angelegt. Insgesamt stieg die Zahl der Corona-Todesopfer in Brasilien auf mehr als 7.900 Personen. Die Zahl der Infektionen liegt bei knapp 115.000

Coronavirus weltweit: Neue Zahlen aus China bekannt

Aus China werden währenddessen 83.968 Infektionen gemeldet. Laut den Zahlen der Johns-Hopkins-Universität sind 4637 Todesfälle bestätigt. Als wieder genesen gelten 78.900 Menschen (Stand: 6. Mai, 15.16 Uhr).

Ein Virologe attackiert Armin Laschet in der „ZDF“-Sendung von Markus Lanz und berichtet von einer bedrückenden Corona-Spätfolge. Derweil legt eine deutsche Studie den Schluss nahe, dass das Coronavirus neben der Lunge weitere Organe schädigt.

Klimaaktivistin Greta Thunberg wird als Expertin in der Corona-Krise interviewt - das sorgt für Spott.

Eine neue Erkenntnis zur Übertragung des Coronavirus würde die Abstandsregel ad absurdum führen.

Unterschiedliche Medien und auch der BND kommen zu dem Schluss, dass China zu Beginn der Corona-Pandemie wichtige Informationen zurückgehalten hat.

Im Video: China macht Urlaub vom Coronavirus

nema

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Rubriklistenbild: © dpa / Andre Borges

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