Ticker zu den Pandemie-Entwicklungen

Corona in Deutschland: Urlaub, Konzerte, Fußball - Spahn gibt Sommer-Prognose

Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit, gibt eine Pressekonferenz zur Entwicklung in der Corona-Pandemie.
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Jens Spahn (CDU) hat über seine Pläne für den zweiten Sommer der Corona-Pandemie gesprochen.

Der positive Corona-Trend macht Lockerungen möglich. Karl Lauterbach warnt vor überstürzten Reaktionen. Jens Spahn strebt für den Sommer eine Inzidenz von 20 an. Der News-Ticker.

  • Coronavirus in Deutschland: Der positive Entwicklungstrend setzt sich fort.
  • Karl Lauterbach warnt das Saarland vor zu schnellen Öffnungen. (Update vom 22. Mai, 20.34 Uhr)
  • Wenn die Inzidenzen weiter sinken, kann sich Jens Spahn Lockerungen für den Sommer vorstellen. (Update vom 23. Mai, 8.32 Uhr)
  • Dieser Ticker zur Corona-Lage in Deutschland ist beendet. Die aktuellen News finden Sie hier.

Update vom 23. Mai, 21.15 Uhr: Die krisengeschüttelte Kreuzfahrtbranche ist am Pfingstwochenende in Deutschland von Kiel aus nach monatelangem Corona-Lockdown in die Saison gestartet. Nachdem am Samstag bereits die „Aidasol“ der Carnival-Tochter Aida Cruises in See gestochen war, folgte an diesem Sonntagabend „Mein Schiff 1“ von Tui Cruises.

Coronabedingt waren 1100 Passagiere mit an Bord. Der Kreuzfahrtboom wurde durch die Coronavirus-Pandemie 2020 jäh unterbrochen. Der Neustart war wegen sinkender Corona-Infektionszahlen in Schleswig-Holstein möglich.

Corona-Pandemie in Deutschland: Zahl der positiv auf das Coronavirus Getesteten sinkt in Deutschland

Update vom 23. Mai, 20.55 Uhr: Die Zahl der positiv auf das Coronavirus Getesteten sinkt in Deutschland.

So wurden am Pfingstsonntag 6714 neue Corona-Fälle registriert. Am Wochenende wird jedoch auch weniger getestet. Die 7-Tage-Inzidenz lag bundesweit bei 64,5. Seit Tagen lässt das Infektionsgeschehen in der Bundesrepublik signifikant nach.

Corona-Pandemie in Deutschland: Lockerungen in Frankfurt am Main

Update vom 23. Mai, 19.15 Uhr: In Frankfurt am Main (rund 700.00 Einwohner) greift ab Pfingstmontag, 24. Mai, die Corona-Bundes-Notbremse nicht mehr. Denn: Die Mainmetropole lag ausreichend Tage lang unter einer 7-Tage-Inzidenz von 100.

Das heißt für die Einwohner*innen: Einkaufen im Einzelhandel ist per „Click & Meet“ und ohne Testpflicht wieder möglich, die Außengastronomie darf öffnen, wobei hier ein aktueller negativer Corona-Test notwendig ist. Der Hochtaunus ganz in der Nähe von Frankfurt ist sogar noch einen Schritt weiter: Wegen der niedrigen Inzidenz dürfen in dem Naherholungsgebiete Gastronomen ihre Gäste ab dieser Woche auch innen wieder bedienen. Auch der Einzelhandel darf hier wieder normal öffnen - freilich unter Wahrung der gängigen Corona-Hygieneregeln.

Corona-Pandemie in Deutschland: Lage auf den Intensivstationen entspannt sich etwas

Update vom 23. Mai, 16.30 Uhr: Die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen in Deutschland nimmt ab. Laut DIVI-Intensivregister lagen an diesem Sonntag, Stand 15.19 Uhr, 3292 Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen. 2077 davon mussten zu diesem Zeitpunkt invasiv beatmet werden.

Noch vor Wochen hatte die tägliche Anzahl an Corona-Patienten über 5000 betragen. Auch machen sich die fortschreitenden Impfungen offensichtlich bemerkbar.

Corona-Pandemie in Deutschland: Impfungen gegen das Coronavirus kommen gut voran

Update vom 23. Mai, 15.30 Uhr: Die Impfungen gegen das Coronavirus stehen in der Pandemie in Deutschland im Fokus - und kommen mittlerweile gut voran.

Laut Impfdashboard von Bundesgesundheitsministerium und Robert-Koch-Institut (RKI) wurden am Freitag weitere 797.359 Impfdosen verabreicht. Damit wurden, Stand Freitag, in der Bundesrepublik insgesamt 44,4 Millionen Dosen verimpft.

Coronalage in Deutschland: Jens Spahn (CDU) strebt Inzidenz unter 20 an

Update vom 23. Mai, 8.32 Uhr: „Wir haben es alle zusammen geschafft, die Welle zu brechen, und haben damit die Chance auf einen richtig guten Sommer“, bewertet Jens Spahn die aktuelle Corona-Situation. Der Bundesgesundheitsminister hat in einem Interview erklärt, was das für Festivals, Fußball und Urlaub bedeutet. Spahn geht davon aus, dass mit besserem Wetter und einer steigenden Impfquote die Inzidenzzahlen sinken werden. Das wiederum mache Lockerungen möglich. „Aber für einen unbeschwerten Sommer müssen wir die Inzidenz weiter senken. Im vergangenen Sommer lag sie unter 20. Das sollten wir wieder anstreben“, machte der CDU-Minister in einem Gespräch mit Bild am Sonntag deutlich.

Weil Auslandsreisen im letzten Sommer viele Neuinfektionen ausgelöst hätten, will Spahn sich mit anderen Ländern besser absprechen und stärker auf verpflichtende Tests setzen. Außerdem kann sich der Minister kleine Konzerte im Freien vorstellen: „Konzerte im nicht voll besetzten Olympiastadion oder im Park mit Tests und Abstand sind aus heutiger Perspektive drin.“ Dass Fans Fußballspiele im Stadion verfolgen können, kann sich Spahn ab August vorstellen. Das „gute Schutzkonzept“ der Bundesliga mache das möglich.

Update vom 22. Mai, 22.22 Uhr: Während Karl Lauterbach vor voreiligen Öffnungsschritten im Saarland warnt (Update 20.34 Uhr), starten auch andere Bundesländer mit Lockerungen. Mecklenburg-Vorpommern öffnet ab 1. Juni wieder die Fitnesscenter und auch Sportvereine dürfen wieder starten. Trainiert werden darf unter freiem Himmel mit 25 Personen, drinnen mit 15 Sportlern, verkündete Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am Samstagabend nach einem „Sport-Gipfel“. Auch Yoga-Studios und Ballettschulen dürfen unter Auflagen wieder öffnen.

Corona in Deutschland: Lauterbach warnt Saarland vor Öffnungen - „2-3 Wochen konsequente Disziplin“

Update vom 22. Mai, 20.34 Uhr: In Deutschland sinken vielerorts die Infektionszahlen und erste Lockerungen treten in Kraft. Doch Karl Lauterbach sieht die Entwicklung kritisch. „Im Saarland steigt die Coronavirus-Inzidenz offenbar wieder leicht an. Die Lockerungen dort sind waghalsig und nicht ausreichend abgesichert durch den Impffortschritt“, betonte der SPD-Abgeordnete und verwies auf ein Interview mit dem saarländischen Virologen Jürgen Rissland. „Wir brauchen noch 2-3 Wochen konsequente Disziplin“, so Lauterbach.

Karl Lauterbach hat das Saarland vor zu schnellen Öffnungen gewarnt. (Archivbild)

Im Saarland wurden zuletzt die Ausgangsbeschränkungen aufgehoben, im Freien dürfen sich bis zu zehn Personen mit negativem Testergebnis treffen. Gleiches gilt für Außengastronomie, Kinos und Fitnessstudios, so die Saarbrückner Zeitung. Ab Anfang Juni soll zudem der Hotelbetrieb und die Gastronomie im Innenbereich wieder starten, informiert der Deutschlandfunk. Die 7-Tage-Inzidenz in Saarland lag am Samstag bei 83.

Update vom 22. Mai, 18.30 Uhr: Im nordrhein-westfälischen Velbert hat es einen Ausbruch mit der indischen Variante gegeben. 26 Bewohner eines Hochhauses sind nachweislich mit der Mutation infiziert. Bereits vor knapp einer Woche wurde nach einem ersten, bestätigten Fall das Gebäude und damit 189 Menschen unter Quarantäne gestellt. Die indische Mutation gilt als deutlich ansteckender als die britische Variante. Zudem wird ein leicht verminderter Impfschutz vermutet.

Corona in Deutschland: Impfpanne in Chemnitz - 17 Menschen mit dem falschen Vakzin geimpft

Update vom 22. Mai, 12.55 Uhr: Eine Panne am Impfzentrum Chemnitz hat dazu geführt, dass 17 Menschen versehentlich mit Astrazeneca statt Moderna geimpft wurden. Es habe noch nicht genau herausgefunden werden können, wer diese Personen waren, informierte die Kassenärztliche Vereinigung am Samstag. In dem Zeitraum am vergangenen Dienstag seien 69 Menschen an der betreffenden Impfstrecke geimpft worden. Sie seien nun schriftlich informiert worden, sagte Vorstandsvorsitzender Klaus Heckemann. Zum genauen Alter der Betroffenen konnten noch keine Angaben gemacht werden. Es habe sich um Erstimpfungen gehandelt.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt den Astrazeneca-Impfstoff für Personen ab 60 Jahren zu verwenden. Nach ärztlicher Aufklärung und Einwilligung ist aber auch ein Impfen Jüngerer möglich. In Sachsens Impfzentren wird das Vakzin regulär an über 60-Jährige verabreicht; seit kurzem bieten sie aber auch Impfungen damit für Menschen ab 40 Jahren an.

Die Kassenärztliche Vereinigung bedauerte die Verwechslung. „Leider konnte dies trotz höchster Sicherheitsmaßnahmen und Kontrollmechanismen nicht verhindert werden“, hieß es in der Mitteilung. Es seien personelle Konsequenzen gezogen worden. Zudem würden die Abläufe erneut geprüft und die Mitarbeiter der Impfzentren entsprechend instruiert.

Update vom 22. Mai, 11.42 Uhr: Mit dem verlängerten Pfingstwochenende kommt Urlaubsstimmung auf in Deutschland. Auch von Dauerregen und Sturmböen lassen sich Camper und Hotelbesucher auf Sylt nicht abschrecken. Die sinkenden Corona-Zahlen scheinen neue Freiheiten zu versprechen.

Schon seit den frühen Morgenstunden reihen sie sich Fahrzeug für Fahrzeuge in den Stau vor der Autozug-Verladung in Niebüll ein. „Die Buchungslage ist sehr hoch, wer heute ohne Reservierung anreist, wird warten müssen“, prognostiziert Meike Quentin, Sprecherin des Betreibers des blauen Autozugs RDC der dpa. Seit dem 1. Mai dürfen Urlauber wieder auf Sylt übernachten. Die touristischen Modellregionen in Schleswig-Holstein, zu denen auch Nordfriesland gehörte, machen es möglich. Tourismus ist seit dem 17. Mai im ganzen Land wieder möglich.

Auch für den Sommer sind die meisten Hotels auf Sylt bereits ausgebucht.

Update vom 22. Mai 8.17 Uhr: Es geht weiter abwärts mit den Corona-Zahlen in Deutschland. Die aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts vom Samstagmorgen zeigen: Der Trend der letzten Tage setzt sich fort. Demnach meldeten die Gesundheitsämter dem RKI 7082 Corona-Neuinfektionen. Das sind rund 800 weniger als in der vergangenen Woche. Die 7-Tage-Inzidenz liegt damit aktuell bei 66,8. (Vortag: 67,3; Vorwoche: 87,3)

Auch die Todeszahlen sinken im Vergleich zur vergangenen Woche, wenn auch nur leicht: von 177 auf 170 Corona-Toten in 24 Stunden. Insgesamt zählt das RKI seit Beginn der Pandemie inzwischen 3 642 244 Corona-Infektionen.

Angela Merkel mit emotionalem Corona-Appell an alle Deutsche: „Virus ist nicht verschwunden“

Update vom 21. Mai, 21.14 Uhr: Die Corona-Lage in Deutschland bleibt stabil. Wie das Robert Koch-Institut am Abend mitteilte, liegt die Reproduktionszahl heute bei 0,86. Das geglättete 7-Tage-R beträgt 0,85. Liegt der R-Wert dauerhaft unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab, liegt er darüber, steigen die Fallzahlen.

Corona in Deutschland: Merkel-Appell an die Bevölkerung

Update vom 21. Mai, 19.41 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, trotz der Lockerungen der Corona-Maßnahmen weiter Vorsicht walten zu lassen. „Ich hoffe nach der langen Zeit des Schließens und der nicht-gegebenen Möglichkeiten, dass die Menschen auch sehr verantwortungsvoll mit diesen Möglichkeiten umgehen“, sagte sie am Freitagabend in Berlin. „Das Virus ist nicht verschwunden.“ Es sei „von allergrößter Bedeutung“, weiterhin die Regeln einzuhalten.

„Erst einmal können wir uns ja freuen, dass die Inzidenzen so weit gesunken sind“, dass überhaupt über Öffnungsschritte nachgedacht werden könne, sagte Merkel. „Wir müssen aufpassen. Aber wir können uns angesichts der Entwicklung eben auch Öffnungsschritte leisten.“ Sie gehe davon aus, dass „bei der gebotenen Aufmerksamkeit und Sorgfalt“, die nun hoffentlich viele walten ließen, nicht darüber geredet werden müsse, „dass wir wieder schließen müssen“, fügte Merkel hinzu.

Update vom 21. Mai, 17.50 Uhr: Wie es sich bereits angedeutet hatte, rudert Niedersachsen nun doch zurück und hebt die Maskenpflicht im Einzelhandel doch nicht kurzfristig auf. Das hat die Landesregierung nach vielfältiger Kritik am Freitagnachmittag
entschieden. Der Entwurf für eine Lockerung der Corona-Regeln hatte zunächst vorgesehen, in Regionen mit einer stabilen
Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 die Maskenpflicht ab Dienstag nach Pfingsten aufzuheben.

Allerdings entfällt nach Pfingsten in Niedersachsen die Testpflicht für den Einzelhandel in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 50. Voraussetzung ist, dass der Wert an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unterschritten wird.

Niedersachsen plant extreme Corona-Lockerung: Lauterbach bezieht klar Stellung

Update vom 21. Mai, 16.50 Uhr: Im Gespräch mit ntv äußerte sich SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zu der Diskussion um die Maskenpflicht. Niedersachsen plant, die Pflicht zum Tragen einer Maske im Einzelhandel aufzuheben (siehe Erstmeldung). Auf die Frage, was er von dieser Idee halte, antwortete Lauterbach: „Ich glaube, das wäre tatsächlich ein falscher Schritt, weil wir noch zu viele Menschen haben, die mit Infektion in den Läden unterwegs sind.“

Der Experte nannte es ein „Risiko“ ohne Maske in einen Laden zu gehen. „Wir verlangsamen damit nur den Fortschritt, den wir haben. Und das wäre zum jetzigen Zeitpunkt auch symbolisch das falsche Signal“, fuhr Karl Lauterbach fort. Eine Folge wären „vermeidbare Fälle“. Medizinisch sei ein solches Vorhaben zudem nicht begründet.

„Ich glaube, dass wir die Maskenpflicht wahrscheinlich sogar noch im Herbst brauchen werden“, wagte er eine Prognose gegenüber ntv und begründete diese mit dem möglichen Auftreten von Mutation in Deutschland. „Es ist einfach sicherer, in den Innenräumen die Maske zu tragen. Es sei denn, es handelt sich um Geimpfte, Genesene und regelmäßig Getestete.“ In einem solchen Fall könnte man sich zumindest einer Aufhebung der Maskenpflicht nähern. Noch sei es dafür allerdings zu früh.

Unsere Erstmeldung vom 21. Mai 2021: Corona in Deutschland: Bundesland plant extreme Lockerung - Gesundheitsministerin legt Veto ein

München - Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz und die Fallzahlen in Deutschland sinken. Die Corona-Lage entspannt sich weitestgehend. „Die dritte Welle ist gebrochen“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn bei der Pressekonferenz mit RKI-Chef Lothar Wieler am Freitag. Doch noch ist die Gefahr durch das Virus nicht gebannt. Eine Kombination aus Impfungen und Vorsicht sei wichtig. „Die Pandemie ist noch nicht vorbei - genießen Sie die Feiertage, aber bleiben Sie vorsichtig“, appellierte Spahn im Hinblick auf Pfingsten.

Der positive Corona-Trend veranlasst die Länderchefs zu zahlreichen Lockerungen. An Pfingsten ist für die Gastronomie, die Hotellerie, den Sport und den Tourismus wieder einiges möglich. Auch die Aussichten für Schulen sind angesichts niedriger Fallzahlen positiv. Dabei geht jedes Bundesland seinen eigenen Weg.

Corona: Jens Spahn und RKI-Chef Wieler sprechen sich gegen Aufhebung der Maskenplicht aus

Vor Lockerungs-Schnellschüssen warnte Jens Spahn bei der Pressekonferenz am Freitag. Der Gesundheitsminister und der Chef des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler haben sich unter anderem auch gegen eine Aufhebung der Maskenpflicht ausgesprochen.

Corona in Deutschland: Bundesland plant extreme Lockerung - Bürger:innen entsetzt

Besonders Niedersachsen sorgte mit einem extremen Lockerungsvorhaben für Wirbel. In Regionen mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 sollte dort ab Dienstag nach den Pfingstferien die Maskenpflicht für den Einzelhandel aufgehoben werden. Dies ging aus dem Entwurf für kurzfristige Lockerungen der Corona-Beschränkungen im Land hervor, der der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag (20. Mai) vorlag. Voraussetzung dafür sei, dass die Inzidenz, in der jeweiligen Region fünf Werktage unter 35 liege, wie es hieß.

Nach kritischen Reaktionen zur geplanten Aufhebung der Maskenpflicht ruderte Niedersachsen am Freitag (21. Mai) bereits zurück. „Die Landesregierung wird diesen Punkt nochmal sehr ernsthaft überdenken“, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen in Hannover.

Auf Twitter hatten sich unter dem Hashtag #DieMaskebleibtauf empörte Bürger:innen zu Wort gemeldet und ihr Entsetzen ausgedrückt. „Solange nicht alle, die es wollen, geimpft sind, ist das Tragen einer Schutzmaske auch eine Geste des Anstands“, lautete ein Tweet. „Die Maske bleibt auf ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Bin doch nicht wahnsinnig!“, schrieb ein weiterer User. „Ich wehre mich mit Händen und Füßen dagegen, dass die Maskenpflicht abgeschafft wird, auch unter Inzidenz 35! Mir tun die Menschen in Niedersachsen leid“, äußerte sich jemand.

Corona: „Es wird keine Aufhebung der Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung in Niedersachsen geben“

In der Debatte über ein kurzfristiges Aufheben der Schutzmaßnahme im Einzelhandel bezog am Freitagmittag schließlich die niedersächsische Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) Position. „Es wird keine Aufhebung der Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung in Niedersachsen geben.“ Die Masken würden Leben retten, twitterte sie. Eine endgültige Entscheidung über die Aufhebung der Maskenpflicht in Niedersachsen wird am Freitagnachmittag erwartet. (mbr)

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