Ticker zur Corona-Pandemie

Corona in Deutschland: RKI meldet Anstieg der Zahlen - Bundestag entscheidet heute über „Bundes-Notbremse“

Am Mittwoch meldete das RKI erneut einen Anstieg der Corona-Zahlen in Deutschland. Der Bundestag soll heute über die bundesweite Notbremse entscheiden. Der News-Ticker.

  • Das Coronavirus breitet sich in Deutschland weiter aus.
  • Die Corona-Zahlen aus NRW wurden am Dienstag unvollständig an das RKI übermittelt. (siehe Update vom 20. April, 13.25 Uhr)
  • Im Bundestag soll heute über die bundesweite Corona-Notbremse entschieden werden. (siehe Update vom 21. April, 6.45 Uhr)
  • Das RKI meldet einen deutlichen Anstieg der Corona-Neuinfektionen. (siehe Update vom 21. April, 6.45 Uhr)
  • Dieser News-Ticker ist beendet. Lesen Sie hier die aktuellen Entwicklungen zu Corona in Deutschland.

Politiker aus Union und SPD verteidigen Ausgangsbeschränkungen

Update vom 21. April, 9.39 Uhr: Politiker der großen Koalition haben die geplanten bundesweiten Ausgangsbeschränkungen ab einer Inzidenz von 100 als verhältnismäßig verteidigt. „Sie finden kein europäisches Land, das es geschafft hat, die Welle zu brechen, ohne auch auf Ausgangsbeschränkungen zu setzen“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Thorsten Frei, am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“. „Es ist verhältnismäßig, angemessen und erforderlich.“ 

„Das Gesetz ist bis zum 30. Juni befristet und auch daraus ergibt sich die Verhältnismäßigkeit“, erklärte der SPD-Fraktionschef im Bundestag, Rolf Mützenich am Mittwoch im Inforadio des RBB. „Neben dem Impfen, neben dem Testen ist insbesondere das Abstandhalten noch einige Wochen notwendig. (...) Und wir sehen in Deutschland, dass Ausgangsbeschränkungen durchaus eine Wirkung haben.“

RKI meldet Anstieg der Zahlen - Bundestag entscheidet heute über „Bundes-Notbremse“

Update vom 21. April, 6.45 Uhr: Der Bundestag will an diesem Mittwoch (11 Uhr) bundesweit einheitliche Regeln zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beschließen. Der Abstimmung über die sogenannte „Bundes-Notbremse“ waren tagelange Verhandlungen vorausgegangen. Geplant sind etwa Ausgangsbeschränkungen von 22 Uhr bis 5 Uhr, wie aus dem Entwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes hervorgeht. Die geplante Bundes-Notbremse soll gezogen werden, wenn in einem Landkreis oder einer Stadt die Sieben-Tage-Inzidenz über 100 liegt.

Am Tag der Entscheidung zur bundesweiten Corona-Notbremse haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert-Koch-Institut (RKI) innerhalb eines Tages 24.884 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI von Mittwochmorgen hervor. Darin könnten allerdings Nachmeldungen aus Nordrhein-Westfalen vom Vortag enthalten sein. Eine größere Zahl von Meldungen der NRW-Gesundheitsämter waren zuvor aufgrund technischer Schwierigkeiten am Montagabend und Dienstag nicht vollständig übermittelt worden (siehe Update vom 20. April,

Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben innerhalb eines Tages zudem 331 neue Todesfälle verzeichnet. Am Mittwoch vor einer Woche hatte das RKI noch 21.693 Corona-Neuinfektionen und 342 neue Todesfälle verzeichnet. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag laut RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 160,1 - und ist damit im Vergleich zum Vortag leicht gesunken (162,4).

Corona in Deutschlands Nachbarland Polen: 140 Menschen warten teilweise auf den Krankenwagen

Update vom 20. April, 19.30 Uhr: Nicht nur Deutschland leidet unter der dritten Corona-Welle. Auch in unserem Nachbarland Polen hat sich das Virus mit erschreckenden Zahlen zurückgemeldet. Die Konsequenzen sind allerdings weit schlimmer. So sind es vor allem die fehlenden Einsatzkräfte und die damit einhergehenden Todeszahlen, die in Polen für dramatische Verhältnisse sorgen.

Wie die Welt unter Berufung auf die John Hopkins Universität berichtet, sterben in Polen innerhalb von sieben Tagen im Schnitt 14 Menschen auf eine Million Einwohner an Covid-19. In Deutschland sind es vergleichsweise „nur“ drei Menschen. „Es ist schlimmer, als Sie es sich vorstellen. Nichts funktioniert so, wie es soll. Es gibt keine Leute mehr, die die vielen Patienten versorgen könnten“, so ein nicht genannter Rettungssanitäter aus der Stadt Wroclaw zu dem Blatt.

An die 140 Menschen würden teilweise darauf warten, mit dem Krankenwagen abgeholt zu werden. „Ein solcher Stau ist das. Die Leute warten stundenlang mit Atemproblemen zu Hause, manchmal zwölf Stunden, und niemand kommt.“ Das liegt unter anderem daran, dass in der Stadt mit 800.000 Einwohnern nur 27 Rettungswägen im Einsatz sind.

In den vergangenen Tagen variierte die Zahl der Neuinfektionen von 17.000 bis hin zu 26.000. In Deutschland pendeln sich die Zahlen zwar auch um die 20.000 ein, jedoch hat Deutschland auch mehr als doppelt so viel Einwohner wie der Nachbar im Osten.

Corona in Deutschland: Sachsen hebt Priorisierung für Astrazeneca-Impfungen in Praxen auf

Update vom 20. April, 14.50 Uhr: In Sachsen können sich ab sofort alle Bürger in Arztpraxen mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen. Wie Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Dresden mitteilte, ist damit die Impfpriorisierung für diesen Impfstoff komplett aufgehoben. Allerdings gibt es Bedingungen: Die Impfung darf in den beteiligten Praxen nur nach einer ausführlichen Beratung erfolgen. Sowohl der Arzt als auch der impfwillige Bürger müssen zustimmen.

Insgesamt wurden in Deutschland bislang 20,2 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen hervor. Demnach haben etwa 16,8 Millionen Menschen eine Erstimpfung erhalten, weitere rund 5,6 Millionen haben bereits den vollen Impfschutz bekommen. Am Montag wurden innerhalb eines Tages 381.095 Corona-Impfungen verabreicht.

Corona in Deutschland: RKI-Zahlen sinken - NRW meldet „erhebliche Störungen“

Update vom 20. April, 13.25 Uhr: Das RKI meldete am Dienstagmorgen bundesweit 9609 Corona-Neuinfektionen - deutlich weniger als am Dienstag vor einer Woche. Ein möglicher Grund dafür: Die aktuellen Corona-Zahlen für Nordrhein-Westfalen sind am Dienstagmorgen nur unvollständig an das RKI übermittelt worden. „Seit gestern Abend bestehen erhebliche Störungen im Landesverwaltungsnetz“, berichtete eine Sprecherin des Landeszentrums Gesundheit (LZG.NRW) in Bochum.

Eine „größere Zahl“ von Meldungen der Gesundheitsämter habe das LZG noch nicht erreicht. „Die angegebenen Werte sind daher leider unvollständig, wir bitten um Verständnis“, so die Sprecherin. Über den Grund wurde zunächst nichts bekannt. Der Kölner Stadt-Anzeiger hatte zuvor über die Probleme berichtet. Aus einer Tabelle ging dabei hervor, dass große Städte wie Köln, Düsseldorf oder Duisburg keinen einzigen neuen Fall gemeldet hatten.

Corona in Deutschland: Ärztepräsident fordert Verschärfung der Notbremse

Update vom 20. April, 10.40 Uhr: Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat eine weitere Verschärfung des geplanten Infektionsschutzgesetzes geordert. Neben dem Inzidenzwert sollen noch weitere Kriterien für die Aktivierung der Corona-Notbremse mit aufgenommen werden. „Der Inzidenzwert allein sagt nichts über die tatsächliche Krankheitslast aus, da Infektionen häufig ohne oder mit nur geringen Symptomen verlaufen“, erklärte der Präsident der Bundesärztekammer gegenüber der Rheinischen Post.

Bei der Entscheidung über die Lockerung oder Verschärfung von Corona-Maßnahmen müssten aus medizinischer Sicht „weitere epidemiologische Daten“ berücksichtigt werden, so Reinhardt. Er schlug vor, etwa die Zahl der täglichen Neuaufnahmen von Corona-Intensivpatienten sowie die Anzahl intensivpflichtiger und invasiv beatmeter Patienten der letzten sieben Tage mit zu berücksichtigen.

Auf Grundlage dieser Daten ließe sich auch ein „Prognoseindex“ über den zu erwartenden Verlauf der kommenden Wochen in der Corona-Pandemie erstellen, sagte der Ärztepräsident. „Statt immer nur zu reagieren, könnten wir dann rechtzeitig geeignete Eindämmungsmaßnahmen veranlassen“, erklärte Reinhardt.

Vielerorts gelten bereits nächtliche Ausgansbeschränkungen - wie in Köln. Ärztepräsident Reinhardt fordert eine weitere Verschärfung der Corona-Notbremse.

Corona in Deutschland: RKI meldet fast 10.000 Neuinfektionen - Sieben-Tage-Inzidenz bei 162.4

Update vom 20. April, 07.19 Uhr: Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) gab es gestern in Deutschland 9609 Corona-Neuinfektionen. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 297 neue Todesfälle verzeichnet. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Am Dienstag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 10.810 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 294 neue Todesfälle verzeichnet. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 162,4. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 165,3 angegeben. Nach dem Oster-Tief, das auf weniger Test zurückzuführen war, stiegen die Corona-Zahlen in Folge wieder deutlich. Seit einigen Tagen scheint sich dieses Wachstum nun auszubremsen. Deutet sich womöglich schon eine Wende an?

Corona in Deutschland: Impfungen kommen in Fahrt - Ausbruch-Alarm in bekanntem Gefängnis

Update vom 19. April, 19.36 Uhr: Corona-Alarm in einem der bekanntesten deutschen Gefängnisse! Nach mehreren Coronafällen muss die Justizvollzugsanstalt (JVA) Stuttgart-Stammheim in den Notbetrieb übergehen. „Das bedeutet, dass es auch einen Aufnahmestopp gibt“, sagte ein Sprecher des Justizministeriums von Baden-Württemberg den Stuttgarter Nachrichten. Noch bis mindestens Mittwoch werde man deshalb keine Häftlinge mehr aufnehmen.

Verschoben werden mussten auch die in der JVA Stammheim geplanten Verhandlungstage im Prozess gegen die rechtsextremistische Gruppe S. Wie die Stuttgarter Nachrichten erfahren haben will, sitzen sechs der zwölf Angeklagten in Stammheim ein. Laut der Zeitung sollen in den vergangenen Tagen in der JVA Stammheim sieben Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden sein. Bekannt wurde das Gefängnis einst durch die dort inhaftierten Mitglieder der Rote Armee Fraktion (RAF) um Ulrike Meinhof und Andreas Baader. Derzeit steht das Zuchthaus unter Quarantäne, in der JVA Stammheim befinden sich momentan knapp 200 Inhaftierte.

Update vom 19. April, 18.50 Uhr: Die Corona-Impfungen in Deutschland kommen langsam in Fahrt. Und auch der nächste Impf-Gipfel von Bund und Ländern steht wohl in Kürze an. Nach Angaben des brandenburgischen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke treffen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs in der kommenden Woche zusammen. Der Deutschen Presse-Agentur erklärte der SPD-Politiker, sich über eine „Einladung zum Impf-Gipfel am kommenden Montag aus dem Kanzleramt“ zu freuen.

Update vom 19. April, 18.06 Uhr: Um Corona-Impfkampagne weiter zu beschleunigen, plant Gesundheitsminister Jens Spahn die Einbindung von Betriebsärzten. Diese sollen ab Juni Impfungen vornehmen. „Wie angekündigt, gewinnt die Impfkampagne im zweiten Quartal deutlich an Geschwindigkeit. Damit erhalten Arztpraxen und Länder mehr Planungssicherheit für Mai und Juni. Und das ermöglicht uns, bereits im Juni auch die Betriebsärzte in die Impfkampagne zu integrieren“, kündigte Spahn an. Zusätzlich zu den zugesagten Lieferungen der Corona-Impfstoffe von Biontech und Moderna sollen auch weitere Dosen von Astrazeneca und Johnson & Johnson eintreffen.

Corona in Deutschland: Essener Polizei erlebt skurrilen Fall

Update vom 19. April, 16.15 Uhr: Trotz nächtlicher Ausgangsbeschränkung war ein Mann in einem Dinosaurier-Kostüm in der Nacht zum Samstag in Mülheim/Ruhr unterwegs. „Beinah surreal wirkten die kurzen Arme sowie der hin und her schwingende Schwanz des „Königs der Echsen“, schrieb die Essener Polizei am Montag in einer launigen Mitteilung. Schnell habe sich herausgestellt, „dass der kurzarmige Dinosaurier, in Wahrheit ein Mülheimer in einem Karnevalskostüm, friedlich und zügig auf dem Weg in seine eigene Höhle war“.

Zuvor sei der Mann bereits von einem städtischen Mitarbeiter darauf hingewiesen worden, dass die Ausgangssperre in der Zeit von 21.00 Uhr bis 5.00 Uhr auch für nachtaktive Reptilien gelte. „Der linguistisch bereits weiterentwickelte Saurier zeigte sich kooperativ und ließ die Polizisten irritiert aber belustigt zurück“, hieß es weiter.

Corona in Deutschland: RKI-Präsident Lothar Wieler stimmt auf Leben mit dem Coronavirus ein

Update vom 19. April, 15.45 Uhr: Das Coronavirus bestimmt den Alltag in Deutschland noch immer, seit über einem Jahr versuchen Maßnahmen die Pandemie einzudämmen. Geht es nach dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, müssen sich die Menschen auf ein dauerhaftes Leben mit Corona einstellen.

„Ein Virus, das eine Menge Tierarten infizieren kann, das lässt sich nicht ausrotten“, sagte Wieler am Montag anlässlich des 127. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin in Stuttgart. Generell müsse man Tierhaltung und Tierhandel in den Griff kriegen, sagte der Tierarzt mit Blick auf die Ausbreitung von Krankheiten. Gerade der illegale Tierhandel sei ein Problem.

Corona in Deutschland: Polizei löst Corona-Party in Dortmund auf - Gäste wollten sich noch verstecken

Update vom 19. April, 13.45 Uhr: Große Partys oder Menschenansammlungen erlauben die aktuellen Corona-Maßnahmen noch immer nicht, ganz zum Unverständnis einiger Party-Freunde. In Dortmund hat die Polizei nun eine solche Corona-Party gesprengt, 15 Personen hatten sich für die Feier getroffen. Bei der Polizei-Kontrolle mussten die Beamten die Party-Gäste aus Verstecken herausholen.

Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatten Anrufer am Freitagabend eine „lautstarke Feier“ in einem Mehrfamilienhaus gemeldet. Vor Ort seien die Beamten auf die Feiernden gestoßen, die weder Abstand hielten, noch Masken trugen. „Einige der feiernden jungen Erwachsenen versuchten sich mit äußerst kreativen Verstecken der Kontrolle zu entziehen“, hieß es.

„Ohne bis zehn zu zählen, beendete die Polizei das kindliche Versteckspiel und holte die Protagonisten unter einem Bett, aus einem Schrank und aus einer Nische hervor.“ Alle bekamen Bußgeldverfahren wegen Verstoßes gegen die Coronaschutz-Verordnung, ein polizeibekannter Gast kassierte noch eine Anzeige wegen Beleidigung.

Corona in Deutschland: Doch nicht so streng wie befürchtet? Regierung ändert Notbremse-Regeln erneut

Ursprungsmeldung: Berlin - Die bundesweite Notbremse sorgt seit Wochen für Diskussionen, nicht jeder zeigt sich von den strengen Regeln begeistert. Nun sollen die bundesweiten Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie jedoch etwas weniger streng ausfallen, als ursprünglich geplant.

Corona in Deutschland: Notbremse wird immer konkreter - Diese Maßnahmen sollen schon bald greifen

Wie Abgeordnete von SPD und Union am Montag nach Beratungen über das neue Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite mitteilten, soll die nächtliche Ausgangsbeschränkung nicht ganz so lang wie bisher geplant ausfallen. Demnach soll die Ausgangsbeschränkung zwischen 22.00 Uhr und 5.00 Uhr greifen. In einem früheren Entwurf waren nächtliche Ausgangsbeschränkungen ab 21.00 Uhr vorgesehen. Vor allem dieser Punkt hatte in der Opposition für massive Kritik gesorgt.

Joggen und Spaziergänge sollen bis Mitternacht erlaubt sein. Im Einzelhandel soll das Abholen bestellter Waren (Click & Collect) auch bei hohen Infektionszahlen weiterhin möglich sein. Für Schulen wäre, wenn das Gesetz so vom Bundestag beschlossen
wird, Distanzunterricht ab einem Inzidenzwert von 165 verpflichtend. Im ursprünglichen Entwurf war hier ein Schwellenwert von 200 genannt worden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nimmt an der Sitzung des Bundestags teil. (Symbolbild)

Corona in Deutschland: Kinder sollen auch weiterhin Sport machen können

Für Kinder im Alter bis 14 Jahren soll Sport in Gruppen weiter möglich sein. Arbeitgeber müssen zwei Corona-Tests pro Woche
bereitstellen. Alle Regelungen sind erst einmal befristet - bis zum 30. Juni. Ziel des Gesetzesvorhabens ist es, Einschränkungen des
öffentlichen Lebens bundesweit einheitlich zu regeln - mit der sogenannten Notbremse: Falls die Sieben-Tage-Inzidenz in einer Stadt oder einem Landkreis drei Tage hintereinander über 100 Fällen pro 100.000 Einwohner liegt, sollen dort jeweils die gleichen Regeln gelten.

Der Bundestag will am Mittwoch über die Änderungen im Bevölkerungsschutz abstimmen. Dann muss das Gesetz noch den Bundesrat passieren. Neu ist zudem, dass die Bundesregierung keine Verordnungen zur Eindämmung der Pandemie am Bundestag vorbei erlassen kann. Die alte Fassung des Gesetzentwurfs sah vor, dass die Bundesregierung ermächtigt wird, „zur einheitlichen Festsetzung von Corona-Maßnahmen Rechtsverordnungen mit Zustimmung des Bundesrates zu erlassen“. „Der Bundestag muss zustimmen. Ohne jedwede Vorbehalte oder Bedingungen“, sagte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Dirk Wiese. Das
sei für seine Fraktion in den Verhandlungen mit der Union der entscheidende Punkt gewesen.

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

Auch interessant

Kommentare