Das war wohl nicht so gewollt ...

„Oops“: Gut gemeinte Corona-Botschaft von Bestattungsunternehmen geht nach hinten los

Anteilnahme und nette Worte sind an sich eine gute Sache, doch ein Bestattungsunternehmen hat die Doppeldeutigkeit ihres Versuches wohl nicht bedacht.

  • Das Coronavirus ist weltweit Thema Nummer eins. 
  • In Großbritannien wollte sich ein Bestattungsunternehmen bedanken. 
  • Doch die Aktion ging ordentlich nach hinten los. 

Preston - Das Coronavirus bahnte sich auch seinen Weg auf die Insel. In Großbritannien* wurde das Ausmaß - wie in so vielen Ländern - erst unterschätzt. Doch dann bekam sogar Premierminister Boris Johnson Covid-19 am eigenen Leib zu spüren, wie merkur.de* berichtet. 

Mittlerweile hat das Land Vorkehrungen getroffen und die Zahlen der Infizierten und Toten gehen nicht mehr exponentiell nach oben. Es sieht nach Besserung aus - auch für das Gesundheitssystem (NHS). 

Corona in England: Bestattungsunternehmen mit unglücklichem Schild

Krankenhäuser und Noteinrichtungen haben wohl das schlimmste erst einmal überstanden, auch wenn die Zeit für Ärzte, Pfleger und sonstige medizinische Angestellte alles andere als leicht war und wahrscheinlich ist. Viele wollten Anteil nehmen und den Betroffenen für ihre Arbeit in der Corona-Zeit danken. Seien es Twitter-Posts, Facebook-Videos* oder Schilder an Türen und Schaufenstern. 

Genau diese Art von Anteilnahme ist nun nach hinten losgegangen. Ein Bestattungsunternehmen im Nordwesten Englands bedankte sich auch beim Gesundheitssystem in der Krise. Jedoch wird diese Botschaft wohl eher missverstanden. In einer Zeit, in der die Todesrate ansteigt, „profitiert“ auch ein Bestattungsunternehmen. 

Corona in England: So war das Schild wohl nicht gemeint

Das „Thank You NHS“-Schild war bestimmt nicht aus makaberen Gründen an das Fenster geklebt worden, doch im Kontext wirkt es auf viele falsch. Auch derjenige, der das Bild auf Twitter stellte, schrieb: „Sie meinten es ja gut, aber ...“. Einige ertappten sich dabei, dass sie lachten. Viele kommentierten mit lachenden Emojis. 

Jemand merkte an: „Wer dabei lacht, der kommt in die Hölle“. Und einer merkte etwas an, was sich wohl alle denken: „Um Himmels Willen. Ich weiß gar nicht, was ich denken soll“. Ein weiterer meinte berechtigterweise: „Oops“. 

Dass einige Schilder oder Anweisungen missverstanden werden oder gar Verwirrung auslösen, ist nichts Neues. Auch in Berlin war ein Plakat Gesprächsthema, wie tz.de schreibt. 

ank

*merkur.de und tz.de sind Teile des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © dpa / Joaquin Corchero

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