Reizthema in der Pandemie

Corona-Verbot: Polizei sprengt illegalen Friseur-Salon in Keller - 20 Anzeigen - drei Festnahmen

Ein Friseur schneidet einem Kunden die Haare.
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Ein Friseur schneidet einem Kunden die Haare. (Symbolbild)

Auch Friseur-Salons müssen wegen der geltenden Corona-Maßnahmen schließen. Die Polizei sprengte nun ein illegales Friseur-Studio im Keller eines Hauses.

Schwerte - Es ist nicht nur im Sport ein Reizthema: Im Aktuellen Corona-Lockdown mussten auch Friseur-Salons schließen. Während viele Fußball auf wundersame Weise wie frisch gestriegelt daherkommen, bleibt vielen Menschen nur selbst zur Schere zu greifen oder aber die Haare wachsen zu lassen. Dem versuchen offenbar verschiedene Friseure Abhilfe zu schaffen - in den aktuellen Zeiten allerdings auf illegale Art und Weise.

Trotz Corona-Lockdown: Polizei findet illegales Friseur-Studio

So geschehen nun in Schwerte in Nordrhein-Westfalen. Durch einen Hinweis aus der Bevölkerung ist die Polizei dem illegalen Friseur-Salon aber auf die Schliche gekommen. Am Freitagnachmittag besuchte sie ein Geschäftshaus in Schwerte daraufhin und wurde im Keller des Hauses fündig.

Dort fanden die Polizisten dem Polizeibericht nach ganze 20 Personen an. Sie hielten sich ohne Sicherheitsabstand oder Masken dort auf. „Auf dem Boden lagen abgeschnittene Haare und auf den Tischen war Friseurbedarf vorzufinden“, schreibt die Polizei weiter.

Doch damit noch nicht genug: Die Polizei nahm darüber hinaus auch noch Drogengeruch wahr. Im Rahmen einer anschließenden Durchsuchung konnten dann tatsächlich „diverse Drogen“ sichergestellt werden.

Drei Personen wurden vorläufig festgenommen. Daneben hagelte es gegen alle Anwesenden Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verstößen gegen die geltende Coronaschutzverordnung.

Corona-Haarschnitt: Auch im Keller in Nordenham wird Polizei fündig

Es ist nicht das erste Mal, dass die Polizei in der aktuellen Zeit illegale Friseur-Tätigkeiten ausfindig macht. Auch ein Friseur und sein Kunde in Nordenham bei Bremerhaven müssen wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln ein Bußgeld zahlen. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, hatte sich der Inhaber eines Friseursalons im Kellerraum eines Wohnhauses mit dem nötigsten Friseurbedarf ausgerüstet.

Nach einem anonymen Hinweis stattete die Polizei dem Mann einen Besuch ab und sah, dass er einem Mann die Haare schnitt. Keiner der beiden Männer trug eine Mund-Nasen-Bedeckung. Die Polizei leitete ein Bußgeldverfahren ein und verwies auf die geltenden Corona-Regeln. Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, müssen Friseurläden wie viele andere Geschäfte derzeit geschlossen sein.

Jetzt könnte der Lockdown in Deutschland sogar noch verlängert und verschärft werden. (rjs/dpa)

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