„Mwaaaaaah, wer klärt mich auf?“

Corona-Impfung: Skurrile Panne! „Taucher“ als Geschlecht wählbar - und viele schmunzeln, wenn sie die Erklärung hören

Eine lustige Panne rund um die Corona-Impfung geht bei Twitter viral - in einem Anmelde-Portal konnte offenbar das Geschlecht „Taucher“ ausgewählt werden. Die Erklärung ist nicht ganz so naheliegend.

  • Offenbar kam es zu einem witzigen Lapsus bei der Anmeldung zur Corona-Impfung: Das Geschlecht „Taucher“ konnte ausgewählt werden.
  • Passiert sein soll es beim Anmeldeportal der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein.
  • Bei der Erklärung stehen viele erst mal auf dem Schlauch - es ist ein Übersetzungsfehler.

Düsseldorf - Ungewöhnliche Panne bei der Online-Anmeldung für die Corona-Impfung: Via Twitter hat eine Person einen angeblichen Übersetzungsfehler publik gemacht. „Ich habe eben erfahren, durch einen Übersetzungsfehler ist bei uns für die Corona-Impfung als Geschlechtseintrag neben ‚männlich‘ und ‚weiblich‘ auch ‚Taucher‘ vorgesehen. Es hat bei mir einen Moment gedauert. Dann habe ich sehr gelacht“, heißt es.

Ein Screenshot des Ursprungstweets.

Corona-Impfung: „Taucher“-Geschlecht sorgt für Schmunzeln

Viele verstehen erst gar nicht, wie sich „Taucher“ als Geschlechtseintrag einschmuggeln konnte. Das wird anhand der Twitter-Reaktionen klar. „Ich hab tatsächlich nen erklärenden Kommentar gebraucht ... but I‘m giggling“, heißt es dort. „Den erklärenden Kommentar bräuchte ich auch, ich komm beim besten Willen nicht drauf“, „Mwaaaaaah, wer klärt mich auf, ich stehe auf dem Schlauch???“ „Ich komme nicht auf das Ursprungswort. Hilf mir mal bitte vom Schlauch“ und „Ich komm nicht drauf ... bin zwar selber nonbinär und kenne eigentlich viele Inside-Jokes schon, aber den versteh ich jetzt nicht ganz.“

Corona-Impfung: „Taucher“-Geschlecht stammt von Übersetzungsfehler

Die Auflösung: Eigentlich sollten „männlich“, „weiblich“ und „divers“ dort stehen, letzteres für das dritte Geschlecht. Doch durch einen Übersetzungsfehler wurde „divers“ als Plural von „diver“ wohl aus dem Englischen in das deutsche „Taucher“ konvertiert. Eine Nutzerin hat den Lapsus per Screenshot dokumentiert. „Heute Impftermin für Vater gemacht... Muss er als Taucher Maske und Schnorchel mitbringen?“, fragt sie - und dem Screenshot ist auch zu entnehmen, dass es sich um die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) handelt:

Corona-Impfung: KVNO kann Sprach-Panne weder bestätigen noch dementieren

Ob alles tatsächlich so zu sehen war? Bei einem Test unserer Redaktion am Donnerstag (28.1.) auf vier Browsern war ein korrektes „divers“ zu sehen. Auf einen Fake deutet angesichts des Screenshots nichts konkret hin, bestätigen kann es aber nicht mal die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein selbst. Doch KVNO-Sprecher Christopher Schneider räumt auf tz.de-Anfrage ein: „In einigen Bereichen unseres Buchungsportals gibt es tatsächlich sprachliche Abwegigkeiten, die auf Übersetzungsfehler einzelner Browser zurückzuführen waren. Ihr konkretes Beispiel ist uns aber nicht bekannt, insofern können wir die Echtheit ad hoc weder dementieren noch bestätigen.“

Er erklärt auch wie es zu sprachlichen Auffälligkeiten gekommen sein könnte: „Hintergrund für die fälschlichen Übersetzungen waren technische Gründe - hier: automatische Übersetzungen bestimmter Browser der User. Die Unwuchten werden im Rahmen der regelmäßigen Pflege des Portals abgestellt.“ Möglicherweise ist der Fehler also schlichtweg bereits behoben.

Gleichzeitig zieht Schneider eine positive Zwischenbilanz für den Anmeldeprozess zur Corona-Impfung bei der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. „Das Wichtigste war und ist aber: Die technische Funktion der Termin-Buchungen für eine Impfung im Rheinland ist von diesen sprachlichen Petitessen unberührt – d.h. es werden nach wie vor Termine über das Buchungsportal vergeben, bislang übriges erfolgreich innerhalb drei Tagen für fast 400.000 Erst- und Zweitimpfungen (200.000 Menschen) im NRW-Landesteil Nordrhein.“

Corona-Impfung: „Taucher“-Panne geht bei Twitter viral

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung informiert zur Corona-Impfung über das Portal 116117.de und leitet von dort aus auch zur regionalen Impf-Anmeldung weiter.

Die „Taucher“-Entdeckung ging bei Twitter viral, sammelte in den ersten knapp drei Tagen etwa 9.500 Likes und mehr als 1.200 Retweets. Und natürlich ist sie eine Einladung für andere Nutzer, ebenfalls Übersetzungsfehler auszutauschen. Ebenfalls Spott kassieren derzeit Lidl und Hallhuber für kreative Corona-Outfit-Ideen. (lin)

Rubriklistenbild: © Twitter/imago images/McPHOTO

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