Schwere gesundheitliche Folgen

Taubheit und andere heftige Nebenwirkungen durch Delta-Mutante: Ärzte schlagen nun Alarm

Die zuerst in Indien entdeckte Delta-Variante des Corona-Virus breitet sich weiter aus und soll dabei gefährlicher sein als bisherige Mutationen. Indische Ärzte sprechen von Taubheit und Gangrän.

Neu-Delhi - Die Delta-Variante also die indische Mutation des Coronavirus breitet sich weiter aus. Indische Ärzte behaupten nun, dass die hochansteckende Delta-Variante zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen führen kann. So soll B.1.617.2 durch Blutgerinnsel zu Hörverlust und Gangrän führen können. Gangrän ist das Absterben von Gewebe durch eine länger andauernde Durchblutungsstörung. Zuletzt soll es laut Medienberichte zu einem Anstieg solcher Fälle in Indien kommen.

Coronavirus Delta-Variante: indische Ärzte zeigen sich besorgt über gesundheitliche Folgen

Die in Indien entdeckte Delta-Variante des Virus soll leichter übertragbar und gefährlicher sein als andere Corona-Mutationen. Die Berichte aus Indien über bisher unbekannte Nebenwirkungen sorgen für Beunruhigung. So berichtet die britische Daily Mail zunehmend von Fällen von Gangrän und Taubheit bei Patienten, nachdem diese sich mit der Delta-Variante infiziert haben. Dr. Ganesh Manudhane aus Mumbai berichtet von mehrerer solcher Patienten. Er erzählt, dass einem Patienten der Finger, einem anderen der Fuß amputiert werden musste. „Wir vermuten, dass es an der neuen Virusvariante liegen könnte“, zitierte in die Daily Mail am Dienstag.

„Wir brauchen mehr wissenschaftliche Untersuchungen, um analysieren zu können, ob diese neueren klinischen Entdeckungen mit B.1.617 in Verbindung stehen oder nicht“, erklärt der indische Arzt Dr. Abdul Ghafur. Er ist Experte für Infektionskrankheiten am Apollo-Krankenhaus im Chennai (Indien) und sieht in dem Auftreten der neuen Symptome die Unberechenbarkeit des Coronavirus.

Delta-Variante des Coronavirus: Gefährliche Nebenwirkungen auf das Gehör

In Großbritannien ist die Delta-Variante des Virus mittlerweile weit verbreitet. Dort seien die „extrem seltenen Fälle“ von Gangrän bislang nicht gemeldet worden, so die Daily Mail. Allerdings berichtet das Fachjournal BMJ Case Reports von Fällen plötzlich einsetzender Taubheit. So erlitten nach einem Forschungsbericht der Universität Manchester 7,6 Prozent der Covid-19-Patienten einen Hörverlust. 7,2 Prozent der Patienten litten unter Schwindel und bei sogar 14,2 Prozent trat ein Tinnitus auf.

Ärzte mahnen an, diese Nebenwirkungen sofort zu behandeln, da diese sonst dauerhaft auftreten könnten, berichtet RTL. Allerdings fehle es noch an Studien, die zeigen, wie sich eine Coronainfektion langfristig auf das Gehör auswirken kann. In Deutschland sinken die aktuellen Corona-Zahlen weiter. (jsch)

Rubriklistenbild: © Avishek Das/dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare