Frischgebackene Mama darf nicht zu Kind

Corona-Drama um erkrankte Mutter und Baby: Reaktion von Krankenschwester rührt ganzes Land - Foto hält alles fest

Coronavirus - Bolivien: Ein Neugeborenes mit einer Krankheit erhält Atemunterstützung von einem kleinen elektronischen Gerät aufgrund des Sauerstoffmangels auf der Intensivstation des Frauenkrankenhauses.
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Coronavirus: In Italien kümmerten sich Klinikpersonal rührend um einen Neugeborenen - das symbolträchtige Foto geht um die Welt. (Symbolbild)

Eine junge Mutter und ihr Kind sind mit Corona infiziert. In der Klinik kümmern sich Pfleger und Pflegerinnen rührend. Ein bewegendes Foto entstand.

Ancona / Italien - „Im dramatischsten Moment meines Lebens war es eine Rückkehr zum Leben - nach einem Albtraum, der Tage dauerte, als man mir das erzählte und dann das Foto von meinem Sohn zeigte“, sagt die junge Mutter Roberta Ferrante dem Lokalblatt Il Resto del Carlino.

Roberta Ferrante wurde mitten in der Pandemie Mama. Dann kam die Hiobsbotschaft. Sie und ihr kleiner Matteo haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Den Krankenschwestern, Pflegern und Ärzten ist Ferrante jetzt unbeschreiblich dankbar.

„Das Personal war vorbildlich, ich werde das nicht vergessen“, sagt Roberta Ferrante, „insbesondere ein Arzt, der mich immer anrief, um mich über den Zustand meines Sohnes auf dem Laufenden zu halten. Es gab einen Satz, der mich beruhigte, da ich nicht bei ihm sein konnte: ‚Mach dir keine Sorgen, wir kümmern uns um deinen Sohn‘ - und das taten sie.“

Corona in Italien: Drama um Neugeborenen - Infiziertes Baby muss Not-OP überstehen

Denn das Drama um den kleinen Matteo wäre auch ohne das Virus groß gewesen. Mitten in der Nacht hatten Ärzte festgestellt, dass der Darm des Säuglings verkehrt herum war. In einer Notoperation mussten Teile entfernt werden. Ferrante habe sich alleine und verängstigt gefühlt, als sie den Chirurgen um zwei Uhr morgens ihre Zustimmung habe geben müssen, berichtet sie.

Die Operation lief gut. Matteo musste zur Sicherheit aber dennoch auf die Intensivstation. Und seine Mutter musste nach Hause. Zwischen Kabeln und Schläuchen lag ihr Sohn isoliert ein seinem Einzelbett. „Zu Hause war es die Hölle“, sagt die Mutter. Ihr Kind war immer noch positiv und musste in einem versiegelten Raum bleiben. Nur das nötigste Personal durfte zu ihm.

Und dann ist es entstanden. „Dieses schöne Foto, ein Symbol für die schützende Umarmung meines Kindes“, beschreibt Roberta Ferrante. Das Klinikpersonal hatte sich herzergreifend um den Säugling gekümmert.

Coronavirus: Schwester kuschelt im Schutzanzug mit Baby - „Er suchte so sehr nach Kontakt, dass ich ...“

Im Schutzanzug kuschelte sich eine Krankenschwester neben das Kind. Nach den strengen Regeln der Pandemie gibt sie dem Säugling die Nähe, die er braucht. „Ich war im Kinderzimmer an der Reihe und versuchte ihn nach der Therapie zu trösten und zu kuscheln“, erklärt die erfahrene Schwester später dem Il Digitale, „er suchte so sehr nach Kontakt, dass ich versuchte, so mütterlich wie möglich zu sein - auch, wenn ich nicht seine Mutter bin. Das Natürliche dieses Augenblicks hat eine unglaubliche Kraft“

Eine Kollegin hatte das auf der Überwachungskamera - die vorsorglich auf der Intensivstation läuft - gesehen und den Bildschirm fotografiert.

Italien: Corona-Drama um Matteo - Foto aus Klinik bewegt das ganze Land

In Italien überschlugen sich die Medien. „Das Foto der Krankenschwester mit dem Baby ist das Symbol einer Menschheit, die Covid uns niemals nehmen kann“, titelt das Portal GreenMe. „Das Fotosymbol im Krankenhaus bewegt alle“, schreibt L‘Occhio. Auch über die Landesgrenzen hinweg, wird über das Foto berichtet. „Ein Foto mit herzerwärmender Nachricht“, schreibt Het Laatste Nieuws aus Belgien.

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