Sie erkranken öfter schwer

Klinik bereitet sich auf Ansturm vor: RKI hatte bereits gewarnt - Zahlen infizierter Kinder auf Rekordhoch

Zwei Schüler, die medizinische Masken tragen, kommen mit Schulranzen zum Eingang einer Grundschule.
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Immer mehr Kinder stecken sich mit dem Coronavirus an. (Symbolbild)

Das RKI hatte im März bereits gewarnt, nun scheint es sich tatsächlich zu bewahrheiten: Kinder und Jugendliche infizieren sich immer häufiger. Eine Klinik bereitet sich bereits auf einen Ansturm vor.

Berlin - Das Coronavirus breitet sich weiter aus, die Zahl der Infektionen in Deutschland steigt täglich weiter an. Unter den infizierten Personen sind aktuell auch immer häufiger Kinder und Jugendliche betroffen. Ende März hatte bereits das Robert Koch-Institut vor einer raschen Ausbreitung unter Minderjährigen gewarnt, nun schlägt auch eine Klinik Alarm. Und tatsächlich: die Zahl der infizierten Kinder und Jugendlichen steigt stetig an.

Corona in Deutschland: Infektionszahlen steigen weiter an - Immer häufiger Kinder schwer krank

Wie das RKI Ende März erklärt hatte, sei ein Wachstum der Zahl infizierter Kinder in allen Altersgruppen zu bemerken, besonders stark würden sich aktuell jedoch Kinder und Jugendliche infizieren. Als Ausbruchsherde würden dabei aktuell besonders private Haushalte aber auch Schulen und Kitas verzeichnet werden. Ausbrüche in Alters- und Pflegeheimen hätten dagegen abgenommen. Nicht zuletzt die langsam fortschreitende Impfkampagne sorgt aktuell für den Schutz der Heimbewohner.

Und tatsächlich: die Zahlen infizierter Kinder steigen aktuell rasant an. Wie ntv unter Berufung auf das RKI und den aktuellen Lagebericht verdeutlicht, erreicht der Wert infizierter Kinder in Deutschland aktuell sogar einen Rekordstand. In der Kalenderwoche zwölf sei eine Inzidenz von 150,8 im Bereich infizierter Minderjähriger errechnet worden. Ein Wert, der bislang in der Corona-Pandemie in der Altersgruppe nicht erreicht worden sei. Ein Grund für das deutliche Wachstum könnten die zunehmenden Öffnungen von Kitas und Schulen sein, doch auch vermehrtes Testen könne eine Rolle spielen.

Corona: Klinik bereitet sich auf Ansturm vor - Sorgen vor Entwicklung der nächsten Wochen

In ersten Kliniken ist der Anstieg infizierter Minderjähriger offenbar bereits spürbar, im Gespräch mit RTL bestätigte Asklepios-Sprecher Mathias Eberenz ein deutliches Wachstum junger Corona-Patienten. Demnach bereite sich die Hamburger Asklepios-Klinik aktuell auf einen größeren Ansturm vor. Mit Sorge werde die aktuelle Entwicklung beobachtet. In den Hamburger Kliniken waren bereits Babys und Kleinkinder in Behandlung, keines von ihnen sei bisher auf eine künstliche Beatmung angewiesen gewesen.

Wie Sprecher Mathias Eberenz weiter erklärt, sei aktuell nicht nur die Zahl infizierter Kinder besorgniserregend. Auch der Infektionsverlauf habe sich deutlich verändert, Kinder würden nun immer häufiger schwer erkranken. „Wir beobachten besorgt die steile Entwicklung der Infektionszahlen insbesondere bei Kindern und sind auf steigende Zahlen minderjähriger Patienten vorbereitet“, so der Sprecher weiter.

Ein besonders tragischer Fall hatte sich erst im März ereignet. Ein Kleinkind aus Stormarn in Schleswig-Holstein war schwer am Coronavirus erkrankt. Das erst vier Jahre alte Kind war dann in der Klinik verstorben.

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