Twitter-Sensation

Corona: Falsche Daten im Restaurant? Wirt lässt sich genialen Schachzug einfallen und beschert Freibier

Kellner, der ein kühles Bier zapft.
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Was ist noch schöner als Bier? Richtig, Freibier!

Genial oder daneben? Die Idee eines Restaurantbetreibers löste bei Twitter einen richtigen Hype aus. Der Grund: Er lockte mit Freibier!

  • Corona-Krise: Viele Betriebe sind aufgrund der aktuellen Situation am Existenzminimum.
  • Freibier gegen korrekte Daten - Sensationeller Schachzug während der Coronakrise.
  • Ein Wirt belohnt seine Gäste - Twitter-User diskutieren über Bier-Maßnahme.

Berg - Die aktuelle Corona-Lage hat ziemlich viel verändert. Gerade in den Restaurantbetrieben spitzt sich die Lage vereinzelt aufgrund einiger Corona-Maßnahmen zu. Viele Gastro-Betriebe kämpfen um ihre Existenz. Das lässt so manche Leute kreativ werden: Ein Brauerei-Betrieb in einem kleinen Örtchen namens Berg kam jetzt auf geniale Idee, die auf Twitter durch die Decke ging.

Corona: Restaurantbetreiber wird während der Krise kreativ - Freibier gegen korrekte Daten

Berg ist ein Teilort der Kreisstadt Ehingen im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg. Mit gerade einmal 624 Einwohnern (Stand 2019) ist das Örtchen auch eher überschaubar. Doch im Herzen dieses beschaulichen Ortes wird frisches Bier gebraut - und zwar in der Berg Brauerei. Im angrenzen Wirtshaus kann man zu seinem kühlen Bier auch allerlei Speisen genießen. Das klingt an sich ja schon mal nicht so verkehrt.

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation hat sich der Restaurantbetreiber etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Jeder Gast, der beim Besuch der Wirtschaft seine vollständigen Daten angibt, bekommt bei seinem nächsten Besuch 0,5 Liter Freibier geschenkt. Das bestätigte eine Angestellte des Betriebes gegenüber tz.de. Die Restaurant-Gäste bekommen dann von der Brauerei eine Postkarte mit dem entsprechend einzulösenden Gutschein Nachhause geschickt. „Genial“, wie ein Twitter-User findet, der die Postkarte mit der Nachwelt teilte.

Twitter-Gemeinde geteilter Meinung: Freibier löst Diskussionen aus

„Diese Postkarte dient der notwendigen Corona-Registrierung. Nach Ablauf der Frist geben wir Ihnen Ihre Adress-Daten durch den Versand dieser Postkarte an Sie zurück“, ist auf dem guten Stück zu lesen: „Diese Karte mit dem ‚Berg-Poststempel‘ ist dann ein Gutschein für ein Freibier 0,5 l - bei Ihrem nächsten Besuch! Mit dem Ausfüllen bestätigen wir, dass die angegebenen Personen aus maximal zwei Haushalten stammen“, schreiben die Verantwortlichen auf ihre Karte. Die ganze Aktion soll dazu dienen, dass die Leute ihre richtigen Daten angeben, damit alle Restaurant-Gäste im Falle eines Corona-Notfalls kontaktiert werden können. Gegenüber tz.de betonte die Mitarbeiterin der Wirtschaft, dass die Daten nach vier Wochen ordnungsgemäß vernichtet werden.

Allerdings findet die Idee auf Twitter nicht nur Fürsprecher: „Der Spielverderber in mir sagt: Der Datenschutz wird was dagegen haben, dass die Angaben auf einer Postkarte stehen. Ein Briefumschlag drumherum würde die Vorgehensweise wahrscheinlich unkritischer machen“, merkte ein eher kritischer User an. Ein anderer hingegen lobt die Aktion: „Größtenteils richtige Daten UND wiederkehrende Kunden - alles richtig gemacht!

Einen weiteren Lösungsvorschlag findet man auch in den Kommentaren: „Kreative Lösung! Ließe sich noch verbessern, indem an die Postkarte ein abtrennbarer Abschnitt angefügt wird. Beim Ausfüllen werden dort die Namen der anderen und das Datum eingetragen (so stehen sie nicht auf der Postkarte) und ein Kreuz, ob Postkartengutschein oder Vernichtung“, regte ein anderer User an. Wie man es auch dreht und wendet - mit seiner Idee macht der Restaurantbetreiber jedenfalls viele Bier-Fans sehr glücklich, denn mal ehrlich: Bei wem lässt das Wort „Freibier“ nicht die Herzen höher schlagen? (mrf)

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