Ein wahrer Glückspilz

Mann überlebt drei potenziell tödliche Krankheiten - dann folgt der nächste Schock

Die Stechmücke „Anopheles quadrimaculatus“ auf der menschlichen Haut.
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Die Stechmücke „Anopheles quadrimaculatus“ kann Malaria übertragen.

Ein Mann hat den Biss einer Kobra überlebt. So weit nicht ungewöhnlich. Dabei ist der Brite dem Tod bereits zum vierten Mal von der Schippe gesprungen.

Glück ist subjektiv. Jeder Mensch empfindet es anders und hat dazu eine eigene Meinung. Für die einen ist es das größte Glück, in einem großen Haus zu wohnen oder ein dickes Auto zu fahren. Andere wiederum sehen das größte Glück in einem in einer Lotterie gewonnenen Millionen-Gewinn.

Biss von Kobra überlebt: Brite hatte schon Covid-19, Malaria und Dengue-Fieber

Doch das größte Glück ist eigentlich die Gesundheit, dass man noch lebt, wenn das Schicksal es mit einem nicht gut gemeint hat und man eine potenziell tödliche Krankheit überwunden hat. So ein Glückspilz ist Ian Jones. Aber, der Brite litt nicht nur an einer Krankheit, die tödlich verlaufen kann, sondern an drei. Jones hatte sich mit dem Coronavirus infiziert, litt an Dengue-Fieber und kämpfte gegen Malaria. Er besiegte sie alle.

Und als ob das alles nicht schon genug Leid und Schmerz eingebracht hätte, wurde Jones jetzt auch noch von einer indischen Kobra gebissen. Ihr Gift gilt als lebensbedrohlich. Der Entwicklungshelfer, der Handwerkserzeugnisse aus Indien nach Großbritannien exportiert und so Menschen hilft, der Armut zu entkommen, wurde in Jodhpur, einem ländlichen Bezirk des westindischen Bundesstaates Rajasthan, von der Schlange gebissen. Das sagte der Arzt Abhishek Tater der Nachrichtenagentur AFP.

Schlange beißt Mann: Arzt vermutete Infektion mit dem Coronavirus

Nachdem Jones ins Krankenhaus eingeliefert worden war, vermutete Tater zunächst, dass er sich erneut mit dem Coronavirus infiziert habe. Doch Tests fielen negativ aus. Jones hatte Symptome, die für einen Schlangenbiss sprachen, wie Sehstörungen und Gangschwierigkeiten. Jones wurde inzwischen aus der Klinik entlassen.

Tater ging nicht von Langzeitschäden aus, doch einem Bericht auf der Crowdfunding-Seite „GoFundMe“ zufolge kämpft Jones noch immer mit den Folgen des Kobra-Bisses. „Ian ist zwar raus aus dem Krankenhaus aber noch nicht über dem Berg. Er hat eine Lähmung in den Beinen und ist deshalb an einen Rollstuhl angewiesen. Er ist auch völlig blind“, schreibt Claire Robertson, eine der Organisatoren einer Spendenkampagne, die Geld für Jones‘ Arztkosten und die Rückreise auf die Isle of Wight sammelt. In der Steiermark musste ein Mann nach einer kuriosen Mutprobe mit einer Schlange ins Krankenhaus. (mt)

In Russland haben Ärzte einer Frau eine über ein Meter große Schlange aus dem Rachen entfernt.

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