Neue Entwicklung in der Impfpass-Debatte

Sommer-Urlaub trotz Corona? Tourismusbeauftragter macht Hoffnung - Neues Modell könnte die Lösung sein

Die Corona-Pandemie hat die Tourismus-Branche hart getroffen. Wie viel Reisefreiheit im Sommer 2021 möglich ist, bleibt dennoch unklar. Sicher ist, das Impfen wird dabei eine Rolle spielen.

München - Trotz Corona-Pandemie soll der Sommer-Urlaub im Ausland relativ problemlos möglich sein. Das zumindest erwartet Thomas Bareiß, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung. „Ich hoffe, dass bis Sommer die meisten Deutschen geimpft sind und auch ins Ausland verreisen können“ sagte der CDU-Abgeordnete der Bild-Zeitung.

Wenn der Sieben-Tage-Inzidenzwert beispielsweise auf den Mittelmeer-Inseln unter 35 liege, sehe er keinen Grund, warum man nicht dorthin reisen könne. Man solle das Reisen nicht unnötig schwer machen. „Wir können die Menschen ja nicht dauerhaft zu Hause festhalten“, so Bareiß.

Sebastian Kurz plädiert für den EU-weiten Corona-Impfpass

Auch Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz möchte das freie Reisen wieder möglich machen, aber nur gegen Vorlage eines Corona-Impfpasses. Dieses Impfzertifikat nach israelischem Vorbild solle am besten digital auf dem Handy verfügbar sein und EU-weit eingesetzt werden, so Kurz. Auf diesem Wege sei die Rückkehr zur Reisefreiheit in Europa möglich. Auch Kultur, Sport und Gastronomie „können wir dann sicherstellen und gewährleisten“.

Die EU zeigt sich offen für Gespräche über einen EU-Impfpass

Dieses Vorgehen wird seit neuestem in Israel umgesetzt. Dort können Bürger, die zwei Impfdosen gegen das Coronavirus erhalten haben, einen „Grünen Pass“ ausgestellt bekommen. Das ermöglicht den Besuch von Fitnessstudios und Theatern und sogar die Übernachtung in Hotels. Die Bundesregierung hatte sich zuletzt offen für Gespräche über einen EU-Impfpass und damit verknüpfte Reiseerleichterungen in Europa gezeigt.

Rubriklistenbild: © Bodo Marks/dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare