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Corona-Regeln für Reisen vor Verschärfung: Bundesländer fordern neue Richtlinien für Sommer-Urlaub

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Von: Richard Strobl

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Reisende warten vor dem Sicherheitscheck im Abflugterminal im Flughafen Düsseldorf. (Symbolbild)
Reisende warten vor dem Sicherheitscheck im Abflugterminal im Flughafen Düsseldorf. (Symbolbild) © Henning Kaiser/dpa

Die Bundesländer wollen offenbar die Regeln für Auslandsreisen verschärfen - trotz sinkender Corona-Zahlen. Das berichtet Business Insider.

Berlin - Die Corona-Zahlen in Deutschland sind seit Wochen im Sinkflug. Dennoch planen die Bundesländer jetzt offenbar eine Verschärfung der Regeln für Auslandsreisen. Das berichtet Business Insider.

Angst vor Corona-Mutanten: Länder wollen Reise-Regeln verschärfen

Grund dafür ist demnach die Angst, dass durch die Urlauber gefährliche Mutanten - vor allem die Delta-Variante, die zuerst in Indien entdeckt worden war und, die sich in Großbritannien schon stark verbreitet hat - nach Deutschland eingeschleppt werden könnten. Deshalb planen die Länder dem Bericht nach, Gesundheitsminister Jens Spahn am Mittwoch bei der Gesundheitsministerkonferenz um eine Verschärfung der Regeln zu bitten.

In einem Beschlusspapier ist dem Bericht nach von „lückenhaften Einreisebestimmungen“ die Rede. Man sei deshalb besorgt, dass eingeschleppte Varianten „durch das bis Herbst erreichbare Impfniveau nicht hinreichend kompensiert werden und aufgrund der insbesondere bei der Delta-Variante erhöhten Anzahl schwerer Krankheitsverläufe das Gesundheitssystem überlasten“ könnten.

Länder wollen Corona-Reise-Regeln verschärfen und vereinfachen

Die Länder lehnen deshalb jegliche Lockerungen bezüglich Abstands-, Masken- oder Hygieneregeln ab. Zudem sollen Einreisende aus Risikogebieten sich nicht mehr freitesten können. Kritisiert wird auch, dass bei der Einreise aktuell ein 48-Stunden-alter Test ausreiche. Doch auch in diesen 48 Stunden nach dem Test könne man sich noch infizieren und das Virus einschleppen.

Die Länder fordern deshalb, dass generell eine Zwei-Teststrategie eingeführt werde. Als Beispiel wird dem Bericht nach eine „generelle ausnahmslose Testpflicht bei allen Einreisen, verbunden mit einem Testangebot an allen Grenzübergängen und zentralen Einreisestandorten, sowie eine Nachtestpflicht am 5. Tag nach der Einreise“ genannt. Zudem fordern die Länder demnach, dass Einreisende künftig verpflichtet seien vorsorglich bis zur Nachtestung eine Kontaktliste zu führen, „die im Fall des positiven Testergebnisses dem Gesundheitsamt übermittelt werden muss“.

Daneben fordern die Länder auch generell einfachere Regeln. Die aktuellen Maßnahmen seien zu komplex - dies führe dazu, dass die Bürger sie teils nicht kennen und somit auch nicht einhalten könnten. (rjs)

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