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Corona-Regeln in Bayern: Krankenhaus-Ampel auf gelb - das ändert sich ab heute im Freistaat

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Von: Thomas Eldersch

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In Bayern gilt, wenn die Krankenhaus-Ampel auf Gelb steht, wieder die FFP2-Maskenpflicht.
In Bayern gilt, wenn die Krankenhaus-Ampel auf Gelb steht, wieder die FFP2-Maskenpflicht. © Armin Weigel/dpa

Seit heute gilt in Bayern die geänderte Corona-Verordnung. Die Ministerrunde hatte sich am Mittwoch darauf verständigt. Aber was heißt das jetzt für die Bevölkerung?

München - Jeden Tag schraubt sich die Corona-Inzidenz in Bayern in ungekannte Höhen. Die Infektionszahlen steigen rapide an. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Samstag, 6. November, für den Freistaat einen Inzidenzwert von 284 - am Freitag lag er noch bei 256,8 und am Donnerstag bei 234,8. Insgesamt 9410 neue Infektionsfälle wurden über Nacht gemeldet. Und auch bei den sogenannten Corona-Hotspots hat sich so einiges getan.

Neuer, trauriger Spitzenreiter in Deutschland ist der Landkreis Rottal-Inn mit einem Wert von 770,1. Auf Platz drei liegt der Landkreis Mühldorf am Inn mit 737,4. Der bis Freitag die Liste anführende Landkreis Miesbach ist auf Platz sechs abgerutscht (644,8). Dort hat man bereits vor Inkrafttreten der neuen Verordnungen strengere Corona-Regeln eingeführt. Insgesamt gibt es inzwischen elf Landkreise in Bayern, die eine Inzidenz von 500 überschritten haben.

Corona in Bayern: Neue Regeln treten ab Samstag in Kraft - Krankenhaus-Ampel wechselt auf Gelb

Höchste Zeit also, dass die am Mittwoch beschlossenen Regel-Verschärfungen in Kraft treten. Und das tun sie auch ab dem heutigen Samstag - mit Auswirkungen auf den gesamten Freistaat. Denn die Ministerrunde hatte unter anderem beschlossen, dass die Krankenhausampel - die in Bayern für die Einführung der jeweils geltenden Regeln als Grundlage dient - nicht erst bei 1200 Covid-Patienten innerhalb von sieben Tagen auf Gelb umspringt. Sie wechselt jetzt auch ihre Farbe, wenn 450 Patienten auf bayerischen Intensivstationen behandelt werden müssen. Diese Zahl wurde schon vor einigen Tagen überschritten. Mittlerweile müssen 541 Menschen intensivpflichtig betreut werden. Ab 600 Patienten würde die Ampel auf Rot umschalten.

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Aber was bedeutet ein Wechsel auf Gelb? Ab Sonntag gilt überall, wo nicht regional ohnehin schon die rote Stufe ausgerufen wurde, eine Erhöhung des Sicherheitsstandards. Wo bisher die 3G-Regel gilt - also Zutritt für Geimpfte, von Corona Genesene oder negativ Getestete - gilt dann die 3G-plus-Regel. Das bedeutet, dass statt eines Schnelltests ein PCR-Test notwendig ist. In Clubs und Diskotheken gilt sogar die 2G-Regel - ein negativer Test reicht dort also nicht aus. Der Maskenstandard wird flächendeckend auf FFP2 erhöht. Die Zugangsbeschränkungen gelten nicht für den Handel und den Öffentlichen Nahverkehr.

Video: Alle Regeln noch einmal im Überblick

Corona in Bayern: Was passiert, wenn die Krankenhaus-Ampel auf Rot umschwenkt?

Sollten sich die ansteigenden Infektionszahlen weiter auf die Belegung der Intensivstationen auswirken, wechselt ab 600 Patienten die Krankenhaus-Ampel auf die rote Stufe. Ab dann gelten für Veranstaltungen in Innenräumen weitgehend 2G-Regelungen. Kinder unter zwölf Jahren sind ausgenommen. Kinder und Jugendliche über zwölf Jahren müssen dann auch geimpft oder genesen sein, um an diesen Veranstaltungen teilnehmen zu können. Ausgenommen von der 2G-Regel ist nur die Gastronomie. Der Restaurantbesuch ist bei roter Ampel auch mit einem negativen PCR-Test möglich (3G plus). Auch körpernahe Dienstleistungen - wie ein Besuch beim Frisör - können mit 3G plus noch in Anspruch genommen werden.

Die rote Ampel greift auch in das Berufsleben ein: Mitarbeiter von Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten, die Kontakt zu anderen Menschen haben - gleich ob Kollegen, Kunden oder sonstige Personengruppen - müssen zweimal pro Woche einen negativen Test vorlegen, sofern sie nicht geimpft oder genesen sind (3G-Regel). Handel und Personennahverkehr sind hiervon ausgenommen.

Bayerns Schüler müssen von kommendem Montag an darüber hinaus unabhängig von der örtlichen Inzidenz wieder mit Maske lernen. Auch die Tests für Schülerinnen und Schüler werden intensiviert. Bei einem Infektionsfall in einer Klasse werden alle Personen in dieser Klasse künftig verpflichtend eine Woche lang an jedem Schultag getestet. (tel mit dpa)

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